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El Chalten

Das Wanderparadies in Patagonien. Es ist ein kleines, feines (sehr touristisches) Städtchen am Fusse des berühmten Berges Fitz Roy. Beni sagt; "Für jemanden der noch nie Berge gesehen hat, sicher sehr hübsch anzusehen, für jemanden der den Niesen und das Stockhorn vor der Haustüre hatte, ist es na ja; ein nettes Berglein".


Wir hatten bei unserer Ankunft perfektes Wetter und dadurch einen super Blick auf den Fitz Roy der sich sonst meistens in den Wolken versteckt. Wir hörten von Fotografen, welche drei Wochen vor dem Berg zelteten um diesen Anblick zu haben. Noch bevor man im Terminal aussteigen kann, muss man bei den Parkwächtern einen kleinen Vortrag besuchen, wo man alle Wanderungen erklärt bekommt und auch was man tun muss, wenn man einem Puma begegnet *schluck*.

 

Wir haben das schöne Wetter genutzt und sind am Nachmittag noch zu den beiden Aussichtspunkten gelaufen – eine sehr windige Angelegenheit aber mit einer super Aussicht auf die Berge. Danach kamen leider zwei sehr durchzogene und meist regnerische, kalte Tage, welche nicht gerade zum Wandern einluden und somit unsere geplanten Wanderungen wortwörtlich ins Wasser fielen.

 

Der erste der beiden Tage sollte gemäss Wettervorhersage ganz schlecht sein, daher suchten wir uns von Anfang an ein Kaffee mit Internet. Naja nach drei Kaffees gaben wir die Hoffnung auf irgendwo noch ein akzeptables Wifi zu finden und das Wetter klarte zu unserem Unmut auch noch auf – es bliebt jedoch bei einem Mix aus Sonne und Regen und extrem starken Wind.

Am nächste Tag sollte es besser sein, daher standen wir nach einer windigen Nacht früh auf. Der Sonnenaufgang war vielversprechend und wir gingen um 07:30 ohne Frühstück aus dem Haus - die Gastgeber liessen sich mit dem Frühstück jeweils viel Zeit - aber als wir das Haus verliessen, fing es gerade an zu regnen. Also gingen wir zurück und frühstückten. Zweiter Anlauf um 09:00 wir kamen ca. 200 Meter weiter als es schon wieder anfing zu regnen, also sind wir zum nächsten Restaurant gelaufen und haben uns dort noch ein zweites Frühstück bestellt. Als kurz nach 11:00 einzelne Sonnenstrahlen bis zu uns nach unten drangen, liefen wir los Richtung Sendero Fitz Roy. Es dauerte keine 5 Minuten und es fing wieder an zu regnen. Also beschlossen wir statt der 8 stündigen Rundwanderung (ein Teil des Sendero Fitz Roy, Sendero Madre y Hija und einen Teil des Sendero Torres) nur bis zur Lagune Capri hochzulaufen. Der Weg ging stetig bergauf und führte uns an den Aussichtspunkt Fitz Roy (leider in Wolken gehüllt) und an die Lagune Capri. Da das Wetter beim Aussichtspunkt in Richtung El Chalten wieder gut aussah beschlossen wir doch den Rundweg zu machen. An der Lagune angekommen (10 Minuten später), regnete es aber schon wieder in Strömen und es wurde bitter kalt. Trotzig assen wir unsere Sandwiches am Ufer der Lagune, halbtrocken unter einem Bäumchen sitzend, während ein Fuchs schnuppernd um uns herumschlich, um dann sogleich wieder den Abstieg ins Dorf zu bestreiten. Unten angekommen (ca. 15:00) – wie könnte es auch anders sein – heiter Sonnenschein und das bis am Abend!

 

Unsere Unterkunft war ein Zimmer in einem für uns halbfertigen, kleinen, lustigen Haus (Bild Nummer 10), welches auf eine Wäscherei gebaut wurde (sehr praktisch). Halbfertig, da es bei Wind durchs ganze Haus pfiff und die Wände und der Boden wackelten. Wir hätten uns auch auf einem Schiff befinden können - aber nach unserer Nachfrage muss das Haus so wackeln und ist bewusst so gebaut, da es sonst zusammenfallen würde....

 

Es stürmte teilweise so heftig (150km/h sind hier generell nicht unüblich), das wir nachts ohne Ohrenstöpsel kein Auge zugemacht hätten. Die Gastgeber, ein junges Paar, welches die Wäscherei führt und hinter dem Haus im Garten in einem Campingwagen schläft, waren sehr freundlich und bemühten sich auch ein Frühstück zu servieren, jedoch nicht zu einer Zeit, welche für Wanderer sinnvoll ist - aber das macht ja nichts - wer geht in einem Wandermekka schon früh morgens los um zu wandern. 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Mummy (Donnerstag, 15 März 2018 15:48)

    Jaaaaa geit ja, alles paradiso :-))