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Cancún II

Wir sind wieder zurück in Mexiko. Die Mexikaner sprudeln nur so vor Freundlichkeit und wir saugen diese richtig in uns auf. Am Flughafen werden wir von einem Mitarbeiter tanzend und lächelnd darauf hingewiesen den Gepäckwagen nicht aus dem Terminal zu fahren und auch sonst überall sind die Menschen extrem freundlich. Das haben wir vermisst.

 

Bevor wir ins Bett gehen, schlagen wir uns in einem Fisch Restaurant noch die Bäuche mit feinstem mexikanischem Essen voll. Kulinarisch betrachtet belegt Mexiko zu Recht unangefochten unseren 1 Platz. Die Küche ist sowas von abwechslungsreich und geschmacklich vielfältig. Die haben sich mit Meeresfrüchten, Fleisch und Käse so einiges an tollen Gerichten einfallen lassen. Auch wenn ein gutes argentinisches Steak mit einem Glas Rotwein natürlich ebenfalls niemals zu verachten ist.

 

Wir sind froh wieder hier zu sein. Auch wenn wir im Haus von Künstlern gelandet sind, die neben unserem Zimmer auf ihrer Bühne noch bis um 23:00 ein Musical proben. Egal. Das Kapitel Kuba ist abgeschlossen und wir schauen nach vorne auf unsere nächsten Abenteuer.

 

Die zusätzlichen Tage in Mexiko wollen wir nutzen um unsere je 4 wöchigen Aufenthalte in den USA und Japan bestmöglich zu organisieren. Auch ein paar Tage Erholung stehen auf dem Plan, denn in den nächsten zwei Monaten geht es Schlag auf Schlag und ohne Verschnaufpausen von einem Ort zum anderen. In den USA und Japan kann man wirklich sagen: «Zeit ist Geld – viel Geld!».

 

Jetzt da wir wissen, dass wir AnSaLu in den USA ganz viele Sachen mit nach Hause geben können, wollen wir uns noch mit Souvenirs eindecken und besuchen sogar den berüchtigten Touristenmarkt in Cancún. Aber wir finden nicht ein Souvenir oder Geschenk! Jetzt wo wir shoppen können bis zum geht nicht mehr und es nicht Monate lang rumschleppen müssen – war ja klar.

 

Der blutende Willi

Der nachfolgende Text ist für Kinder unter 16 Jahren und zartbesaitete Menschen nicht geeignet. Wir übernehmen keinerlei Verantwortung, sollte euch folgende grenzwertige und allenfalls anstössige Information nicht gut bekommen oder vor den Kopf stossen. Während Joli die Veröffentlichung dieses Textes doch eher in die Kategorie «Das sind Dinge von denen ich gar nichts wissen will!» schiebt, meint Beni es sei wichtig andere Männer darüber zu informieren. Dr. Benjoli, äh Sommer Team lässt grüssen.

 

Gesagt, getan. Beni nennt das «Bloggen Freischnauze» und frisch von der Leber weg – unser Blog ist ja sowieso weit davon entfernt ein «richtiger» Reiseblog im eigentlichen Sinne zu sein.

 

Zum Thema:

«Liebes Dr. Benjoli Team,

Es gibt ja bekanntlich den Fleisch- und den Blutwilli… Wie weiss ich denn, was ich für einen habe?»

 

Beni weiss nun, dass seiner definitiv ein Blutwilli sein muss. Den nach dem Wasserlassen heute Morgen kam noch ein beachtlicher Schwall Blut hinterher (Fleisch wäre ja wohl auch etwas abartig gewesen - meint Joli, will aber Beni’s ach so logische Feststellung nicht abwerten), was uns veranlasst einen Arzt auf zu suchen, um noch ein paar Samen einfrieren zu lassen bevor es zu spät ist.

 

Nein. Scherz beiseite, es gilt abzuklären wo die Ursache liegt und ob Beni’s beinahe Ohnmachtsanfall und die (gemeinsame) Angst um den Verlust seines besten Stücks wirklich berechtig sind. Wir finden eine Gratis-Ärztin, welche sogar Deutsch spricht. Sie prognostiziert eine Harnwegsinfektion und verschreibt Antibiotika. Wir haben Glück meint sie, dass sei die letzte Packung, in letzter Zeit habe sie sehr viele Leute mit einer solchen Infektion gehabt und dieses Medikament verschrieben. «Na Bravo!», meint Joli flüsternd zu Beni, «anscheinend ihre aktuelle Lieblingsdiagnose…». Aber immerhin die «Behandlung» resp. die Diagnose ohne Untersuchung, korrigiert Joli, ist tatsächlich kostenlos und die verschriebenen Medikamente gibt es in der Apotheke nebenan (kostenpflichtig und wahrscheinlich dafür doppelt so teuer). Zu diesem Teil des Artikels werden wir verständlicherweise keine Fotos veröffentlichen, das wäre dann wohl doch etwas zu viel des Guten…

 

Zur Beruhigung aller männlichen Leser, solltet ihr selber einmal so etwas bei euch feststellen: er ist weder, wie von Beni befürchtet, schwarz geworden, noch abgefallen oder in seiner Funktionstüchtigkeit eingeschränkt. Todo bien!

Wenn wir schon mal dabei sind, machen wir nach dem Arztbesuch auch gleich einen Termin beim Dentalhygieniker, welcher im Gebäude nebenan zu finden ist. Für 42 Franken gibt es eine 30 minütige, nicht allzu schmerzvolle, Behandlung für Beni. Qualitativ nicht vergleichbar mit der Schweiz, aber doch in kurzer Zeit oberflächlich, ordentlich was geputzt bekommen und daher geht der Preis in Ordnung und Beni kann nach seiner heutigen Total Sanierung wieder wie ein Honigkuchenpferd grinsen.

 

Auch ein Frisör Besuch wäre wieder einmal angesagt wir wissen es, aber wir wollen es an einem Tag nicht übertreiben und lassen den Pelz noch etwas wachsen – es wird ja wieder kälter in den USA und Japan und zudem steht Beni der «Verrückte Professor» -Look irgendwie findet ihr nicht?

 

P.S.: wer diesen Artikel als unpassend, abstossend oder sonst irgendwie empfindet – sagt nicht wir hätten euch nicht gewarnt. Ihr wisst jetzt, dass ihr unsere Warnung das nächste Mal besser ernst nehmt. 😉

 

Planen, planen, planen...

Stunden-, ja schon fast tagelang, sitzen wir in unserem Lieblingscafé Rooster und lassen unseren Laptop und unsere Köpfe heiss laufen. Das Wetter spielt perfekt mit – es giesst tagelang in Strömen. Wunderbar. Wir mögen dieses Café so weil die super Frappuchinos haben und unsere Kellnerin Jenny ist ein wahrer Sonnenschein und meint zum Abschied sogar, sie werde uns vermissen. Wir sie auch, denn schon die letzten beiden Tage (sie hatte leider frei) waren ohne sie nicht dasselbe.

 

Da in der USA und auch in Japan Zeit, Geld ist, planen wir die jeweiligen Aufenthalte konkret vor. Nachdem unsere "Must See's" fixiert sind, geht es darum die sinnvolle Abfolge der Strecke mit dem Auto in den USA und mit dem Zug in Japan zu definieren. Des Weiteren haben wir für jede Nacht ein Hotel vorgebucht um die bevorstehenden langen Tage möglichst organisiert geniessen zu können und am Abend im Hotel nicht noch planen zu müssen.

 

Diese Aufgabe erfordert zeitraubende Recherchen zu Wanderwegen, Strassen, Unterkünften, Distanzen, Verbindungen und vieles mehr, was zwar Spass macht aber auch unsere Köpfe rauchen lässt. Hinzu kommen Feiertage und Ferien, die wir berücksichtigen müssen, weil dadurch viele Hotels sehr teuer und ausgebucht sind. Oder Orte die man besser oder besser nicht an Wochenenden etc. besucht usw. Ein riesen Aufwand. Kein Wunder das wir fast sieben Tage lang jeden Tag rund 5-7 Stunden in diesem Café sitzen.

 

Auch die Preise nach so langer Zeit in Südamerika machen uns zu schaffen. Insbesondere die Unterkünfte in Japan sind extrem teuer, da ist unser Budget schon nahezu weggeschmolzen und wir haben noch keinen Fuss in das Land gesetzt.

 

Die Vorfreude auf den kurzum bevorstehenden USA Roadtrip ist jedenfalls riesig, wir können es kaum erwarten. We are soooo excited!

Nebst den vielen Frappuchinos nutzen wir die letzten Tage um noch so viele Tacos und Burritos wie möglich in uns hinein zu stopfen, neben unserer Unterkunft hat es einen super Laden mit Fisch Tacos und wahnsinnig leckeren Sossen! Nach einem dieser Essen, als Joli mit herausgestrecktem kugelrunden Bauch im Zimmer steht, meint Beni liebevoll (und charmant wie immer): «Ih, bist du fett – du siehst aus wie eine gestopfte Gans» – Love is in the air… La la, la la laa… Love is in the aaaaaiiir. *g*

 

Vielen Dank Mexiko. Dieses grossartige Land, welches gar nicht auf unserer Liste stand werden wir definitiv auch vermissen. Nach unserem Kuba Abenteuer und dem daraus entstandenen Stimmungstief heisst es für die USA jetzt: «Let's make Benjoli great again!»

 

 

 

Dieses Bild, dass wir auf Facebook gesehen haben (danke dem uns unbekannten Künstler), würde unsere Weltreise treffend beschreiben, wenn wir mehr Länder wie die USA und Japan auf dem Programm hätten… Unsere Monatsbudgets für diese Länder sind bereits aufgebraucht und wir haben noch keinen Fuss über die Grenze gesetzt.

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