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Coroico

Dieser kurze Abstecher soll eigentlich der Erholung dienen, stellt sich aber als Reinfall heraus. Landschaftlich ist es hier zwar sehr schön, unser Hostel welches wir gebucht haben entspricht aber nicht den Versprechen auf der Buchungsplattform. Wie immer ist das Wifi ein wichtiger Punkt, wenn wir an einem Ort länger bleiben wollen (Homepage, Planung und im Moment Eishockey WM). Gemäss Booking hat dieses Hostel aber Internet – also kein Problem...

 

Dort angekommen stellt sich heraus, dass es ein etwas ungepflegtes (chaotisch und mit wenig Aufwand könnte man sehr viel draus machen) Hostel ist. Etliche ungleichmässige Treppenstufen führen in einem halsbrecherischen Abstieg nach unten zu unserem Zimmer, welches dafür über einen Balkon und einen wunderschönen Blick auf die umliegenden Berge verfügt.

 

Wie immer fragen wir nach dem Wifi Passwort: «Ja, das kann ich euch geben, gerade beginnt die Wifizeit.» - «Äh, was?».

Es stellt sich heraus, dass es fixe Internetzeiten gibt. Lediglich 2 Stunden am Morgen (zwischen 9 und 11, wenn die meisten sich schon auf einem Ausflug oder einer Wanderung befinden) und 2.5 Stunden abends zwischen 16:30 und 19:00 (wenn die meisten noch unterwegs oder beim Abendessen sind…). Clever!

 

Bereits kurz nach der Ankunft reduzieren wir unsere Buchung von 5 auf 2 Nächte um uns nach einer anderen Bleibe umzuschauen. Natürlich ist Erholung auch ohne Internet möglich resp. sogar besser aber wir haben so keine Möglichkeit unsere weitere Reise zu planen, was jeweils sehr zeitintensiv ist. Dazu kommt, dass das Internet so schlecht ist, dass es eigentlich nie funktioniert auch nicht zu den Wifizeiten. Einmal hat die nette französische Dame auch noch bis 18:30 vergessen das Wifi einzuschalten und hat es erst eingestellt, als sie mitbekommt, dass wir und andere Gäste zu ihrem Haus hochlaufen und uns lautstark darüber unterhalten, dass es wiedermal nicht läuft. Wer jetzt denkt, dass es dafür bis 21:00 eingeschaltet bleibt täuscht sich schwer in der Grosszügigkeit der Gastgeber. Um Punkt 19:00 wird das Wifi wieder ausgeschaltet! Spätestens hier sind wir überzeugt, dass es die richtige Entscheidung war auf zwei Nächte zu reduzieren.

 

Das Wetter meint es auch nicht sonderlich gut, es ist zwar heiss aber schwankt stündlich zwischen, schön, bewölkt und regnerisch und Beni ist schon nach dem ersten Nachmittag übersäht mit Stichen, wie es nicht mal annähernd im tiefsten Dschungel der Fall war. Joli hat erst am zweiten Tag das Vergnügen zur Hauptspeise der kleinen, aggressiven Fliegen zu werden.

 

Eigentlich haben wir bereits eine neue Bleibe gefunden, entscheiden uns aber am frühen Morgen dann spontan für die Rückkehr nach La Paz in unser vorheriges Hostel, um unseren Reiseverlauf weiter zu planen und den touristenfressenden Fliegen zu entfliehen.

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Kommentare: 2
  • #1

    Regula (Donnerstag, 30 August 2018 23:40)

    Sälü zäme
    Mir si iz grad 5 Wuche in Lappland gsi u hei Total zäme öppe 5 Muggestiche gha. Das Bei gseht ja schrecklech us! Hoffentlech isch iz aues wider guet. So chame ja nid schlafe. I würd äs Muggenetz choufe. U wes ke Platz me het im Rucksack, würdi ä Turban drus mache.
    LG Regula

  • #2

    Benjoli (Freitag, 31 August 2018 03:16)

    Sälüüü :)
    Oh schön Lappland! Jaa mir hei sogar es Mugenetz, zProblem isch di heinis bim zMittag esse verstoche, innert ere Stung u es si nimau Mugge gsi sondern winzigi Flöigeli... Ganz fiesi Viecher!