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Muir Woods

Auf dem Weg nach San Francisco besuchen wir die kleinen Brüder der Sequoia Giganten, welche im Muir Woods National Park zu finden sind. Der Parkplatz muss im Voraus reserviert werden – dann hat es entweder sehr viele Leute oder sehr wenig Parkplätze dort – wir sind gespannt. Es gibt Zeitfenster von 30 Minuten, in welchen man seinen Platz besetzen muss bevor er wieder freigegeben wird. Die Zeitplanung ist bei diesen teilweise langen Staus eine Herausforderung, welche wir aber zum Glück meistern. Naja; es hat weder sehr viele Leute noch wenig Parkplätze – Glück für uns.

 

Das erste Foto und Titelbild irritiert euch vielleicht ein bisschen. Direkt nach dem Parkplatz kommt die obligate Pinkelpause, bevor es los geht. Joli ist so fasziniert von der riesigen Menge an Toilettenpapier auf dieser öffentlichen Toilette, dass sie dies festhalten muss. In Südamerika hatten wir immer unsere eigene Rolle dabei, da es auf öffentlichen Toiletten nie welches hatte oder man, gegen eine Gebühr versteht sich, 2-3 Blättchen bekommen hat. Daher ist dieses Bild für uns schon sehr speziell, zumal man sich in der Schweiz in der Regel auch mit einer Rolle begnügt. Und sogar mit Diebstahlschutz. Geil.

 

Ja aber nun zum eigentlichen Thema. Wir nutzen die Gelegenheit und kaufen gleich die Nationalpark Jahreskarte für 80$. Diese gilt pro Auto oder für bis zu 4 Personen und für alle Nationalparks. Hier hätten wir alleine ohne die Karte je 10$ bezahlt und dies ist einer der günstigeren Parks. Beni wird in «Über Amerika» ganz sicher eine Kosten- / Nutzenrechnung aufstellen für euch.

 

Wir nehmen den gemütlichen Rundweg von 1-2 Stunden durch den Wald. Der Gehweg respektive Steg ist sehr gut ausgebaut bis man zur vierten Brücke kommt, von dort geht es danach auf einem normalen Waldweg über Stock und Stein. Es gäbe auch Wanderwege, jedoch haben wir nicht den ganzen Tag Zeit – San Francisco wartet auf uns. Aber wir sind beeindruckt. Die Bäume hier sind bereits ziemlich gross. Die Strukturen der Stämme sind einzigartig schön und wir kommen uns vor wie winzige Zwerglein zwischen diesen Giganten. Wir sind bereits jetzt gespannt auf die richtig grossen Exemplare, welche wir in ein paar Tagen im Sequoia Nationalpark besuchen werden. Der Rundweg ist schön und gemütlich. Die Vögel zwitschern und die Sonnenstrahlen brechen immer wieder zwischen dem dichten Laub der Bäume durch. Wir machen, von Lu angeordnete, regelmässige, kurze Pausen auf einer Bank und geniessen die Umgebung und die Natur.

 

Natürlich darf auch ein Abstecher in den Souvenir Shop nahe des Ausgangs nicht fehlen. Das Essen ist zu teuer – ein Toastsandwich für 12$ ist dann doch masslos übertrieben - aber sie haben einige schöne Souvenirs aus Holz. Während die Frauen sich intensiv umsehen, warten die Herren draussen und Lu lässt sich von Beni ablichten während er fantasievoll vor den einzelnen Bärenfiguren posiert – herrlich.

 

Zurück beim Auto ist Essenszeit und wir haben zum Glück beim Frühstück ein Sandwich gebastelt, welches wir nun genüsslich verdrücken. Wir haben uns übrigens oft die Frage gestellt, ob man vom Frühstücksbuffet den wirklich noch Verpflegung für den restlichen Tag mitnehmen darf. Wir haben die Leute beobachtet und uns dann einfach angepasst – denn die tragen zum Teil ganze Teller mit nach draussen.

Beni meint: «Das ist doch eigentlich Diebstahl?» Und Joli meint: «Hm… Es steht ja nirgends, dass man das nicht darf. Und du isst zwei Brötchen zum Frühstück und ich nur eines, dann darf ich doch noch ein zweites mitnehmen oder? Und sonst beisse ich mein zweites einfach an und dann muss ich den Rest mitnehmen, weil ich plötzlich voll bin und nichts mehr runter bringe, denn wegschmeissen wäre ja schade…» Logisch oder? Es ist also immer eine Sache der Auslegung.

 

Jetzt geht es weiter nach San Franciscooooo!

 

«If you’re going to San Francisco

Be sure to wear some flowers in your hair

If you’re going to San Francisco

You’re gonna meet some gentle people there” (Scott Mc Kenzie)

 

Hui wir freuen uns. Diese Stadt war Joli’s einziges begehrtes Ziel in den USA, was wohl an den diversen Lieblingsserien aus Kindheits- und Jugendtagen liegt die hier spielten.

 

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