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Über Argentinien

Zahlen & Daten

In genau 52 Tagen sind wir einmal längs durch Argentinien gereist.
Wir haben in dieser Zeit ein paar Zahlen zusammengefasst, welche wir euch nicht vorenthalten möchten.

Wir haben an 16 Orten gelebt, in 16 verschiedenen Unterkünften. Davon 1x in getrennten Betten – dies aber nur weil wir keine Unterkunft mit Doppelbett mehr fanden.

Mit drei unterschiedlichen Transportmitteln (Bus, Zug, Flugzeug) und zu Fuss haben wir insgesamt 10'918 Kilometer zurückgelegt.
Für diese Kilometer benötigten wir gesamthaft 152 Stunden.

Der Höchste Punkt unserer Reise war der Pass zu den Salinas Grandes mit 4170 Meter über Meer. Der tiefste Punkt war die Stadt Ushuaia mit 6 Metern über Meer. 

 

Um alle Erlebnisse langfristig festzuhalten, haben wir in dieser Zeit 6343 Fotos geschossen – resp. geschossen haben wir mehr aber minus die gelöschten Fotos haben wir immer noch 6343 – Joli ist ein Fotojunkie wie wir ja wissen. 

Das Budget wurde ziemlich gleichmässig (über)belastet.


Mit 28% waren die Ausgaben für die Transporte am höchsten. Dies beinhaltet 7x Busfahrt, 2x Jeepfahrt, 3 gemietete Autos und 5 Flüge. Einzelne, kurze Bus- und Taxifahrten sind hier nicht detailliert aufgeführt.


26% wurden für Unterkünfte ausgegeben. Darunter 2x Hotel, 1x Lodge, 1x Chalet, 2x Studiowohnungen und 10 Airbnb Zimmer.

Weitere 24% gingen für die Verpflegung drauf. Das heisst Konkret für 103 Restaurantbesuche, wobei auch nur eine Runde Kaffee als solcher gilt. Weiter sind 38 Einkäufe in Supermärkten darunter, sowie 6x Streetfood Verpflegungen.

 

18% sind Ausgaben für Sightseeing. Das sind geführte Touren mit einem Schiff (3x) oder im Bus (1x) und das Gletschertrekking. Darunter fallen des Weiteren auch die Eintritte in die Nationalparks (5x) oder Museen (1x) und sonstige Sehenswürdigkeiten. 

 

4% betrugen die Ausgaben für Diverses. Das betrifft den Kauf von Kleidern, Medikamenten, Sonnencreme, Linsenwasser ect.

 

Wir haben unser monatliches Budget in Argentinien um sage und schreibe 30% überschritten und das obwohl wir die ersten 3 Wochen (Transport) und 3 Wochen (Unterkunft) schon im Voraus gebucht und somit nicht ins Budget miteingerechnet hatten!!!

Kurioses

Praktisch alle männlichen Touristen und Einheimischen laufen in Trainerhosen rum, wobei die Frauen fast ausschliesslich in Leggins rumlaufen.

Du siehst hier praktisch keinen Einheimischen Zigaretten rauchen, sehr selten mal einen Touristen.

In jeder Stadt in Argentinien gibt es eine Hauptstrasse, welche quer durch die Stadt führt. Diese trägt immer den Namen San Martin, in Anlehnung an José de San Martin, ein südamerikanischer Freiheitskämpfer, von welchem es auch unzählige Statuen im ganzem Land gibt.

Viele Bankautomaten sind an den Wochenenden oder nach den Lohnzahlungen leer, was es teilweise schwierig macht zu Bargeld zu kommen.

 

Es gibt hier ein genau eine Münze (1 Peso = ca. 5  Rappen), sonst werden nur Noten benutzt. Da man 1 Peso Münzen oder 2 Peso Noten nicht so häufig findet wird entweder grosszügig abgerundet (oder auch mal aufgerundet), oder man erhält Ware im Gegenwert z.B Kaugummis am Kiosk.

 

In jedem Restaurant gibt es immer Brot mit Dipsauce – manchmal auch wenn man gar nichts zu essen bestellt. Und die Menge an Brot ist teilweise so übertrieben, dass man eigentlich gar nichts weiteres mehr bestellen müsste um satt zu  werden.

Auch die Portionen sind hier extrem gross. I.d.R. hätte eine Hauptspeise für beide gereicht – leider gingen wir immer mit so viel Hunger Essen, dass wir dies beim Bestellen immer vergassen und teilweise zu zwei Hauptspeisen auch noch eine Vorspeise bestellten.

 

Essen, was man bei uns vergebens auf der Speisekarte sucht, mussten wir natürlich auch probieren. Dazu gehörte Lama und Guanaco Fleisch (als Eintopf oder Schnitzel zu haben und sehr lecker) oder auch eine Parilla – Tischgrill mit allem möglichen inkl. Darm, Nieren und Blutwurst – yummy!

 

Irgendwie ist hier alles überdimensional und leicht übertrieben – von riesigen Kreiseln, welche so gross sind, dass man sie gar nicht als Kreisel erkennt – ich sage geradeaus (Blick auf das Navi) und meine damit die zweite Kreiselausfahrt und Beni fährt gerade aus, weil er den Kreisel gar nicht als solchen erkennen kann und nimmt die erste Ausfahrt, die optisch ganz klar als geradeaus angesehen werden kann. Weiter zu übergrossen Karotten (die auf dem Bild war die kleinste die ich fand), gigantischen Pommes und einem «normalen» Bier = 1 Liter Flasche. Man stopfe das Ganze dann aber bitte in einen Mini-Einkaufswagen!

Auch bei den Desserts geben sie Vollgas! Zucker alleine reicht nicht, nein man muss ein Brownie zum Beispiel noch mit einem 5cm dicken Merengue Topping versehen oder mindestens ein paar Kleckse Dulce de Leche (Caramel) drauf klatschen oder einbacken oder noch besser beides plus ein paar Schokostückchen obendrauf stecken- Zuckerschock garantiert.

 

Es gibt zwar Geschwindigkeitsbegrenzungen, die werden aber grundsätzlich ignoriert. Es gibt sogar Schilder für Minimum Geschwindigkeiten – als wäre das nötig. Die meisten schauen wohl das Schild für die Maximal Geschwindigkeit als Minimum Schild an – anders ist diese Raserei nicht zu erklären.
 

Das Faszinierendste an Argentinien ist aber die wahnsinnige Vielfalt, welche das Land zu bieten hat. Regenwald, Wüste, Eisberge, Gletscher, Wälder, Wasserfälle, riesige Seen, Pampa, die Tierwelt, Wein, Fleisch, Schokolade, die Menschen und und und... sehr empfehlenswert.

 

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Kommentare: 2
  • #1

    feller renate (Donnerstag, 03 Mai 2018 17:55)

    Ja,das budget!!! Da würde ich mir mal nicht zuviel sorgen machen,notfalls könnt ihr ja beim essen was abspecken! Oder ihr legt eine woche aushilfsarbeit ein�irgendwas findet sich immer,aber meist erst ,wenns wirklich um die wurst geht. Ihr schafft das.�grüessli ma

  • #2

    Benjoli (Donnerstag, 03 Mai 2018 21:14)

    Das mit dem budgetieren ist überall das gleiche...Budget's sind grundsätzlich da um überzogen zu werden ;-) und falls das Geld nicht reicht, plündern wir unsere Pensionskassen Konten..."lach"