· 

Der Weg der 7 Seen

Villa la Angostura

Der nächste Halt auf unserer Rundreise durch Wälder und vorbei an Seen führte uns nach Villa la Angostura. Hier haben wir im Vorfeld unser Zimmer über AirBnB gebucht – die ersten getrennten Betten – aber nur weil es nichts anderes mehr gab. AirBnb ist eine eigene Buchungswebseite im Internet bei welcher Privat Unterkünfte angeboten werden. Das fängt an bei Privatzimmer mit geteiltem Bad an, bis hin zu kompletten Wohnungen oder Häusern, welche gemietet werden können. Wir buchen hauptsächlich solche Unterkünfte. Du z’mörgelisch mit den Hausbesitzern, erhältst viele gute Tipps, kannst Kontakte knüpfen und wirst auch schon mal zum Nachtessen eingeladen und das kostengünstiger als ein Hotel. Hier haben wir ein Paar aus Chile kennengelernt, welches wir an ihrem Wohnort Santiago de Chile zum Abendessen treffen möchten, damit sie uns die Geheimtipps der Region mitteilen können. Er promovierte in Deutschland so dass wir uns auch ein bisschen auf Deutsch unterhalten konnten.

 

Den Nachmittag verbachten wir damit den kürzesten Fluss der Welt zu besuchen (Rio Correntoso), welcher einen riesigen See mit einem grossen See verbindet - beide sind wunderschön und leuchten in allen erdenklichen Grün- und Blautönen. Silvia hat uns auch noch ein Restaurant empfohlen, welches Mirador (Aussichtspunkt) heisst. Wir haben uns dort in die, in Sessel umfunktionierten, Fässer gesetzt, ein lecker Bierchen und einen super Cocktail genossen und chillige Musik gehört, während wir etwas Sonne getankt haben und die klasse Aussicht genossen. Schade, dass wir mit dem Auto dort waren, man hätte gut eine paar Stunden mit Cocktails, Bier und Musik hören dort relaxen können.

 

Bosque de los Arrayanes

Wir haben für den nächsten Tag über Silvia ein Plätzchen auf einem kleinen Schiff reserviert, damit wir den grossen Touristenbooten entgehen können. Die Bootstour sollte uns um 13:00 auf dem Spitz einer langen Insel absetzen, welche wir danach in 3-4 Stunden zurück laufen wollten. Uns wurde gesagt man müsse um 12:30 beim Boot sein damit dieses um 13:00 abfahren konnte. Da wir Probleme hatten am Hafen einen Parkplatz zu finden waren wir, die sonst überpünktlichen Schweizerlein, erst 12:45 am Pier - was ja immer noch früh genug ist. Leider nein. Weit und breit kein Boot mehr zu sehen. Wir fragten die beiden Jungs von der Kajak Vermietung wo denn das Boot geblieben sei. Sie erwiderten unsere Frage mit erhobenem Zeigefinger und deuteten Richtung See - da fuhr es auf und davon. Dankeschön.  Mit viel Glück konnten wir noch spontan 2 Plätze auf einem anderen Boot für die Rückfahrt um 19:30 ergattern. So machten wir uns auf den umgekehrten Weg, zuerst die Wanderung, dann die Bootsfahrt. Auch auf diesem Weg gab es viel Wald und wenig Aussicht, so das die 30 minütige Bootsfahrt das Highlight war (Joli sagt: für mich war die Apfeltorte und die heisse Schokolade im Casa de Té das Highlight). Dazu kommt, dass der eigentliche Teil, weshalb man diesen Nationalpark besucht, sich erste am Ende, also beim letzten der 12 Kilometer, befindet. Die Bäume dort sind ganz orange und wenn man sie anfasst, fühlen sie sich eiskalt an – vielleicht hat sich deshalb auch die ganze Umgebung merklich abgekühlt sobald wir in diesen Teil des Waldes kamen? 

 

Lago Traful & Valle Encantada

Am nächsten Tag fuhren wir einen Teil des berühmten Weges der 7 Seen in Richtung San Martin de los Andes. Ziemlich was los auf dieser Strasse und an den Aussichtspunkten. Was von Beni jeweils mit «Und noch ein Foto von noch einem See!» kommentiert wurde.  Wir bogen aber dann nach Villa Traful ab, wo wir auf einer langen Schotterpiste dem Lago Traful entlang fuhren. In Villa Traful mussten wir mal wieder etwas durchatmen (das ist bei so viel Staub in einem Auto mit geschlossenen Fenstern und Umluft dringend nötig) und gönnten uns einen Burger und (wie könnte es auch anders sein) ein lecker Bierchen. Die zweite Hälfte bis zur Hauptstrasse war etwas spannender. Unter Anleitung von Beni übte ich etwas driften – wir hatten ja die volle Versicherung abgeschlossen und die Strassen boten sich herrlich dazu an. Die Umgebung veränderte sich und wurde Canyonartig. Ein türkisblauer Fluss schlängelte sich durch das Tal umgeben von saftigen grünen Bäumen.

 

Wieder auf der Hauptstrasse, war das Tempo gleich wieder doppelt so schnell. Und so rasten wir quasi durch das Valle Encantada (das verzauberte Tal). Nichts desto trotz erkannten wir weshalb es diesen Namen trug. Ein breiter Fluss in einem tiefen, dunklen blau, durchzogen von einem leuchtenden Smaragdgrün schlängelte sich in atemberaubender Schönheit durch ein Tal mit leuchtend grünen Bäumen und braunroten Hügeln. Dieser Anblick verzaubert wirklich und lockt nur allzu oft den Blick weg von der Strasse. Trotzdem kamen wir gut in Bariloche an. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    feller renate (Sonntag, 04 März 2018 18:34)

    Überlege grad öbi öppis fautsch gmacht ha i mim läbe �?aber de chönnt ja de beni nid uf dere reis si!!! Auso gniessets usgibig .öi i eutere hei o ihre bitrag gleischtet.�

  • #2

    Benjoli (Montag, 05 März 2018 14:35)

    Zum reise isch es nie z spät! Es git o uf der ganze wäut auti lüt hihi! Solang me mah, chame o gah!