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Weindegustation mit 6 Gängen

Vielen Dank an Brigitta und Markus Hegetschweiler für die Spende in unserer Kategorie "Kleine Freuden". Da die Weintour ein Reinfall war und wir weder viel Wein probieren konnten, noch dazu einen, welchen wir euch empfehlen könnten (da diese nicht exportiert werden) und auch das Essen in einem normalen Restaurant (exkl. Wein) stattfand, haben wir diese über unser Reisebudget gebucht und mit eurer Spende noch privat eine Bodega besucht, welche ein 6 Gang Menu mit dazugehöriger Tour und Weinprobe anbietet. 

 

Wir wurden bereits am Eingang mit einem Glas Wein empfangen und durften während des Essens 5 verschiedene Weine degustieren, welche auch sehr grosszügig immer wieder nachgeschenkt wurden (das ergab dann Total 8 Gläser pro Person).

 

Wer mal nach Argentinien kommt - die Bodega Los Toneles in Mendoza ist sehr zu empfehlen. Das Essen war genial. Bei 6 Gängen hatten wir kleine Gänge im Styl von: 1 Teller mit einem Ravioli oder so was erwartet - NEIN - es gab ganz normale Portionen + Brot + ein Amusebouche - wir platzten fast. Vom Amusebouche ging es weiter zum Carpaccio, danach ein Teller mit Nudeln, Crevetten und Mais, dann als Hauptspeise 250g Rindsfilet (zart wie Butter) und Salat, ein Vordessert, ein Dessert (mit Früchten, Kuchen und Eiscreme) und Kaffee und Schokolade. 

 

Im Gegensatz zur Weintour, welche gleich viel kostete, war dieser Besuch definitiv um Welten besser. Man sah zwar nur eine Bodega statt drei (aber sie erzählen eh immer dasselbe auf den Touren), die Olivenölfabrik kann man auch in Griechenland oder Italien besuchen und Schokolade haben wir in der Schweiz ja auch genügend. Zudem haben wir in der einen Bodega gleich viele verschiedene Weine probiert wie in den drei Bodegas auf der Tour und es wurde sogar noch nachgeschenkt. Wer also wegen dem Wein kommt - eine Bodega zu besuchen lohnt sich mehr als eine geführte Tour. 

 

Dank der Tour wissen wir aber wie man "richtig" Wein degustiert... Theoretisch trinkt man nicht das ganze Glas leer, sondern nur ein, zwei Schlücklein, den Rest schüttet man weg - Blööööödsinn - haben wir natürlich nicht gemacht - wo bleibt denn da der Spass und verschwenderisch sind wir ja auch nicht?! 

 

Zuerst die Farbe prüfen: je heller der Wein desto jünger. Auch violette und bläuliche Ränder lassen auf einen jungen Wein schliessen. Je dunkler und röter der Wein, desto älter. Achtung, wenn der Wein leicht bräunlich ist, ist er bereits oxidiert. 

 

Danach schwenken und riechen: hier können Aromen gerochen werden, wie zum Beispiel rote Früchte, Kirschen, Schokolade - was nicht bedeutet, dass etwas davon auch im Wein zu finden ist. 

 

Je schneller der geschwenkte Wein nach unten fliesst, desto alkoholhaltiger ist er. Uns wurde gesagt: "wenn der Wein nicht weint (keine tränenartige Tropfen, welche nach unten fliessen), dann ist dies für den Weintrinker zum Weinen..." 

 

Trinken: einen Schluck in den Mund nehmen und im ganzen Mund schwenken (so kann sich das Aroma optimal ausbreiten), danach die Lippen leicht öffnen und etwas blubbern, schlucken und durch die Nase ausatmen. Das macht man übrigens nur beim ersten Mal - nicht das ganze Glas so trinken... 

 

Übrigens: habt ihr gewusst: auch mit roten Weintrauben, kann man weissen Wein machen. Der Unterschied liegt alleine in der Herstellung. Die Schale der Traube gibt dem Wein seine Farbe. Beim Rotwein Prozess bleibt die Schale länger mit der Flüssigkeit zusammen als beim Weissen und Rosé.

Beni empfiehlt:

Fuego Blanco Sauvignon Blanc 2016 - nicht zu trocken, nicht zu süss, wirkt etwas dichter als der erste Weisswein - oder liegt das bereits an uns?

Joli empfiehlt:

Fuego Blanco Cabernet Franc/Malbec 2013 - weich, aromatisch, schokoladig, etwas schwer.

 

Die Entscheidung ist zwar nicht leicht auch dieser Wein war genial: Mosquita Muerta 2014 - aus vier verschiedenen Trauben, ein Jahr im Eichenfass, fruchtig, würzig, intensiv, schmeckt etwas nach Nelken.


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Kommentare: 3
  • #1

    Mummy (Samstag, 03 Februar 2018 22:10)

    Super, tönt guet u gseht o guet us! Üsi Spänd isch guet agleit worde :-) häbet ä schöne Abe. Muntsch u liebe Gruess

  • #2

    Kusle (Samstag, 03 Februar 2018 22:11)

    da heimer mau ä gueti spänd gmacht. fröide herrscht. normalerwys chöimer üsi spände zwar de stüüre abzieh, aber sone tolli rückmäudig hani vore spänd no nie übercho. BRAAAVOOO ���� wyter so. mir si scho am spare für di nöxti spänd �

  • #3

    Benjoli (Samstag, 17 Februar 2018 17:40)

    Dasch ebe mau e Spend wo aui öppis drvo hei. Mir hei fein gässe u trunke, dBodega het öppis verdienet, üse Mitbewohner het dank üsm Bsuech a dem Tag wenigstens ei Tour gha u dir heit chli öppis zläsä u e Tipp wele Wy dr znächscht mau chöit choufe. *g*