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Las Vegas I

Viva Las Vegas! 
Dieses Mal fahren wir mitten rein statt nur dran vorbei. Berühmt aus Film und Fernsehen und bekannt für seine Themen Hotels mit Casino, ist Las Vegas ein Abenteuer für sich alleine, weshalb wir drei Nächte in drei verschiedenen Hotels gebucht haben.

 

Luxor & der erste Eindruck

Der Anfang macht das Luxor Hotel, welches sich am Beginn des Las Vegas Strip befindet. Der Strip, so wird der knapp 4 Km lange Las Vegas Boulevard genannt, an welchem sich Hotel an Hotel respektive Casino an Casino reiht. Das Luxor ist eine riesige schwarze Pyramide. Das Thema Ägypten in und rund um die Pyramide ist nicht zu übersehen.


Jetzt aber raus und die irre Welt von Las Vegas entdecken gehen. Die Fussgängerwege sind teilweise so angelegt das man Hotels und deren Casinos durchqueren muss um weiter zu kommen. Das ist natürlich so gewollt, hier rollt der Rubel bekanntlich. Es ist aber auch anstrengend, die Hotels sind so gross, dass man sich regelmässig darin verirrt obwohl man nur den Ausgang sucht, krass.

Auf unserem Weg dem Strip entlang kommen wir an den Hotels Excalibur und New York vorbei. Das eine sieht aus wie ein Märchenschloss – Joli wollte unbedingt das Turmzimmer aber wir haben es nicht gefunden und daher nicht gebucht - das andere gleicht mit verschiedenen Hochhäusern und der Freiheitsstatue einem Mini New York. Im Garten befindet sich zudem eine grosse Achterbahn die allen zugänglich ist. Aber das Achterbahn fahren verschieben wir auf Morgen.

 

Wir schlendern durch die Strasse und saugen die Atmosphäre auf. Mit der Dämmerung fängt es dann überall an zu funkeln und glitzern. Wir laufen von Ägypten, ins Mittelalter zu den Rittern, weiter nach New York bis nach Paris und das alles in 2 Stunden gemütlichem Schlendern. Man kommt aus dem Staunen fast nicht mehr raus. Es ist total verrückt hier. Reizüberflutung pur! Nach einem schnellen und teuren Essen beim Italiener gehen wir dann in unser Zimmer für ein Powernap, es ist bereits 19:00 Uhr und wir haben noch was vor.

 

The Blue Man Group

Nachdem wir eingecheckt hatten, buchten wir als erstes eine Show. Als Gäste des Hotels konnten wir etwas Rabatt bei der Blue Man Group Show rausholen. Wir haben schon viel davon gehört aber ausser von blauen Männchen die mit bunter Farbe rumspritzen haben wir keine Ahnung was uns erwartet. Wir haben die Show um 21:30 gebucht, damit wir vorher noch etwas Zeit hatten um die Umgebung zu erkunden.

Spät abends (zumindest für unsere Verhältnisse) so gegen 21 Uhr kriechen wir etwas müde wieder aus unserem Bett. Wir begeben uns ins Hotel eigene Theater wo gleich die Blue Man Group auftritt. Die Müdigkeit ist dann aber schnell verflogen und der Start der Show baut unsere Reizüberflutung nochmals ums dreifache auf – wir werden nie und nimmer schlafen können danach?!?! Die Show besteht aus Licht, vielen Farben und Musik, die durch skurrile Instrumente verursacht wird und natürlich aus drei knallblauen Männchen und geht ordentlich ab. Mit Trommeln und wortlosem und pantomimischem Humor bringen die drei Schlümpfe den Saal zum Lachen und zum Toben. Auch Zuschauer müssen dran glauben und auf die Bühne rauf *bibber* - bitte nicht einer von uns! Phu, Glück gehabt. Wir werden bis 23 Uhr zwar etwas zu laut aber sehr gut und lustig unterhalten. Wir finden es ziemlich cool obwohl es total anders ist als erwartet. Wobei, was haben wir eigentlich erwartet? Es war auf jeden Fall das längere aufbleiben und das «Sightseeing»-Budget wert.

 

Flamingo

Heute besuchen wir zuerst einen Chiropraktiker und danach wechseln wir das Hotel. Wir haben uns für das Hotel Flamingo entschieden, warum? Keine Ahnung warum? Eigentlich wollten wir Möni’s Lieblingstier nach dem Reinfall in Bolivien (4x4 Jeep Tour -ihr erinnert euch?) nicht mehr berücksichtigen aber jetzt wo wir schon mal hier sind geben wir ihm noch eine Chance. Es ist schön zentral am Strip gelegen, von wo aus wir die weitere Umgebung erkunden können. Dazu gehören die absoluten Luxus Hotels, Caesars Palace, Bellagio oder das Venetian. Wir sind gespannt.

 

Das Thema Flamingo und die Farbe Pink sind im Hotel entsprechend auch Hauptprogramm. Wir haben ein Zimmer mit Sicht auf das Riesenrad gebucht, dass behauptet das grösste auf der Welt zu sein (es ist nicht das einzige, welches das behauptet) und wir können es tatsächlich erblicken, wenn wir uns mit der Nase fest an die Scheibe drücken und einen Knick in die Optik machen damit wir um die Ecke schauen können. Im Garten stehen dann tatsächlich auch noch Flamingos und es hat auch Pelikane (die mehr als nur unglücklich aussehen) und am Eingang zum Restaurant kann man sich Papageien auf die Schulter setzten lassen und das Foto dann kaufen – toooooll! Eh nö! Finden wir gar nicht cool und das Hotel bekommt entsprechend einen Abzug mehr in der Bewertung – Tiere gehören nicht in ein Hotel (auch nicht in einen Hotelgarten).

 

Das Venetian & Caesars Palace

Jetzt geht es weiter mit der Erkundung des Strips. Es gibt hier auch ein Madame Tussauds aber da das Aushänge Schild Channing Tatum (Magic Mike) mit Hemd und Jacquet anstatt Oben ohne nachgebildet wurde und so draussen steht, befindet Joli dies als unnötige Ausgabe – da gibt es haufenweise echte, nackte Ärsche auf den Strassen von Las Vegas zu sehen aber einen Channing Tatum Oben ohne aus Wachs ist zu viel verlangt?! Pah!

 

Dann vielleicht heute auf die Achterbahn beim New York Hotel? Mist, jetzt wo wir heute Vormittag bei Chiro waren?! Na dann eben durch die vielen Hotels schlendern. Es gibt mehr als genug zu sehen.

 

Zwei Hotels faszinieren uns besonders. Das Venetian; nach dem Besuch dieses Hotels fehlen uns ein wenig die Worte. Hier hatten wir ursprünglich eine Suite gebucht – ein Schnäppchen eigentlich, aber einfach immer noch zu teuer, so dass wir die Buchung wieder storniert haben.

 

Wir hatten ja bereits das Vergnügen das echte Venedig zu besuchen. Das hier gebotene kommt dem Original doch erstaunlich nahe, wir kommen aus dem Staunen kaum raus und Joli wiederholt in Dauerschleife: «Die spinnen die Amis!», «Die haben echt einen Knall!» . Durch dieses Hotel fliesst ein Kanal, auf welchem Gondolieri wie im Original ihre Runden drehen und dazu «O sole mio» trällern. Die Schlange vor den Gondeln ist riesig und auch der Preis steht dem Original in nichts nach. Die Brücken, die Gebäude alles ist so detailliert und genau nachgebildet es ist unglaublich. Die Decke wechselt regelmässig in fliessendem Übergang von Tag zu Nacht, es ist faszinierend. Wir fühlen uns tatsächlich wie in Venedig. Um das zu verdauen kaufen wir uns einen kleinen Snack – Würstchen im Schlafrock und wenn wir gleich eine Bewertung im Internet machen, bekommen wir noch einen Bretzel gratis. Na aber logisch. Jeder Rappen zählt! 

 

Nach dem Sightseeing in Venedig gehen wir wieder etwas raus an die frische Luft um die ganzen Prachtbauten noch von aussen zu bestaunen und zu entscheiden was wir noch von innen sehen wollen.

 

Das Caesars Palace. Auch hier haben wir das Gefühl im falschen Film zu sein. Es gibt riesige Köpfe die als Sessel dienen, gigantische Brunnen und eine Wendelrolltreppe. Wo gibt’s denn so was? Echt jetzt?

 

Bellagio Buffet

Mit knurrenden Bäuchen ziehen wir los ins Bellagio, wir haben noch nichts gegessen ausser den Bretzeln. Alle Hotels am Strip bieten Frühstück, Mittag und Abendessen Buffets mit verschiedenen Spezialitäten an. Wir entscheiden uns fürs Bellagio, welches auf Fleisch und Meeresfrüchte spezialisiert ist.  Für zwei Personen «All you can eat» Buffet bezahlen wir 85 Dollar. Das kostet in den USA ein "normales" Abendessen zu zweit auch. Und schliesslich haben wir den ganzen Tag gefastet. Wir bezahlen am Eingang und die Dame fragt nach Trinkgeld. Ehm… Nö… Wir holen uns das Essen ja selber und zudem gebe ich doch keine Trinkgeld bevor ich überhaupt etwas konsumiert habe und weiss ob es ein Trinkgeld verdient oder nicht? Wir warten einen Moment und werden dann zu unserem Tisch geleitet.

 

Da die Auswahl riesig ist, holen wir uns jeweils immer nur kleine Häppchen, welche wir dann teilen denn wir wollen so viel wie möglich probieren. Dann legen wir los mit Steak, Spare Ribs und Roast Beef mit Beilagen. Danach 5 verschiedene Pastas, gefolgt von Lachs, Meeresfrüchten, Krebs und Muscheln. Als vierte Runde gibt es einen Sushi Teller und zwei Kaviar Häppchen. Ein Käseteller mit Brot und Butter setzt dem salzigem Essen dann den Deckel auf bevor wir noch zwei Teller mit 8 verschiedenen Dessert Leckereien verputzen. Hört sich nach viel an. Ist es auch. Wir verbringen über zwei Stunden am Buffet, nehmen es sehr gemütlich und legen ordentlich Pausen ein.

 

Die Aufenthaltsdauer ist zwar auf zwei Stunden beschränkt, aber da wir immer am Essen sind jagt uns zum Glück niemand davon. Insgesamt haben wir etwa drei Viertel des Buffets durchgetestet und sind ziemlich zufrieden. Etwas enttäuscht sind wir von den Meeresfrüchten und Pastas ansonsten war alles sehr lecker. Und wir haben alles aufgegessen, was wir auf den Teller geladen haben. Ganz im Gegensatz zu vielen anderen. Viele Menschen verwechseln «All you can eat» einfach immer noch mit «All you can auf deinen Teller laden und dann wegschmeissen»!

Bellagio Fountains

Wir fühlen uns kugelrund und dem Platzen nahe als wir kurz danach am Brunnen, also eigentlich fast schon See, vor dem Bellagio stehen, wo gleich die Wassershow beginnt. Die Show findet alle 15-30 Minuten und während mehreren Stunden jeden Abend statt und trotzdem stehen immer unzählige Menschen hier. Wir sind frühzeitig da und verteidigen unsere Plätze in der ersten Reihe sehr standhaft und mit breiter Schulter.

 

Wer kennt nicht Oceans 11? Wir stehen zwar nicht mit Blick auf das Bellagio sondern den Eiffelturm und haben auch keine 12 Millionen ergaunert und trotzdem fühlen wir uns irgendwie vogelfrei und haben ein riesen Hochgefühl während wir der faszinierenden Wassershow mit Musik zusehen. 

 

Mirage Volcano Show

Nicht zuletzt um die Verdauung anzuregen spazieren wir dem Strip entlang in Richtung Hotel Mirage. Auch hier gibt es einen Brunnen, mit einem Vulkan. Die Feuershow, welche hier 3-4x pro Abend geboten wird ist auch cool aber lange nicht so cool wie die des Bellagios. Danach lassen wir uns bei einem Spaziergang über den Strip ein zweites Mal von all den Lichtern verzaubern und amüsieren uns ab den gefiederten Ärschen die hier überall umherlaufen.

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Sändi (Freitag, 11 Januar 2019 18:28)

    Die Damen kommen uns bekannt vor, unser kleiner Zwerg sprach diese vor gut einem Jahr mit: "Hoi Zäme" an und bestaunte sie von Kopf bis Fuss:-)

  • #2

    Benjoli (Samstag, 12 Januar 2019 16:24)

    Haha, wäutklass! Mir gsehne gad vor üs, sehr geil!