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Lake Tahoe

Heute heisst es bereits wieder Abschied nehmen von unseren Weggefährten AnSaLu. Wir hatten eine sehr coole Zeit miteinander und möchten uns hier nochmals ganz herzlich bei euch, für die vielen grossen und "kleinen Freuden" Bedanken, welche wir von euch erhalten haben, wir sind überwältigt.

Nachdem wir uns am frühen Nachmittag verabschieden und bis um die letzte Ecke kräftig zuwinken geht unser Roadtrip fernab von der Küste los. Mit 4 Stunden bis nach Lake Tahoe steht uns jetzt eine der längsten Strecken bevor. Die Zeit auf dem Highway vergeht wie im Flug und der letzte Abschnitt in das Skigebiet ist dann auch landschaftlich sehr hübsch anzusehen. Nach dem Check-In suchen wir erst einmal unser Zimmer. Die Anlage ist riesig und wir müssen zwei Strassen nach der Rezeption einbiegen und weit nach hinten fahren um zu unserem Zimmer zu gelangen. Fürs Frühstück nehmen wir das Auto, definitiv. Während das Hauptgebäude sehr vielversprechend aussah, sehen die Gebäude hier hinten etwas heruntergekommen aus und Beni bekommt schon fast die erste Kriese.

 

Das Zimmer ist aber gar nicht so schlecht und Joli entdeckt zur grossen Freude eine Heizung und tataaaaa einen Whirlpool. Sehr geil. Gleich das Wasser einlassen und schön viel Badeschaum rein. Als das Wasser bis über die Düsen reicht, schaltet Joli die Düsen ein um zu testen ob das Ganze denn auch funktioniert. Es funktioniert, nur leider hat der Schaum verdeckt, dass die Düsen noch nicht ganz sondern erst halb unter Wasser sind und das ganze Bad ist innert Sekunden nass gespritzt und überall hat es Schaum an den Wänden. Ups! Den Lachanfall war es auf jeden Fall wert. Und auch das Blubberbad ist herrlich. Danach bleibt uns noch ein bisschen Zeit um an unserer Homepage zu arbeiten und den morgigen Tag im Detail zu planen.

 

Emerald Bay

Schönen guten Morgen! Es ist 7 Uhr früh, wir sind angezogen, das Auto ist beladen - Zeit für Frühstück. Wir stehen pünktlich wie wir Schweizer halt sind um 07:00 vor der Tür der Rezeption und wollen frühstücken. Das wird schon mal nichts. Niemand da. So nach 15 Minuten kommt dann mal einer gähnend an geschlurft und langsam, aber wirklich ganz langsam wird das Frühstück aufgetischt. Wir begnügen uns mit ein paar Cornflakes, die Bagels sowie den Philadelphia Aufstrich nehmen wir mit. Schliesslich sind wir schon spät dran.

 

Heute steuern wir als erstes die Emerald Bay an. Während die Sonne auch langsam aus den Federn kriecht düsen wir dem schönen See entlang. Die Sicht mit der aufgehenden Sonne ist der Wahnsinn. Und so frühmorgens sind wir fast alleine an den diversen Aussichtspunkten, welche einen herrlichen Blick auf den See bieten. Dort verspeisen wir dann auch den Rest unseres Frühstücks. Aber immer schön einen Blick über die Schulter werfen, ob sich nicht ein Bär anschleicht um dir das Futter zu klauen.

 

Wir haben noch eine kurze Wanderung geplant finden aber irgendwie weder den beschriebenen Wasserfall noch den Weg. Naja auch egal. Jetzt wollen wir Seilbahnfahren und den See von hoch oben geniessen. Niemand da. Geschlossen. Dann halt auch nicht. 

 

Zephyr Cove Beach

Da Joli so Rückenschmerzen hat wollen wir die Zeit die wir nun wohl oder übel übrig haben nutzen und noch einen Chiropraktiker aufsuchen, der laut Internet und Öffnungszeiten an der Praxistür heute, trotz Samstag, geöffnet hat. Anscheinend wissen Internet und Praxistüre mehr als der Chiropraktiker, denn der ist auch nicht da. Was ist in dieser Stadt nur los? Ok, weiter geht’s. Wir legen am Zephyr Cove Beach noch einen Fotostopp ein, allerdings für maximal 15 Minuten, denn die Parkgebührdame meinte: «Nur ein paar Fotos? Max. 15 Minuten.» Super. Schon wieder 10$ gespart. Viel mehr als 15 Minuten hätten sich auch nicht gelohnt, viel zu sehen gibt es nicht. Also brechen wir auf in Richtung unseres nächsten Ziels, den Mammoth Lakes.

 

Diese Strasse führt uns vorbei an goldenen Bäumen und Wäldern. Die Blätter vieler Bäume sind wunderschön herbstlich gefärbt und geben einen super Kontrast zu den grünen Hügellandschaften und dem blauen Himmel ab. Wahnsinn diese Farben. Sieht das bei uns im Herbst auch so aus? Ne! Wir haben die Blätter eher so orangebraun in Erinnerung und nicht so wunderschön goldgelb wie hier.

 

Auch kommen wir ein paar Mal an Abschnitten vorbei, an welchen nur noch unzählige schwarze, abgebrannte Baumstümpfe stehen, welche durch Waldbrände vernichtet wurden. Wir fahren durch hügelige Landschaften, über weite Felder und suchen uns auf der Strecke eine gute Burger Bude aus. Dort angekommen – geschlossen. Was ist das heute nur für ein Tag. Himmel noch mal. Aber Beni meint: «Ich glaube das wäre sowieso nichts geworden hier. Schau dir das Schild an. Walker Burger und dann ein Eis daneben? Das ist ein grober Marketingfehler, wenn die auch so kochen, sind wir wohl besser dran, dass sie geschlossen haben.» Wohl wahr.

 

Mono Lake

Wir werden ein paar Kilometer später doch noch fündig. Nach einer Pause mit Burger, Pommes und Limo gelangen wir dann nach einigen weiteren Meilen an den Aussichtspunkt des Mono Lakes, welcher bei uns den klassischen Wow Effekt auslöst. Die Sicht von einer Anhöhe ist wunderbar und entschädigt für die lange Fahrt. Nur die Drohnen die über unseren Köpfen umherschwirren nerven etwas – das ist wieder einmal eine Erfindung die die Welt nicht gebraucht hätte!

 

Unten am See, kann man noch den ein oder anderen Spazierweg gehen. Allerdings muss man einen Zettel ausfüllen und 3$ einwerfen und die Wege zu gebrauchen und das Auto zu parkieren. Wir haben kein Kleingeld und um an den See zu laufen einen Zettel auszufüllen ist uns irgendwie auch zu doof. Für irgendetwas hat unsere Kamera ja ein super Zoom. Zack. Erledigt und weiter geht’s. Das Visitor Center ist dann leider auch geschlossen – das scheint sich heute durch zu ziehen, wir hoffen nur, dass das Hotel, das wir für heute Nacht gebucht haben geöffnet hat... Immerhin hat das Visitor Center einen Grund. Getrieben durch eine Wespen Invasion musste das Gebäude ausgeräuchert werden. Das Personal sitz aber am heutigen Tag auf der Rückseite des Gebäudes, informiert uns ein Schild.

 

Lake June Loop

Wir fahren weiter. Es fehlt nicht mehr viel und deshalb fahren wir noch den kleinen Umweg, den Lake June Loop, welcher wirklich schön ist und auf jeden Fall die paar Minuten mehr wert ist. Was man nicht unbedingt von Mammoth Scenic Loop behaupten kann, den wir kurz vor dem Ziel noch als weiteren kleinen Umweg einbauen. Da wir über den Scenic Loop gekommen sind müssen wir jetzt noch einmal durch das ganze Dorf fahren um zum Visitor Center zu kommen. Es hat geöffnet, immerhin. Noch 15 Minuten aber das reicht uns. Die nette Dame gibt uns viele Tipps und wir fragen nach den 2-3 Punkten die wir uns rausgeschrieben haben und die wir hier sehen wollen. Zwei Aussichtspunkte und eine Wanderung. «Ach, das könnt ihr vergessen. Geschlossen!» Nein, also echt jetzt?! Wollen die uns heute denn alle verarschen?!

 

Wir fahren wieder ans andere Ende des Dorfes und finden unser Hotel geöffnet vor. Juhuuu. Einchecken und danach kurz im Restaurant nebenan etwas essen. Wir teilen uns einen Teller und ein Getränk und fallen noch so fast vom Stuhl als die Rechnung kommt. Ob wir uns je wieder an diese Preise gewöhnen? Und dann noch immer zwischen 15 - 25% Trinkgeld! Warum können die ihre Mitarbeiter nicht anständig bezahlen?! 20% Trinkgeld fanden wir schon in Mexiko abartig aber da war die Rechnung nicht einmal halb so hoch wie hier. Augen zu und durch und jetzt gemütlich ins Bett kuscheln. Adiö.

 

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