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Osaka

Es bricht bereits unsere letzte Woche in Japan an. Für unser Budget ist Japan die reinste Qual, aber wir fühlen uns hier sowas von puddelwohl und das obwohl wir zur Zeit fix und fertig sind. Wir benötigen dringend eine längere Pause um die vielen Erlebnisse und das Dauersightseeing zu verarbeiten. Von Tempeln und Schreinen haben wir doch langsam genug gesehen, hingegen die Küche, insbesondere hier in Osaka, bietet immer wieder neue leckere Speisen, welche wir nur zu gerne probieren.

 

Dotonbori

Ein weiteres schrilles Stadtviertel auf unsere Japan Reise. Riesige Bildschirme, überall fröhliche Musik und Shops. Am meisten interessieren wir uns aber für die Streetfood Stände. Wir essen Teigtaschen mit Sesamöl, mit Oktopus gefüllte Teigbällchen und Nudelsuppe mit sehr viel Knoblauch - lecker. Wir beobachten auch die «Köche» eine Weile bei der Arbeit. Faszinierend wie sie die Oktopussbällchen mit den Stäbchen in einer mega Geschwindigkeit drehen und wenden. Die Musik die dazu lautstark aus den Boxen dröhnt gibt den Takt an und wir könnten ewig hier stehen bleiben und zuschauen. Sogar Winni Pooh, dreht zu der fröhlichen Musik unzählige Runden um seine Stange.

 

Das Kobe Rind gehört zum Besten Fleisch der Welt (sagt man) und wir sind hier sogar um die Ecke der Stadt Kobe. Trotzdem uns ist es einfach zu teuer. Wir sind auch gerne mal Feinschmecker, aber wir haben bei Essen und Wein unsere Limiten, was den Preis angeht. Bei einer Flasche Wein hört bei uns zu Hause der Spass aller spätestens bei 30 Franken auf und ein Fleischspiesschen mit ein paar Gramm Fleisch für 30 Franken ist uns ebenfalls viel zu teuer. Auch für ein einziges Sushi mit einem Stückchen Kobe drauf zahlen wir keine 10.-! Dann lieber nochmals eine Runde würzige Teigtaschen für drei Fränkli und dazu zu der fröhlichen Musik etwas herumwackeln.

 

Es ist bereits Anfangs Dezember und es Weihnachtet sehr, überall sehen wir pompöse Weihnachtsbäume und verrückte Weihnachtsbeleuchtungen. Dazu wird man von allen Seiten mit fröhlicher Weihnachtsmusik beschallt. Mit einem Dauergrinsen geniessen auch wir die Jahresendstimmung und machen viele lustige Fotos, unter anderem mit einem lustigen Maskottchen vor einem Einkaufszentrum.

 

Wir sind auch immer wieder aufs Neue fasziniert von der japanischen Kreativität. Überall sehen wir Schilder und Plakate, die einfach automatisch Aufmerksamkeit erregen. Aber auch unsere schöne Schweizerflagge sehen wir andauernd. Weltweit ist das Kreuz weiss auf rotem Grund zu sehen und wir fühlen uns immer ein bisschen wie zu Hause. Wohl deshalb sind wir wohl schon öfters auf die Idee gekommen unseren Pass zu zücken und zu sagen: «Achtung wir müssen durch wir sind Ärzte!»

Osaka Harbour

Die Zeit reicht noch für einen kurzen Abstecher in das Hafenviertel. Hier steht eines der grössten Aquarien der Welt, aber wir schauen uns die Tiere lieber in freier Wildbahn an, dazu wir werden in Asien noch genügend Zeit haben. Auch das Riesenrad lassen wir aus und geniessen dafür die Sonne bei einen Kaffee am Hafen. Dafür zieht uns ein Unterhaltungskünstler mit seinen Zaubertricks für eine Weile in seinen Bann.

 

Koyasan

Eigentlich wollen wir nach Koyasan, einem Berg mit Kloster, da heute aber ein richtiger Schlechtwetter Tag ist und wir irgendwie auch keine Lust haben früh aufzustehen und überhaupt etwas zu machen, haben wir uns dagegen entschieden. Wir starten den Tag mit ein paar Teigtaschen von der Strasse und sitzen anschliessend bei einem Kaffee mit unserem Laptop in einem Starbucks im Dotonbori Stadtviertel. Wir machen uns hier die ersten Gedanken zu unserem nächsten Land Taiwan. Wie lange, wohin und was wir uns ansehen wollen ist die Frage. Naja viele antworten bekommen wir nicht und schon bald brechen wir wieder auf.

Eine Spezialität aus Osaka die wir noch nicht kennen ist Okonomiyaki. Die japanische Variante einer Art Pizza, so sagt man auf jeden Fall.

Wir wollen das probieren und finden ein typisches Restaurant an der lebendigen Einkaufsstrasse. Der Tisch verfügt über eine rechteckige Heizplatte, auf welcher die "Pizza" serviert wird. Mit einer Art Spachtel holt man sich dann Stück für Stück in seinen kleinen Teller, nachdem das ganze direkt am Tisch gebraten wurde. Okonomiyaki besteht als Basis aus einer flüssigen Teigmasse ähnlich einem Omelett, welche mit fein geschnittenem Kohl gemischt wird. Dazu kommen je nach Belieben verschiedene weitere Zutaten hinzu. Unsere "Pizza" enthält noch Schweinefleisch und Käse. Darüber kommt ordentlich Sosse bevor sie am Tisch gebraten und gegessen wird. Es ist für uns jetzt nicht der kulinarische Kracher aber lecker war es trotzdem. Wahrscheinlich etwas zu kohlig für unseren Geschmack.

 

Nachdem wir in unserem Zimmer noch etwas recherchiert haben und Joli sich ein heisses Bad in der Minibadewanne gegönnt hat, haben wir trotz dem vielen Faulenzen heute schon wieder Hunger. Aber eigentlich haben wir keine Lust das Hotel zu verlassen und auf die gratis Suppe des Hotels, welche es erst um 21:30 gibt wollen wir auch nicht warten. Gleich um die Ecke bietet sich aber ein indisches Restaurant an. Da wir mit indisch eigentlich noch nie wirklich falsch gelegen sind und eine Abwechslung zwischendurch nicht schadet fällt der Entscheid leicht. 

 

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