· 

Tulum II

Gran Cenote

Die Must See Cenote in der Umgebung mit ausgebauter Infrastruktur für haufenweise Touristen. Wir wagen uns trotzdem hin und stehen, nachdem wir gute 30 Minuten geradelt sind, um 8 Uhr vor dem Eingang. Die Cenote öffnet jedoch erst um 08:10 – wer hat sich denn den Quatsch ausgedacht. Es kommen auch schon die ersten anderen Touristen. Um 08:10 stehen wir mit etwa 10 Asiaten und 2-3 anderen Gringos an. Auf los geht’s los. Wir sind natürlich vorbereitet. Noch im Laufen ziehen wir uns aus, die Badehosen bereits angezogen und stopfen unsere Kleider in den Sack. Wir stürzen unter die Dusche und während wir zur Cenote runterlaufen suchen wir unsere Schnorchel Ausrüstung aus den Rucksäcken, mieten ein Schliessfach und stürzen uns ins Wasser. Wir haben die Wahnsinns Cenote durch unseren Sprint ganze 15 Minuten für uns alleine. Top! Die Cenote ist halb offen und ziemlich gross. Es gibt eine Höhle in welche man hinein schwimmen kann und dabei in immer dunklere Gewässer vordringt und von Fledermäusen begleitet wird *bibber*. Joli gefällt das gar nicht, aber als Beni ruft, dass die Sicht von hinten nach vorne ins Helle der Wahnsinn sei schwimmt auch sie auf die Dunkelheit zu. Und die Sicht ist wirklich der Hammer. Die Sonnenstrahlen brechen durch das glasklare hellblaue Wasser und zwischen den Felsen und Steinen schimmert es wie Diamanten.

 

Wir schwimmen weiter, kommen an ein paar Schildkröten vorbei und durchqueren eine weitere Höhle, durch welche man noch in eine kleinere kommt. Im Durchgang wimmelt es von Fischen, welche sich sofort um uns scharen. Das Wasser ist so klar, dass sogar mit unser Steinzeit Unterwasserkamera super Bilder zustande kommen.

 

Dies ändert sich zunehmend, umso mehr Menschen sich dazu gesellen. Das Wasser wird aufgewirbelt und gegen Ende des Tages wird es wohl einen schönen Fettfilm haben der oben auf schwimmt wie wir es bei der anderen Cenote schon gesehen haben. Wir geniessen es trotzdem, viele können nicht schwimmen und schwadern nur mit Schwimmwesten um den Steg herum. Nach einer guten Stunde und mit zunehmender Menschenmenge haben wir es dann gesehen und wir ziehen glücklich davon. Mit den Beachbikes radeln wir dann wieder nach Hause um später noch den Chiropraktiker aufzusuchen, den wir im ersten Tulum Bericht erwähnt haben und um unsere Reiseroute in Kuba zu planen. Dazu gibt es natürlich das leckere Eis in der Heladeria mit dem super schnellen Internet.

Akumal – der Schildkröten strand

Für heute haben wir uns ein Auto gemietet um die Playa Akumal zu besuchen. Hier tummeln sich haufenweise Schildkröten im Meer. Wir haben gelesen, dass man den Touristen Touren verkaufen will und einen obligatorischen Guide, aber dass man einfach vorbei gehen kann um selber mit den Schildkröten zu schnorcheln. Vor Ort müssen wir leider feststellen, dass diese Zeiten vorbei sind. Man kommt nicht mal mehr an den Strand ohne dass man einen Guide als Begleitung hat. Den dummen und ignoranten Touristen sei dank – und davon gibt es leider viele. Scheinbar sind die meisten Leute zu rücksichtslos und ignorant, so dass man sie nun beaufsichtigen muss – das glauben wir sofort. Sie stehen auf die Riffe, da das Wasser hier nicht tief ist und zerstören sie damit. Sie fassen die Schildkröten an, heben sie sogar aus dem Wasser oder halten sie fest (wenn sie sie erwischen) um Fotos zu machen und stören und zerstören so den Lebensraum dieser Tiere. Auf der einen Seite eine tolle Sache, dass man die Tiere mit dieser Massnahme schützen will, auf der anderen Seite bezahlen wir doch nicht so viel Geld um an einem öffentlichen Strand zu schnorcheln? Naja, nein öffentlich ist er jetzt eben nicht mehr, sie machen ihn zu einem Schutzgebiet. Wir wollen einerseits nicht so viel bezahlen und andererseits die Zerstörung nicht auch noch unterstützen und ziehen etwas genervt von dannen. Danke ihr lieben egoistischen Menschen. Wenn ihr Tiere sehen wollt aber die Finger nicht von ihnen lassen könnt (wie es sich gehört!), abonniert euch doch den Discovery Channel und bleibt zu Hause.

Cenoten dos Ojos

Wir haben nun einiges an mit Wasser gefüllten Löchern (Cenoten) gesehen und entsprechend gross sind die Erwartungen an diese berühmten Cenoten hier. Schlappe 36 Dollar Eintritt kostet das Basic Paket, das gerade einmal Nichts beinhaltet. Es berechtigt dich lediglich dazu in der Cenote zu schwimmen. Schnorchel Ausrüstung, Guide, Schwimmwesten, Neoprenanzug kostet natürlich alles Extra, ist dann aber auch im mehr als doppelt so teuren Paket dabei. Naja ausser, das, dieses und jenes, was man dann auch noch separat kaufen muss. Himmel, diese Abzockerei an der Riviera Maya ist ja fürchterlich nervig.

 

Wir haben unser eigenes Schnorchel Equipment dabei, schwimmen können wir auch ohne Westen, einen Guide brauchen wir zum Baden schon gar nicht und das kalte Wasser ertragen wir schon, wir sind doch keine Sissis! Beni ist schon wieder tierisch genervt ab den überrissenen Preisen, zumal die Infrastruktur, welche den Preis mitrechtfertigen sollte zu wünschen übrig lässt.

 

Wir steuern voller Erwartung die erste Cenote (Ojo 1) an und sind sogleich bitter enttäuscht, wir haben hier nicht mal Lust zu baden und suchen gleich die zweite (Ojo 2) auf. Diese ist dann schon einiges besser, sie beherbergt ein grosse Unterwasser Höhlen System, welches auch zum Schnorcheln beeindruckend ist. Das Wasser ist auch hier kristallklar, man sieht vielleicht 10 Meter in die Tiefe bevor es dunkel wird. Wir sind fast alleine und während es Joli zu unheimlich wird, schwimmt Beni soweit es geht in die Höhle hinein und verschluckt beinahe seinen Schnorchel, als er aus der unheimlichen, schwarzen Tiefe plötzlich ein Licht auf sich zukommen sieht. Eine Gruppe Taucher kehrt von einem Tauchgang durch das Höhlensystem zurück. Wir hatten ja keine Ahnung das hier auch Taucher sind. Wir vergnügen uns mit Fotos machen und Schnorcheln bis es doch etwas zu frisch wird im Wasser. Da wir nun aber schon nass sind, gehen wir bei Ojo 1 doch noch kurz ins Wasser. Aber wie immer – je später die Stunde, desto mehr Leute tummeln sich überall. Uns wird es zu voll und wir hauen ab. Fazit, der Eintrittspreis ist viel zu hoch. Die Hälfte würde auch reichen, vor allem weil die Cenote definitiv nicht zu den schönsten gehört die wir gesehen haben.

Caleta Tankah

Christoph der Chiropraktiker hat uns diesen Ort empfohlen. Für den Eintrittspreis von 15.- gibt es ein Restaurant, Liegestühle, eine Cenote im Wald und eine Cenote, welche direkt am Meer liegt und der einzige Abschnitt ohne Algen darstellt. Die Cenote im Wald ist zwar schön zum Anschauen, lädt aber irgendwie nicht so zum Schwimmen ein. Diejenige am Meer hingegen spricht uns schon eher an. In diesem natürlichen Pool trifft das Süsswasser, welches aus der unterirdischen Höhle austritt auf das Salzwasser im Meer. Dadurch ist das Sichtverhältnis aber sehr schlecht, denn das Aufeinandertreffen der beiden Gewässer bringt eine ziemliche Unschärfe ins Wasser. Zudem gibt es hier auch nicht viel zu sehen unter Wasser. Wir liegen noch etwas auf die Liegestühle aber schon bald strömen auch hier jede Menge Menschen rein und die Musik wird auf eine unerträgliche Lautstärke aufgedreht. Wir haben heute irgendwie einen schlechten Tag erwischt und können uns nicht mehr richtig begeistern. Wir geben das Auto nach ein paar Stunden schon wieder zurück und gehen noch etwas shoppen und Eis essen.

Einen ganzen Tag investieren wir auch hier in die Planung von Kuba, USA und Japan. Wir haben ganz schön viel zu tun und müssen die Zeit nutzen, da wir in Kuba so gut wie kein Internet haben werden. Und ja wir geben es zu: das Eis ist einfach zu lecker im Campanella.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0