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Kleine Freuden - *mampf*

Für das heutige Mittagessen bedanken wir uns vielmals bei Regula & Markus Hänni. Einen Tag zuvor waren wir bereits in diesem Restaurant (Din Tai Fung 101), haben aber wie so oft, nur etwas Kleines bestellt und es geteilt. Das Essen war aber so vorzüglich lecker, das wir es ein wenig bereut haben nur so wenig bestellt zu haben. Dank Euch dürfen wir heute nach Lust und Laune schlemmen und da wir kein Frühstück hatten, hauen wir richtig rein.

 

Wartezeit

Aber zuerst müssen wir überhaupt reinkommen, die Wartezeit wird mit 60 Minuten angegeben – Mist doppelt so lange wie gestern. Vor dem Eingang tummeln sich die vielen Menschen und warten bis sie an der Reihe sind. Es werden fortlaufende Nummern gezogen, wobei es vier Nummernkreise gibt. Das bedeutet je nach Grösse der Gruppe (benötigte Plätze) gibt es einen anderen Nummernkreis. Wir haben aber Glück, in unserem Fall, Tisch für 1-2 Personen geht es zackig voran. Es dauert keine 15 Minuten bis wir an der Reihe sind. In der Zwischenzeit haben wir auch schon die Menü Karte studiert und unsere Bestellung notiert.

 

Ablagefläche

Hier, wie auch schon in Japan, erhält man in den Restaurants einen Korb in welchen man Handtasche, Einkäufe oder wie in unserem Fall die kleinen Rucksäcke legen kann. Sehr praktisch wie wir finden, so muss man nicht einen zusätzlichen Stuhl blockieren, die Tasche unbeaufsichtigt hinten an den Stuhl hängen oder sogar auf den meist schmutzigen Boden stellen. Als Beni seine Jacke über den Stuhlrücken hängt, kommt die Bedienung mit einem Seidenüberzug, welcher sogleich über Stuhl und Jacke gestülpt wird, interessant, haben wir so noch nie gesehen.

 

Tischsitten & Teigtaschen

Als ob die Bedienung es gewusst hätte, stellt sie uns noch ein paar extra Schüsselchen auf den Tisch damit wir das Bestellte besser teilen können. Wir haben aber auch schon gelesen, dass man nicht aus der Hauptschüssel isst sondern immer zuerst alles in das eigene kleine Schüsselchen vor sich legt. Für uns Europäer wohl etwas komisch, da jeder meistens sein eigenes Menu bestellt. Aber in Asien wird oft kreuz und quer alles bestellt und danach am Tisch geteilt. Somit macht es Sinn nicht direkt aus der Schüssel zu essen. Wir benutzen die kleinen Schüsselchen mehr als Sicherheitsnetz, falls etwas zwischen Hauptschüssel und Mund abstürzt.

 

Zu Beginn gibt es mit Schweinefleisch gefüllte Teigtaschen in einer köstlichen, scharfen Chilisosse. Bereits in Japan haben wir die gebratenen Teigtaschen geliebt, diese hier werden gekocht oder gedämpft und schmecken sogar noch ein bisschen besser.

 

Danach folgen feinste Crevetten Teigtaschen. Diese werden in runden Bambusgefässen, welche aufeinandergestapelt werden, gedämpft. Die Teigtaschen mit der Füllung darin, ziehen beim Dämpfen einen Sud, welcher einen Wahnsinns Geschmack entfaltet. Es gibt drei traditionelle Arten diese zu geniessen. Man verspeist die Tasche am Stück und lässt den Geschmack im Mund entfalten. Bei der zweiten Variante wird die Teigtasche in einen Mix aus Soya, Essig und Ingwer getunkt und genossen. Bei der Dritten, welche wir am besten finden, wird die Teigtasche auf dem Löffel aufgestochen und der Soya, Essig Mix wird darüber geträufelt, sagenhaft gut. Generell scheint hier allen das Essen zu schmecken, gleich an unserem Nebentisch wird Suppe geschlürft, das es eine wahre Freude ist.

 

Beef Nudelsuppe & Chili Nudeln

Dann folgen die dunkle Nudelsuppe mit 4 grossen Fleischstücken und die Chili Nudeln. Die Suppen in Asien sind jeweils eine Geschmacksexplosion. So würzig und vielfältig, da ist jede Suppe aufs Neue ein Gaumenschmaus.

 

Die Chilinudeln werden mit etwas Öl an einer Kräutersauce mit Chili und Frühlingszwiebeln serviert, leicht scharf und schmackhaft. Wir wollten etwas anderes probieren als die Nudeln mit Erdnusssosse von gestern. Dummerweise ist an den Chili Nudeln die gleiche Sosse wie an den Teigtaschen mit Chilisosse – dumm gelaufen.

 

Übrigens wird unsere Tee Tasse regelmässig neu aufgefüllt und der Tee ist gratis. Ja es gibt Orte auf der Welt wo man für Leitungswasser nicht bezahlt wie bei uns, sondern sogar noch Tee gratis serviert bekommt.

 

Handmade in Taiwan

Wir haben vorzüglich getafelt und sind auch bestens satt geworden. Auf dem Weg zur Kasse kommen wir dann noch an der Showküche vorbei, an welcher man den Köchen in Aktion zusehen kann. Es gibt hier keine flammenden Pfannen zu sehen, dafür sieht man es im Hintergrund dampfen wie verrückt und wie die frischen Teigtaschen in anstrengender Handarbeit hergestellt werden.

 

Das Tempo, mit welchem der Erste die kleinen Teigkügelchen mit einem Holzstab ausrollt ist unglaublich. Uns fallen bereits beim Zusehen die Finger ab. Der Zweite befüllt die Teiglinge mit der Füllung, wobei jede einzelne Teigtasche auf der Küchenwaage landet und notfalls nachgefüllt wird. Der Dritte bewegt seine Hand mit der Teigtasche darin so schnell das wir gar nicht sehen können wie genau die gefaltet werden. Der Vierte verteilt die Taschen, immer 5 Stück pro Gefäss, stapelt die Gefässe bis zu 20 Stück aufeinander um sie danach über dem Dampf zu platzieren. An vier Arbeitstischen wird unter Hochdruck produziert, damit der Nachschub für die vielen hungrigen Gästen nicht ausgeht.

 

Den Rest der Spende haben wir der Tierauffangstation Amazoonico in Ecuador gespendet. Die Sicherheitsrichtlinien des E-Bankings lassen leider keinen Printscreen zu um es hier mit einem Foto zu ergänzen.

 

Vielen herzlichen Dank Regula und Markus es war sehr lecker und wir sind sicher auch die Affen im Amazoonico freuen sich auf eine extra Portion leckerer Früchte.

 

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