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Disney Adventure Park

Nur 10 Gehminuten von unserem Hotel entfernt liegen Disneyland und daneben der Disney Adventure Park für die etwas grösseren Kinder, welchen wir heute besuchen. Wir haben auch für heute einen Plan wie wir den Park durchqueren um möglichst kurze Wartezeiten zu haben. Wir steuern als erstes die Hauptattraktion Radiater Springs Racer an. Wer die Disneyfilme Cars gesehen hat,  findet sich hier im Film wieder. Die gesamte Strasse mit allen Läden und Figuren aus dem Film wurde nachgebaut und dazu eine Autorennbahn, welche echt geil ist. Da wir ziemlich schnell sind, müssen wir nur ungefähr 15 Minuten anstehen.  Ziemlich cool gemacht wir sind begeistert. Und die Fahrt ist genial. Mann kommt sich wie ein richtiger Lightning MC Queen vor. Als wir die Bahn verlassen steht die Wartezeit schon bei 45 Minuten.

 

Aufgrund der hohen Wartezeiten benutzen wir die Single Rider Linien, wenn es solche gibt und sind jeweils auch innert  5-20 Minuten an der Reihe. So haben wir Radiator Springs noch zwei Mal gemacht einmal bei Tag mit 5 Minuten Wartezeit und einmal bei Nacht mit 20 Minuten – aber hei immerhin 70 Minuten schneller als wenn wir normal anstehen würden.

 

Während SaLu, die Fahrgeschäfte für die Kleinen besuchen gehen wir zu den Guardians of the Galaxy. Wir wissen nicht genau was uns erwartet, wir betreten ein riesiges Gebäude, fast ein Hochhaus und nach 15 Minuten sitzen wir in einer Art Lift. Der Lift katapultiert uns mehrere Stockwerke hoch und lässt uns mehrmals in freiem Fall wieder runter fallen und hält an einigen Stockwerken immer wieder an, wo dann kleine Filmsequenzen erscheinen und einmal sieht man sogar kurz über den ganzen Park, bevor der Lift plötzlich erneut in die Tiefe fällt. Es ist ein richtiges auf und ab und macht unheimlich viel Spass. Aber uns bleibt wortwörtlich die Luft weg, denn immer wenn der Lift stillsteht und du Luft holst geht’s gleich wieder rasant rauf oder runter, so dass du andauernd in der Schwebe bist und es dir die ganze Puste auf einmal wieder rauspresst und den Magen irgendwo in den Hals hochschiebt. Herrlich!

 

Wir wollen natürlich auch die Achterbahn nicht verpassen und nach kaum 10 Minuten sind wir schon auf der irren Fahrt. Geil! Das Fahrgerät gibt leider kurz nach unserer Fahrt bis am späten Abend den Geist auf (wir haben nichts gemacht!). Schade, da wollten wir nochmals drauf. Aber am Abend ist die Warteschlange schon auf 70 Minuten und das obwohl erst in 45 Minuten entschieden wird ob die Bahn überhaupt wieder aufgeht heute – die Spinnen doch!

Die Zweiklassen Gesellschaft gibt es mittlerweile auch in den meisten Freizeitparks. Wer zum Eintrittspreis von 100 Dollar noch mal eine Kleinigkeit mehr bezahlt (70$ im Universal zum Beispiel), hier im Disney 20$, erhält sogenannte Fast Line Passes, mit welchen man nie anstehen muss (theoretisch). Hier funktioniert es so, dass du über die App Fast Line Tickets lösen kannst wenn du die 20$ mehr bezahlst. Aber auch ohne die App kann man die Fast Line Tickets an einigen Standorten abholen, nur steht man halt schon für diese in der Regel an – irgendwie auch doof…

 

Das erste Mal machen wir bei der Toy Story Bahn Bekanntschaft mit diesen Fast Lines. Während wir zwei Stunden für eine echt dämliche Bahn anstehen und kaum vorwärts kommen, laufen via Fast Line unzählige Leute rein. Es hört gar nie auf und wir kommen nicht weiter. Echt mühsam. Und es hat sich nicht einmal gelohnt.

 

Jetzt wollen wir auch solche Tickets. Wir laufen nochmals zum Freifalllift.

Als wir einen Park Mitarbeiter vor der Guardians of the Galaxy Bahn ansprechen und fragen wie dieses Fast Ticket Zeug funktioniert, murmelt er etwas von die Geräte sind kaputt und verwickelt uns in ein Gespräch. Er will wissen woher wir sind und bittet uns mit ihm mit zu kommen. Nachdem wir ihm auf seine Nachfrage hin kurz und grob unser politisches System in der Schweiz erklärt haben und er meinte das sei ja richtig komisch bei uns und wir ihm unsere ID’s gezeigt haben (wir hatten leider nicht wie gewünscht Schweizer Münzen oder den Pass dabei) wünscht er uns viel Spass. Öh? Wir sind ganz irritiert und stellen fest das uns der freundliche Mitarbeiter mal kurz bei den Fast Line Eingängen eingeschleust hat, ohne dass wir das richtig mitbekommen haben. Wir wollten eigentlich nur wissen, wie das mit den Tickets geht und später nochmals vorbei kommen und jetzt dürfen wir mal kurz die gesamte 45 Minuten Warteschlange überspringen, sehr freundlich.

 

Wir stehen schon nach 2 Minuten vor dem Lift doch da haben wir Pech im Glück. Da stehen wir nun etwa 20 Minuten und nichts geht mehr, unser Lift ist defekt. Bis die Mitarbeiter reagieren und uns zu einem anderen Lift schicken, haben uns die meisten, die wir vorher überspringen durften wieder eingeholt. Wir werden dann in einen der beiden anderen Lifte verschoben um doch noch unseren Spass zu haben.

 

Bei der River Rafting Bahn können wir dank Single Rider direkt auf die Bahn und werden sogar in den selben Reifen platziert, welch ein Glück. Das Pech schlägt aber auch hier gleich zurück. Als unser Reifen auf den Kettenförderer gelangt, bleibt die Bahn auf einmal stehen. Auch hier sitzen wir in der unbequemen Schräge etwa 20 Minuten (immerhin im Schatten) bis es dann doch noch weiter geht. Also irgendwo hat uns die eingesparte Wartezeit immer wieder eingeholt. Frechheit! Furchtbar!

 

Wir fahren natürlich auch mit SaLu einige Bahnen. Joli geht mit Lu auf das Ketten Karussell und wer den Wettstreit im «Huuuiiii» rufen gewonnen hat ist noch heute ungeklärt, genauso wie wer Arielle die Kleine Meerjungfrau mehr angehimmelt hat; Lu oder Beni.

 

Die Bahn Soarin, die eigentlich gar keine ist aber wo man das Gefühl hat man fliegt über herrliche Landschaften hinweg finden wir auch ziemlich cool – wäre Harry Potter in dieser Qualität gewesen, hätte es 100x mehr Spass gemacht. Hier haben wir es sogar geschafft einen Fast Pass zu lösen. Unser Zeit Slot kommt allerdings erst in zwei Stunden also suchen wir mal SaLu. Wir finden sie bei der riesigen Schlange die darauf wartet mit Mickey ein Foto zu machen. Wir setzen uns auf eine Bank visàvis und schlürfen einen Frappuchino. Als Lu an die Reihe kommt geht Joli nach vorne um Fotos zu machen und wird sogleich von Mikey auf das Foto gebeten. Lu erlaubt, dass Tante Joli, die gemütlich auf der Bank sass, mit aufs Foto darf, aber Mami, die fast eine Stunde mit ihm angestanden ist darf nicht – Kinder können so fies sein *g*. Beni meint: «Typisch, alle stehen eine Stunde an um ein Foto mit Mikey zu bekommen und du gehst nach vorne stellst dich hin und klick hast du ein Foto mit ihm.» - «Tja, gewusst wie haha!»

 

Langsam wird es dunkel und die Lichter gehen überall an. Während SaLu schon nach Hause gehen kann Joli Beni doch noch zu einer Runde Ketten Karussell überreden und dafür machen wir danach für Beni nochmals den Kinderfreifallturm in Form von farbigen Quallen. Huuuuiiii! Ist aber cool, das ganze bei Nacht auch noch von oben zu sehen.

 

Wir überlegen ob wir noch abwarten sollen um die Lichterparade um 21:00 zu sehen, aber als wir (2 Stunden vorher) am Strassenrand schon unzählige Platzreservierer antreffen, wird es uns zu doof. Da campieren doch tatsächlich Eltern mit ihren Kindern am Boden. Die Kinder schreien oder schlafen bereits in Decken gehüllt, währen die Erwachsenen sich mit Futter vollstopfen und das 2 Stunden bevor die Parade überhaupt anfängt. Die haben echt total einen an der Waffel!

 

Fazit

Der Disney Adventure Park ist für einen einmaligen Besuch trotz des hohen Eintrittspreises empfehlenswert. Die Attraktionen sind überschaubar aber teilweise ziemlich cool, modern und bieten viel Spass. Wir haben einige Bahnen 2x gemacht und auch die Kinderattraktionen aufgrund von aufkommender Langeweile fast alle noch abgeklappert. Der Park hat von 08:00 - 22:00 (je nach Tag und Saison) geöffnet und ist auch im Dunkeln faszinierend.

 

Aber auch hier sind die Preise für Essen und Trinken völlig überteuert. Ein 3dl Bier kostet 10 Dollar, ein kleiner Hotdog 8 Dollar und ein Wasser schlägt mit 4 Dollar aufs Budget. Auch die Truthahn Keule (welche der Grösse nach doch eher einem Huhn gehört hat) kostet sage und schreibe 12$. Und auch wenn man eine 50g Chips Tüte mit «Large Bag of Chips» anschreibt, wird sie trotzdem nicht grösser. Wir haben uns von unserem selbstgebastelten Sandwiches ernährt und sind je zwei Mal an der Bäckerei und dem Schoggi Laden vorbei gelaufen, wo es jeweils ein Stück Brot und ein Schöggeli zu probieren gab.

 

Auffallend sind die vielen Ausfälle zahlreicher Fahrgeschäfte. Den ganzen Tag hindurch waren immer wieder bis zu 3 Geschäfte gleichzeitig defekt, aber gemäss Joli war das schon bei ihren beiden Besuchen in Paris der Fall. Wohl eine Disney Krankheit. Es ist auch hier im ganzen Park viel zu laut. Sogar Lu hat sich manchmal die Ohren zu gehalten weil es einfach mega laut war – überall.

 

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