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Playa del Carmen

Unser letzter Stopp für zwei Nächte in Mexiko bevor wir für 4 Wochen nach Kuba fliegen. Schon als wir in Playa del Carmen angekommen sind und direkt weiter nach Cozumel reisten, dachten wir: «Ach du heiliges Kanonenrohr!».

 

Und es bestätigt sich auch bei der Rückkehr. Der Hafen ist sehr geschäftig. Es wimmelt von Souvenirgeschäften, Ticketständen und Tourenanbietern. Alles ist total überfüllt, knallbunt und extrem laut. In jeder Ecke wirst du regelrecht angeschrien, damit du auch ja mitbekommst was man dir unbedingt verkaufen will und du sowieso nicht brauchst. Händler, Tourenanbieter und Ticketverkäufer stellen sich uns in den Weg und schreien uns ins Gesicht was sie verkaufen. Da wir bis jetzt nicht schwerhörig waren, sind wir es spätestens jetzt. Wir sind eigentlich immer höflich und antworten mit «Nein, danke», aber das hier wird sogar uns zu bunt. Wir wollen mit unserem schweren Gepäck doch nur in unser Hotel. Also Kopf runter und laufen. Schnell. Weg hier aus dieser Touristenhölle! Wir ergattern ein viel zu überteuertes Taxi, aber wir wollen einfach weg und nehmen den doppelten Preis in Kauf, zumal sogar der Supervisor der die Taxis verteilt, behauptet, dass der Preis stimmt. Also was sollen wir das schon gross machen?! Halsabschneider!

 

Das Hostal ist super. Ruhig. Sauber. Abgelegen. Sowieso, sobald man das touristische Zentrum um den Hafen und den Busbahnhof verlässt ist es ganz angenehm – aber echt nichts schönes. Naja heute wollen wir sowieso chillen und morgen geben wir doch noch einem der Xcaret Parks die Ehre. Xenses. Dort wird mit visuellen Tricks mit deinen Sinnen gespielt. Sicher witzig und auch nur halb so teuer wie alle andere Xcaret Parks.

 

Da Joli wie immer hungrig ist, gehen wir erst einmal auf Futtersuche und werden in einem Taco Laden in der Nähe fündig. Danach versucht Beni verzweifelt einen Fussballmatch übers Internet zu schauen, während Joli versucht den Laptop überhaupt mit dem Internet zu verbinden. Wir bleiben dabei. Lieber kein Internet als ein so schlechtes wo man sich nur ärgert.

 

Wir sitzen im «Wohnzimmer» vor unserem Zimmer und im Ofen brutzelt ein herrlich duftender Kuchen vor sich hin. Dieser Duft erinnert uns an zu Hause. Mhhh… Die gut beleibte Nonna (das Hostal gehört einer italienischen Familie) hebt drohend den Finger und meint: «Der ist fürs Frühstück nicht für heute!»

 

In der Nacht und am nächsten frühen Morgen schüttet es wie aus Kübeln.
Die Hurrikane, welche im Atlantischem Ozean wüten und Kurs auf die US Westküste und die Karibik nehmen, beeinflussen auch unser Wetter. Es ist windig und regnerisch und es sieht im Moment ziemlich düster aus. Macht nichts wir haben ausser dem Besuch des Xenses noch ein paar Online Bestellungen zu tätigen und sonst nicht viel los. Nachdem die grosse Kamera bereits in Bolivien das zeitliche gesegnet hat, verabschiedet sich langsam auch die kleine Kompaktkamera. Die Kleine hat mit Wasser, Sand, Staub, Feuchtigkeit, Kälte und Hitze aber auch einiges aushalten müssen und ist praktisch täglich in Betrieb.

 

Als es Zeit wird für den Nachmittagsslot (man kann nur zu zwei verschiedenen Zeiten in den Park) regnet es immer noch – wenn auch etwas weniger. Aber der Besuch des Vergnügungspark fällt heute ins Wasser wir haben irgendwie auch nicht mehr gross Lust darauf. Das gesparte Geld haben wir zudem sowieso bereits in neue Kameras und Equipment investiert, welche Sandra uns in die USA mitbringen wird, denn wir wollen euch ja weiterhin mit tollen Fotos auf unserer Homepage verwöhnen. 

 

Faszinierend wie man einen Regentag geniessen kann, wenn es sonst andauernd schön ist. Herrlich!

 

Die einzigen Fotos von Playa del Carmen sind 10 Minuten vor Abfahrt an den Flughafen entstanden. Als Joli bemerkt, dass wir hier in zwei Tagen kein einziges Foto geschossen haben, rennt sie raus in die Höhle der Touristenfänger, macht ein paar Fotos und ist pünktlich bei Einfahrt des Busses mit dröhnenden und klingelnden Ohren wieder am Bahnhof.

 

Am Flughafen wird hungrig noch ein Burger verdrückt. Und fast verpassen wir den Flug. Die 40 Minuten Verspätung sind plötzlich einfach verschwunden, ohne Durchsage und nichts und Joli bemerkt beim Abfall entsorgen, dass unser Flug bereits mitten im Boarding Prozess ist. Jetzt aber husch husch!

 

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