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Über Bolivien

Zahlen

Unser Budget in Bolivien stellt sich wie folgt zusammen:

 

Unterkünfte 24%

Verpflegung 23%

Diverses 23% (hier so hoch aufgrund der Schule)

Transport 15%

Sightseeing 15%

 

Insgesamt haben wir auch hier das Budget überschritten, wenn auch nur um 14%. Das Problem hier war, dass es so günstig war, dass wir anstatt zu sparen, uns die Dinge gegönnt haben, die wir uns sonst nicht leisten könnten oder würden.

     

Aufgrund der sehr niedrigen Preise haben wir nie selbst gekocht und gönnten uns 73 Restaurantbesuche. Ein Teller mit einer grossen Portion Rindsmedaillon, Pommes und Gemüse zum Beispiel kostet hier CHF 10.00 und ist auch noch sehr lecker.

Auf Märkten und Strassenständen verpflegten wir uns 14x. Ein üppiges Mittagessen auf dem Markt, ein Teller mit Reis, Hühnchen und Gemüse, gibt es schon für umgerechnet 1.40 CHF.

19x mal kauften wir uns Snacks oder Wasser in den kleinen Läden.

Wir übernachteten 7x in Airbnb Unterkünften und 7x schliefen wir in Hostels - immer im Doppelzimmer, dafür manchmal mit geteiltem Badezimmer. 4x mal gönnten wir uns ein Hotel, in Sucre gar ein 4 Sterne Hotel aufgrund der tiefen Preise.
 

 

Wir waren auf 8 geführten Touren (teilweise auch  Privattouren). Darunter zum Beispiel die Death Road, das Cholitas Wrestling, die Städtetour in La Paz und der Ausflug zu den Dinosaurierspuren.

Wir bezahlten an 13 Orten Eintritte. Unter anderem für die vielen Gondelbahn Fahrten, den Zoo, Museen, den Wasserpark und Nationalparks.

32 Einträge verzeichnen wir in der Kategorie Diverses. Das sind Ausgaben für: Spanisch Unterricht, bolivianische SIM Karte, Wäsche waschen, Hygieneartikel, usw.

 

Daten

Wir verbrachten 42 Tage in Bolivien, dabei hatten wir lediglich einen Regentag.

 

In dieser Zeit haben wir (bereits aussortiert) rund 5'026 Fotos geschossen.

 

In 42 Tagen sind wir während 17 Stunden, insgesamt 35.5 Kilometer gewandert.

 

Mit dem Mountain Bike haben wir die Death Road bezwungen und sind dabei in 5 Stunden 54 Kilometer und rund 3000 Höhenmeter (runter)gefahren.

 

Ein Schrotthaufen von einem 4x4 Jeep brachte uns in 16 Stunden über 832 Kilometer weit von Chile nach Bolivien.

 

Auf einem schwimmenden Hotel legten wir in 4 Tagen etwa 40 Kilometer auf dem rechten Quellfluss des grössten Nebenarms des Amazonas (Río Madeira) zurück.

 

Mit dem Bus fuhren wir rund 641 Kilometer weit und das während 3 x 3 und 3 x 4 Stunden Fahrzeit. Längere Fahrten wollten wir uns aufgrund der Erfahrungen von Joli’s letzter Reise in Bolivien nicht zumuten.

 

3 Flugzeuge brachten uns in 2.4 Stunden 1032 Kilometer quer durchs Land. Das kleine Taxiflugzeug für 6 Personen haben wir leider ausgelassen aber zu diesem «Vergnügen» kommen wir sicher in Asien auch noch.

 

Den höchsten Punkt mit 4950 M.ü.M. erreichten wir bei der 4x4 Jeep Tour von Chile nach Bolivien in der Nähe der Geysire Sol de Mañana.

  

Wir hatten insgesamt 14 verschiedene, teilweise fantastische und spezielle Unterkünfte in Bolivien. 

 

Kurioses

In Uyuni wird der Abfall mitten auf der Strasse gesammelt. Da die Strassen keine Bodenmarkierungen haben, wird so an Kreuzungen mit dem Abfall ein Kreisel gebildet. Dank der vielen Strassenhunde bleibt dieser aber nie lange intakt und die Stadt präsentiert sich sehr schmutzig.

 

An den meisten Busterminals in Bolivien stehen Frauen und Männer auf der Strasse und verkaufen Tickets. Dabei schreien sie in voller Lautstärke die nächsten Busverbindungen und Abfahrtszeiten ihrer Busse raus. Man tut gut daran nicht zu nahe an diesen Frauen vorbeizugehen, sonst drohen einem Ohren- und Kopfschmerzen. Das abwechselnde aber regelmässige Geschrei in verschiedenen Tonlagen bildet eine Art Singsang, der sich wie ein Ohrwurm in deinem Kopf einnistet und dich noch während Stunden verfolgt. 

 

Auf längeren Busfahrten (ab zwei Stunden) hält der Bus oft in kleinen Dörfern, wo die einheimischen Frauen in den Bus steigen um ihre selbstgemachten Salteñas (Empanadas) und Reisgerichte mit Hühnchen zu verkaufen.

 

Auch in Bolivien ist mit den Taxifahrern Vorsicht geboten, hier bescheissen diese anscheinend nicht nur die Touristen, sondern gemäss Aussagen vor Ort auch die Einheimischen wo es nur geht.

 

Es gibt selten Preisanschriften, die Preise werden hier grundsätzlich angefragt und dann verhandelt.

 

Der Mercado de los Mineros in Potosí ist der einzige Ort weltweit wo sich jedermann ganz legal richtiges Dynamit kaufen kann.

 

Falschparker werden in Sucre schonungslos an den Pranger gestellt. Wir sahen wie zwei Polizisten in Sucre einem Falschparker einen grosser Kleber quer über die Windschutzscheibe geklebt haben. Auf dem Kleber stand: «Ich bin ein ignoranter Falschparker und habe keine Erziehung.» Nett oder? Die Busse gab’s dann noch oben drauf. Dabei muss man erwähnen, dass wir auch nach intensivem Studium nicht herausgefunden haben, wann man wo parkieren darf und wann und wo nicht. 

 

Es gibt nur sehr wenige Supermärkte. Alles was man zum Leben braucht, wird hier entweder frisch auf dem Markt, in einem der unzähligen Tante Emma Läden oder direkt auf der Strasse gekauft.

 

Eines der Nationalgerichte heisst Pique Macho. Wer die Jalapeños oben auf dem Gericht alle aufisst gilt als richtiger Macho. Bei diesen wie auch anderen Gerichten (zum Beispiel Suppen) werden die leckeren knusprigen Pommes Frites in Sauce gepanscht.

 

Anstelle eines Schutzhelms auf dem Kopf, montieren in Trinidad die Fahrer an ihren Motorrädern (welche hier auch als Taxi dienen) Sonnenschirme am Lenker.

 

Anstelle einer funktionierenden Lampe am Motorrad, wird aufgrund fehlender Strassenbeleuchtung als Lösung schon mal eine Taschenlampe in den Mund gesteckt um zu erkennen wohin man fährt, so zum Beispiel in Samaipata.

 

Die Müllabfuhr in La Paz fährt mit der typisch amerikanischen Eiswagen Musik durch die Quartiere, jedes bolivianische Kind kennt die Melodie und Leute rennen in letzter Sekunde mit dem Müll aus dem Haus. 

 

In den Städten La Paz und Potosí fahren noch heute Busse aus den 50er & 60er Jahren durch die Strassen. Die Karosserie der Autos rostet aufgrund des geringen Sauerstoffgehalts in dieser Höhe nur sehr gering. Aber auch die Leistung der Autos ist dadurch um bis zu 40% geringer. 

 

Das Cholitas Wrestling und die Gondeln quer durch die Stadt gehören sicher auch zu den kuriosesten Dingen, welche wir hier gesehen haben.

 

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