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Ruinas Quilmes

Auf dem Rückweg von unserer Wanderung sind wir durch Cafayte durch gefahren und weiter auf der Ruta 40 Richtung Süden, um die Quilmes Ruinen zu besuchen. Wir passierten wieder einmal eine der vielen Polizeikontrollen, wurden jedoch durch gewunken – in diesem Augenblick bemerkte ich, dass ich weder unsere Pässe, noch Führerscheine oder sonst was dabei hatte – ich wollte diese über Nacht nicht im Auto lassen und nun waren sie im Zimmer liegen geblieben. Egal Touristen winken sie ja eh nie raus. 

 

Bei den Ruinen angekommen verzichteten wir auf den Guide und machten uns direkt zum Aussichtspunkt auf. Irgendwie war wohl ein Gewitter im Anmarsch, die dunklen Wolken türmten sich über uns auf uns es windete was das Zeug hielt. Schnell rauf und dann nichts wie weg hier. Denkste. Immer wenn wir dachten, dass wir jetzt oben sind ging es noch weiter hoch. Als wir zuoberst waren führte der Weg quer über den Berg und allem Anschein nach auf der anderen Seite wieder runter. Beni sagt: «Ich laufe nie zweimal denselben Weg.» Also machten wir den Rundweg fertig. Statt den geplanten 15Minuten waren wir ganze 2 Stunden unterwegs – wir konnten gar nicht mehr aufhören zu laufen. Irgendwann kamen wir dann doch wieder unten an. Von der Ruinen haben wir nach wie vor keine Ahnung aber wir hatten endlich wieder einmal einen Tag mit viel Bewegung. 

 

Auf dem Rückweg kamen wir schon wieder in eine Polizeikontrolle. Wir wurden raus gewunken. Mist! Was jetzt? Pokerface aufsetzen. "Routinekontrolle. Fahrzeugpapiere, Führerschein und Versicherungspapiere bitte." Wie bereits erwähnt war das alles zu Hause resp. die Fahrzeugpapiere habe ich im Auto gefunden. Als Versicherungspapiere habe ich der netten Dame den Buchungsbeleg des Autos übergeben, welcher noch im Auto lag aber jedoch auf Deutsch war und als Führerschein haben wir Beni's ID raus gegeben, mit welcher sie offensichtlich genau so wenig anfangen konnte wie mit den "Versicherungspapieren". Noch eine paar Fragen lächelnd beantworten und weiter fahren - Schwein gehabt.

 

Am Abend haben wir wieder im Como en Casa gegessen und uns eine Fläschchen Torrontes (den berühmtesten Weisswein der Gegend Cafayate) gegönnt. Sehr zu empfehlen!

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Kommentare: 2
  • #1

    Regula (Donnerstag, 01 Februar 2018 23:26)

    Ich habe festgestellt, dass ihr in dieser kurzen Zeit schon sehr viel Schönes gesehen habt und es scheint auch nicht gefährlich zu sein. (Ausser die Mücken und die Ameisen, auf diese könnte ich gut verzichten.) Nachdem ich die perfekten Föteli gut studiert habe und von Benj weiss, dass Joli spanisch spricht, habe ich einen Entschluss gefasst. Ich werde im Juni 60 Jahre alt und habe nicht den Mut, diese Reise alleine zu machen. Aber ich komme zum nächsten Flughafen und klinke mich bei euch ein. Ist wohl meine letzte Gelegenheit, eine so gut geführte Weltreise zu machen. Wann und wo könnt ihr mich abholen?
    Liebe Grüsse von Benj's alter Tante Regula

  • #2

    Benjoli (Freitag, 02 Februar 2018 12:35)

    Hallo liebes altes Tantchen Regula.
    Es freut uns, das dir unsere Reiseberichte gefallen. Wir haben uns noch nicht ganz in der Reisebranche etabliert, werden dir aber gerne Routenvorschläge mit entsprechenden Offerten zukommen lassen. Nach diversen Diskussionen mit anderen Reisenden, können wir dir auch die Sicherheit bestätigen. Bis auf eher seltene Entführungen, gelegentliche Raubüberfälle (bewaffnet und unbewaffnet) sowie Pumas in Nationalparks sind uns keine weiteren Gefahren bekannt oder zu Ohren gekommen. Die Sprache ist auch kein Problem, erst kürzlich bekamen wir einen wunderschönen Tischgrill mit Nierchen, gebratenem Darm und Blutwurst serviert der aber genauso gut schmeckte wie der Lamaeintopf.
    Grüsse Benjoli