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Valladolid I

Wir ziehen weiter ins Landesinnere in die Kleinstadt Valladolid. Von hier aus planen wir den Besuch von Maya Ruinen und Cenoten. Eine Cenote ist ein Kalksteinloch, dass durch den Einsturz einer Höhlendecke entstanden ist und sich mit Süsswasser gefüllt hat.

 

Valladolid ist eine kleine, schöne, farbige Stadt. Wir schlendern etwas durch die Strassen und kehren in ein Café ein, da wir Durst haben. Gerade als wir bezahlt haben um noch den Rest zu erkunden und ein Restaurant fürs Abendessen zu suchen, fängt es wie aus dem nichts an zu giessen wie aus Eimern. Dicht gefolgt von Blitz und Donner. Somit ziehen wir das Abendessen vor, essen hier und gehen danach wohl direkt ins Zimmer – das heisst sobald es nicht mehr regnet.

 

Hier noch eine kleine Anekdote, an der man sieht, dass wir uns auch nach 8 Monaten 24/7 noch lieben und sehr gut verstehen: Abends im Zimmer – Beni: «Hey Captain Dickarsch! Schalt die Klimaanlage ein und komm endlich ins Bett.» Verständlich, dass Joli ihn seither liebevoll «Körnel (Colonell) Speckschwarte» nennt oder?

 

 

Chichén Itzá

Heute geht es zu einem der 7 neuen Weltwunder, den Chichén Itzá Ruinen. Da der erste Bus für uns zu spät losfährt, leisten wir uns ein Taxi, um frühmorgens pünktlich um 8 Uhr die ersten am Eingang zu sein. Jesus, unser Fahrer macht uns einen fairen Preis und sichert sich somit auch gleich den Auftrag für Morgen.

 

Er holt uns pünktlich um 07:00 ab und tatsächlich gelingt unser Vorhaben perfekt. Wir sind die ersten am Kassen Häuschen, halten das Eintrittsgeld in Bar bereit und laufen nach dem Bezahlen im Stechschritt in Richtung der imposanten Pyramide. Bevor wir das Bauwerk überhaupt richtig wahrnehmen können, schiessen wir unzählige Fotos aus allen Perspektiven, denn ausser uns ist noch keine Menschenseele hier und das müssen wir ausnützen. Erst nach ein paar Minuten sind wir dann nicht mehr alleine und geniessen nun in Ruhe den Anblick der Ruinen.

 

Sie sind sehr beeindruckend und auch wenn wir uns keinen Guide leisten wollen sind es Ruinen, die schon alleine optisch zu überzeugen vermögen. Das nötige Wissen holen wir uns dann bei unserem nächsten Stopp in der Stadt Mérida im Maya Museum und kombinieren dieses mit dem hier gesehenen – so zumindest unser kluger Plan.

 

In der Folge sehen wir uns während Total drei Stunden die restlichen nicht weniger spektakulären Ruinen an, darunter auch ein Stadion, in welchem irgendein Sport gespielt wurde. Joli meint gelesen zu haben, dass es sich um ein Ballspiel handelt, dass man aus der Hüfte raus spielt und den Ball durch einen Ring an der Wand kriegen muss. Der Ring hängt echt hoch… Und mit der Hüfte? Waren die Mayas Riesen? Wir können uns diese Sportart nur schwer vorstellen sind aber wie üblich zu faul genauer zu recherchieren. Joli hat das aber jetzt noch nachgeholt und hat hier einen spannenden Link dazu gefunden:

 

https://www.geo.de/geolino/wissen/9752-rtkl-geschichte-der-maya-ballspiele-bei-den-maya-kampf-um-leben-und-tod

 

Um ca. 09:00 strömen dann die Menschenmassen langsam aufs Gelände. Und etwas später treffen auch die ersten geführten Touren ein, jetzt ist der Bär los hier. Zum Glück sind wir durch und können diesen Trubel verlassen, denn mittlerweile haben auch die Souvenirverkäufer alle ihre Stände aufgebaut und gehen einem gewaltig auf die Nerven. Aktuell hat es aus unserer Sicht fast gleich viele Verkäufer wie Besucher – krass! Wir suchen unseren Taxi Chauffeur, welcher auf uns gewartet hat und steuern auf dem Rückweg die Hacienda San Lorenzo an.

Cenote Oxman

Die Hacienda San Lorenzo ist ein Anwesen mit Pool Anlage, welches ebenfalls eine schöne Cenote auf dem Gelände hat. Da wir kein Frühstück hatten wählen wir das All Inklusiv Paket mit Zugang zu Cenote, Pool, Bar und Essen für 8 Franken pro Person. Also für die 8.- Eintrittsgeld können wir nach dem Baden, dann einfach an der Bar Essen und Trinken konsumieren.

 

Bei unserer Ankunft ist praktisch niemand hier. Wir ziehen uns um und gehen die Treppen runter in die Cenote. Hier bekommen wir ein kleines Wunder der Natur zu sehen. Die eingestürzte Höhle mit klarem blauem Wasser und den vielen Pflanzen macht schon ganz schön was her. Das Wasser ist herrlich kühl, es schwimmen einige Fische umher und es sind nur eine Hand voll Menschen hier. Aus etwa 5 Meter Höhe gibt es ein Seil, an welchem man Tarzan spielen und sich ins Wasser schwingen kann. Beni lässt sich den Spass natürlich nicht entgehen, für Joli ist es etwas zu hoch. Nach der Erfrischung setzen wir uns an den Pool und bestellen zwei grosse Bier und einen Hamburger. Gross bedeutet hier eine 1,2 Liter Flasche, danach hauen wir uns noch ein Michelado rein (es fehlt noch etwas bis zu den 16.-) und Voilà haben wir einen Sitzen. Michelado ist ein Mix aus Tabasco, Brown Sauce, Pfeffer und Bier. Schmeckt scharf und nach Sojasauce - Beni findets gut, Joli ekelhaft.

Da der Burger etwas zu wünschen übrig gelassen hat, gehen wir nach dem Duschen noch in ein heimisches Restaurant. Joli bestellt einen Burrito und erhält wieder einmal den Beweis, dass mexikanisches Essen in Restaurants ausserhalb Mexiko einfach nicht mexikanisch sind. In den Burritos bisher hatte es immer noch viel Reis und Bohnen drin. Hier wie es sich gehört, ist der Burrito mit Fleisch und Käse gefüllt und der Rest kommt separat auf dem Teller. Beni gönnt sich eine geräucherte Wurst aus der Region und ein Stück Fleisch mit vielen Beilagen. Wir platzen fast, als wir das Restaurant verlassen, zumal wir noch einen Krug Tamarinden Saft bestellt haben und dieser Krug auch 1.5 Liter drin hatte!

 

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