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Isla Mujeres

Vor Cancún liegt die Isla Mujeres, die Insel der Frauen (Wieso? Keine Ahnung!). Vom Hafen Puerto Juárez nehmen wir die Fähre zur Insel. Die Überfahrt dauert etwa 20 Minuten.


Wir haben gelesen, dass auf der Insel Golf Carts gemietet werden können und den Spass wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Zuerst laufen wir aber einmal durch das Dorf und suchen den berühmtem Nordstrand auf. Ja, okey, ist ganz hübsch und das Wasser ist der Wahnsinn! Aber am besten gefällt uns das Schild im Wasser worauf steht: «Vorsicht Stromleitungen». Na so macht baden doch Spass, immer ein bisschen Nervenkitzel mit dabei.

 

Aber nun zu den Golf Carts. Als wir den ersten Anbieter nach den Preisen und Bedingungen Fragen, kommt der Schock: wir Deppen haben keine Führerausweise mitgenommen – unglaublich! Naja irgendwie haben wir wohl gedacht für so ein Spielzeugwägeli brauche man das nicht… Zum Glück ist es in Mexiko auch ein wenig wie in Griechenland oder so, wir finden den einen oder anderen Anbieter dem unsere ID genügt und los geht's nach einigen Preisvergleichen.

 

Mit dem gemieteten Golf Cart düsen wir einmal quer über die Insel und zurück. Es ist brutal heiss, der Fahrtwind ist herrlich auch wenn das Ding nur 30 fährt. Wir fahren zuerst eine kleine Halbinsel runter in der Hoffnung Strand zu sehen, aber auch hier ist alles verbaut und privatisiert. Somit sehen wir nicht ein Sandkorn. Auf die Schildkrötenfarm haben wir keine Lust und das Delfinarium verleitet Joli nur wieder zu einer unüberlegten Delfin-Rettungs-Aktion. Also gehen wir zurück.

 

Auf dem Rückweg schafft es Beni tatsächlich mit nicht einmal 30 km/h vier kurze «Schwarze» hinzulegen, also eine hübsche Bremsspur zu hinterlassen, als er für einen Leguan voll auf die Bremse tritt. Das Tierchen hat dann auch noch die Frechheit völlig entsetzt und vorwurfsvoll zu uns rüber zu schauen statt dankbar zu nicken – wer läuft den ohne nach links und rechts zu schauen einfach über die Strasse?!

 

Nach knapp einer Stunde seit Mietbeginn, erreichen wir das südliche Ende der Insel. Etwas erhöht und gemütlich unter einem Sonnenschirm sitzend, geniessen wir den herrlichen Blick auf das türkisblaue Wasser und trinken ein lecker Bierchen und eine Limonade. Die Ruine schauen wir uns ebenfalls von hier oben an und sparen so den Eintrittspreis und den Spaziergang in der grellen Sonne. Die Hitze ist so erdrückend und wir sehnen uns trotz der schönen Aussicht nach dem Fahrtwind und wollen ins Wasser, also düsen wir weiter.

 

Da wir keine teure Schnorcheltour buchen wollen und auch keine Lust auf einen der vielen Xcaret Parks haben, die ein Schweinegeld kosten, zahlen wir den Eintritt direkt neben dem Park in einer kleinen Anlage. Dafür bekommen (respektive ergattern) wir zwei Liegestühle direkt am Wasser und im Schatten und ein Schliessfach für unser Hab und Gut. Hier können wir am selben Riff schnorcheln wie die Leute im Xcaret Park und uns im Restaurant verpflegen – was will man mehr. Zwei eigene Schwimmbrillen haben wir uns gestern im Walmart für 10.- besorgt und etwas die Luft anhalten können wir ja auch – somit ist auch die Miete für die Schnorchel Ausrüstung gespart. Der Eintritt ist billig und zu sehen gibt es unter Wasser auch so einiges. Während einer guten Stunde schwimmen wir mit unzähligen Fischen in allen möglichen Farben im Wasser umher. Die Fische sind sehr neugierig und schwimmen uns beinahe ins Gesicht und es gelingen uns hier ein paar tolle Fotos. Übrigens möchten wir auf zwei Fotos speziell hinweisen; während Beni wie ein kleiner Wassermanngott (seine Worte), die Fische vor sich hintreibt, beweist Joli einmal mehr, dass Fett wirklich oben schwimmt (ihre Worte) denn sie bringt ihren Hintern einfach nicht unter Wasser.

 

Wir drehen nochmals eine ganze Runde um die Insel (so gross ist sie ja echt nicht) und auf dem Rückweg machen wir dann noch ein paar lustige Videos mit der Fernsteuerfunktion unserer Kamera, dem Golf Cart und den neugierigen Blicken der Bauarbeiter vis-à-vis.

 

Wir bringen unser super spassiges Gefährt zurück und machen uns auf den Weg zum Hafen um wieder ans Festland zu gelangen. Beim Anstehen in der riesigen Schlange dann der nächste Schock. Wir haben völlig vergessen, dass wir eigentlich unbedingt das berühmte Unterwasser Museum besuchen wollten! Wir Deppen. Das war doch der Hauptgrund wieso wir auf die Insel und Schnorcheln wollten. Na dann halt nicht, gemäss Google liegen die meisten Skulpturen sowieso zwischen 4 bis 9 Metern tief und somit wäre Tauchen wohl die bessere Option als Schnorcheln – das reden wir uns auf jedenfalls zur Beruhigung so ein.

 

Isla Mujeres ist auf jeden Fall einen Besuch wert und sicher die schönere Option als der Strand in Cancún – jedenfalls in der Algenhochsaison.

 

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