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San Pablo del Lago

Wir dürfen zusammen mit Betty, Cristina und den beiden Jungs nach San Pablo del Lago, in der Nähe von Otavalo, reisen. Die Eltern von Cristina haben hier ein grosses und wunderschönes Gutshaus, in welchem wir übernachten dürfen. Es ist genial! Durch ein grosses Tor fahren wir mit dem Auto auf das Anwesen. Auf einer Anhöhe gelegen sind hier drei Häuser vorhanden. Das riesige Haupthaus aus Holz und Steinwänden hat mehrere Zimmer, Bäder, eine grosse Küche und Kamin. Wir dürfen in das etwas höher gelegene kleinere Haus ziehen und auch dieses ist vollausgestattet und luxuriös. Die Eltern sind nicht zu Hause und da nicht Wochenende ist, ist auch sonst niemand von der Familie zu Besuch. Wir haben das ganze Anwesen für uns. Das dritte Haus sieht aus wie ein Restaurant, ist aber keines. Da sie eine grosse Familie und Verwandtschaft haben die auch gerne zu Besuch kommt, braucht es halt auch Platz und dort können alle gemeinsam Essen und zusammen sitzen. Abends spielen Betty und Beni mit Joaquin und Tomás noch etwas Fussball im Garten, um danach hungrig die selbstgemachten Pizzas zu verspeisen.

 

Quad Tour

Heute wollen wir gemeinsam einen der grössten Textilmärkte Südamerikas besuchen. Leider hat es Beni wiedermal voll erwischt und er liegt den ganzen Tag im Bett resp. sitz auf dem Klo und Imodium leistet ihm Gesellschaft. Wir verschieben den Marktbesuch auf Morgen und hoffen auf eine schnelle Genesung. Alle nicht infizierten, machen sich kurz nach dem Frühstück auf um die Umgebung zu erkunden.

Dafür schnappen wir uns die Quads, welche zur Verfügung stehen. Betty Cristina und Tomás auf einem Quad und ich, Lydia (das Hausmädchen) und Joaquin auf dem anderen. Wir fahren den staubigen Landweg entlang und gelangen in ein schönes grünes Tal, dass von einem kleinen Fluss durchzogen wird. Ein wunderschöner und ruhiger Ort. Nach einer Weile machen wir uns wieder auf den Weg, wir wollen noch einen Aussichtspunkt besuchen oder an den See fahren und fragen in der Zwischenzeit auch mal nach wie es um Beni steht. Leider noch nicht viel besser, deshalb fahren wir direkt an den See um vielleicht später noch mit Beni zu Aussichtspunkt in der Nähe zu fahren.

 

Gemeinsam können wir Betty überzeugen, sich nun selbst ans «Steuer» zu setzten. Zur Sicherheit fahren die beiden Jungs mit Lydia bei Cristina mit und ich setzte mich hinter Betty. Aber Betty fährt super und wir cruisen gemütlich Richtung See. Einzig bei einem rückwärts Manöver kommt der Abgrund plötzlich ziemlich nahe aber wir wären höchstens in einem Flussbett gelandet und etwas Abenteuer schadet ja auch nicht. Einmal bleiben wir in einem grösseren Graben stecken, den wir nicht gesehen haben und ich schiebe den Quad raus, während Betty Vollgas gibt. Mit Teamwork klappt das hervorragend. Die ganze Fahrt ist ziemlich staubig und keiner von uns hat an Wasser oder einen Snack gedacht. Ausser Tomás der in seinem Rucksack noch ein paar Kittles dabei hat, welche er grosszügig verteilt. Auf dem Rückweg schaffen wir sogar den Graben ohne stecken zu bleiben. Vorhin waren wir zu langsam, also brettern wir dieses mal einfach Vollgas darauf los – und es klappt. Zum Glück, wären wir mit den Vorderrädern stecken geblieben hätte es uns wohl vom Quad geschleudert.

 

Extrem staubig kommen wir wieder beim Gutshaus an. Beni ist immer noch nicht wirklich fit, also müssen Betty und ich die Wasserschlacht im Jacuzzi gegen die beiden Jungs selber schlagen. Wir kämpfen mit allen Mitteln und da wir uns mit so viel kalten Wasser aus dem kalten Becken übergiessen und anspritzen, ist das Wasser im Jacuzzi auch bald nicht mehr so schön warm. Spass machts trotzdem, aber nach dem Eindunkeln ist Feierabend und ich bringe Beni noch seinen Tee und seine Suppe hoch, bevor wir schlafen gehen.

 

Otavalo

Am nächsten Morgen geht es Beni zum Glück wieder besser und wir machen uns auf den Weg nach Otavalo. Der Textilmarkt hier gehört am Wochenende zu einem der grössten in Südamerika. Der Hauptmarkt befindet sich auf der Plaza, wobei auch rund herum zahlreiche Strassen mit Marktständen gesäumt sind. Da heute Freitag ist, beschränkt sich der Markt aber auf die Plaza. Aber auch hier gibt es mehr als genug zu sehen, es gibt Kleider und Souvenirs in Hülle und Fülle und in allen Farben und Formen. Obwohl uns das Shoppingfieber nicht so richtig packt, kaufen wir uns zwei Pullover und einen kleinen Rucksack, da auch Beni’s kleiner Beutel mittlerweile dem Trockner zum Opfer gefallen ist. Das Feilschen will auch hier gelernt sein, wenn man es richtig anstellt purzeln die Preise wie von selbst. Nach etwas weniger als zwei Stunden verlassen wir das bunte Treiben wieder und machen uns dann am frühen Nachmittag auf den Rückweg nach Quito, denn Morgen geht es auf nach Panama. Cristina, vielen Dank für die tolle Zeit und die Gastfreundschaft.

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Kommentare: 2
  • #1

    Placido Jose Meseguer Rodroguez (Montag, 03 September 2018)

    Voll geil eure zeit in Ecuador
    Freue mich auf berichte von Panama ...Costa rica...Mexico.....viel spass weiterhin
    Grues Jösu

  • #2

    Benjoli (Montag, 03 September 2018 15:02)

    Sälü José
    Nur nicht juflen...die Zeit läuft hier etwas laaaaaaaaangsamer ;)
    Ecuador war richtig cool...Zentralamerika konnte da nicht immer mithalten.
    Grüessli Benjoli