· 

Córdoba & Mendoza

Langeweile

Gross, heiss, dreckig, so haben wir Córdoba in rund 48 Stunden erlebt. Die Parks würden eigentlich zum Verweilen einladen, sie gleichen aber in weiten Teilen einer Müllhalde. Wir sind ein bisschen durch die Stadt geschlendert, wussten aber nicht so recht was wir hier eigentlich unternehmen sollten. Trotz der Grösse herrschte am Sonntagnachmittag in dieser Stadt mitten im Zentrum tote Hose. Uns war langweilig - zum Glück war dies nur ein Zwischenstopp zwischen zwei 11 stündigen Busfahrten. Beni sagt: "hie gfauts mir nid" und somit gibt es auch nicht viel mehr dazu zu sagen.

Lecker Weinchen

Mendoza hat da schon einiges mehr zu bieten! Allem voran lecker Wein, der in zahlreichen Bodegas degustiert werden kann. Bodegas sind die Weingüter mit den dazugehörigen Rebbergen, welche hier kilometerweit zu sehen sind. 

 

Unsere Höhepunkte hier waren eine geführte Tagestour, welche uns durch drei verschiedene Bodegas, eine Olivenfabrik und den kleinen Laden (mit allerlei Selbstgemachtem) einer witzigen, älteren Dame führte, die uns mit ihrem Likör und ihren wahnsinnig unterhaltsamen Englischkenntnissen beglückte, sowie ein Besuch in einer Bodega mit einem 6 Gang Mittagessen inkl. leichten Kopfschmerzen am Tag danach (siehe auch den Eintrag unter Reiseblog / Kleine Freuden). Wenn man nur für den einen oder anderen Weinausflug Zeit oder Geld hat, empfehlen wir klar den individuellen Besuch in einem Bodega - gleicher Preis, viel mehr Essen, massiv mehr Wein... 

 

Übrigens auf Foto 2 seht ihr das grösste Weinfass (35'000 Liter). Dort wird der Wein bis zu 6 Jahre gelagert. Uns wurde erklärt, wie dieses Fass (auch ca. alle 6 Jahre) gereinigt wird. Der arme Kerl. Da muss sich einer Kopf voran, die Schultern nach, in dieses Fass zwängen (sie nennen es die zweite Geburt nur umgekehrt) und dort das Fass von Hand schrubben. Dazu braucht er eine Sauerstoffflasche und er muss das Fass alle 25 Minuten wieder verlassen um eine Stunde Pause zu machen (wegen der Dämpfe - oder vielleicht doch wegen der Siesta? Diese ist gemäss Beni's Empfinden hier nämlich andauernd). Um den oberen Teil des Fasses zu putzen, müssen einige Männer das Fass dann rollen, während der arme Kerl im Innern, wie in einem Hamsterrad mitläuft (denn die Öffnung ist ja dann auch oben und er käme gar nicht mehr rein)... 

 

Es gibt einige hübsche und weniger hübsche Parkanlagen und eine kleine lebhafte Hauptstrasse, welche wir während unserem 3 tägigen Aufenthalt noch besuchten. Auch das Rathaus haben wir aufgesucht (Bild 5), denn dort konnte man Gratis von der Dachterrasse aus einen guten Blick über die ganze Stadt und Umgebung werfen. Die Terrasse hat sogar ihren eigenen Reiseführer, welcher dir das erklärt, was du auf den Tafeln auch selber lesen kannst. 

 

In Mendoza haben wir übrigens eine erste Vermutung erstellt, wieso die Gehwege hier so "komisch" sind (Foto 1). Teilweise sind sie schön, gepflegt und sauber, dann wieder abgebrochen, löchrig und schmutzig. Hier werden die Gehwege wahrscheinlich nicht vom Staat gemacht, in Stand gehalten und gereinigt, sondern von den Hausbesitzern. Der Gehweg vor dem Haus gehört nämlich scheinbar noch zum Grundstück. Das ist uns erst hier aufgefallen, als wir feststellten, dass der Gehweg immer irgendwie zum Haus dahinter passte und die Leute immer nur den Teil vor ihrem Haus reinigten. Hier kann man wirklich sagen: "wie das Haus so der Gehweg."  

 

Erwähnenswert sind zudem die gelockerten Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen Mendoza. Hier ist es möglich ganze sechs Flaschen Wein pro Person als zweites Handgepäck gratis mitfliegen zu lassen. Ob man damit aber weiter als bis zum nächsten inländischen Flughafen kommt, wagen wir zu bezweifeln. Wir haben es bei einer Flasche belassen (da wir dem Ganzen nicht so trauten) und haben diese, dann in Bariloche zum Abendessen (zu Rührei und Wienerli) getrunken.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0