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Jiufen

Take it easy

Nur mal nicht "juflen" heute geht es nach Jiufen, ein entspannter Tagesausflug soll es werden. Den Wecker am Morgen ignorieren wir beide zuerst gekonnt und nach kurzem Gegrummel sind wir uns einig und schlafen einfach mal weiter. Dieses kleine Bergdorf mit japanischer Vergangenheit, wo früher Gold und Kupfer abgebaut wurden, liegt etwas über eine Stunde Zugfahrt von Taipei entfernt, also nur keinen Stress. Bereits im Zug wird klar das dürfte heute kalt werden. Zum Glück hat Joli Beni noch gesagt nimm einen Pullover mit, um dann selber aber keinen dabei zu haben. Am Endbahnhof steigen wir in den Bus um, welcher uns noch 15 Minuten in die Höhe fährt. Jetzt wird es auch noch neblig und oben angekommen ist die Sicht gleich Null. Naja fast zumindest. Yeah!

 

Fressstrasse

Bei konstantem Nieselregen spazieren wir durch die teilweise überdeckten engen Gassen. "Durch diese Hohle Gasse musst du gehen", würde Wilhelm Tell sagen. Für Beni ist es eher "durch diese Fressstrasse musst du dich futtern". Ein Paradies für Streetfood Schleckermäuler wie ihn. Seit wir in Asien sind ist Beni konstant immer etwas am Futtern. Kurz zusammengefasst heisst das, wir essen heute eine schwarze Tintenfisch Sticky Rice Wurst, eine Schweinebratwurst mit Knoblauch (siehe Foto – den Knoblauch gibt es separat dazu!), Beefnudelsuppe und einen Teig Ball mit Fleischfüllung. 

Es regnet teilweise in Strömen und wir werden auch ordentlich nass. An einem Seiten Gässlein biegen wir ab und steigen ein paar Treppen in die Höhe. Hier stehen wir dann ganz allein vor einem Tempel. Die Faszination geht aber durch den Gerümpel, welcher im Tempel herumliegt verloren, auch die beiden Ventilatoren und die regenbogenfarbene Leuchttafel mit chinesischen Zeichen stören das Bild erheblich. Bei den Tempeln hat Japan bisher klar die Nase vorne, das wirkt dort einfach noch um einiges authentischer.

Old Street

Als wir nach etwa zwei Stunden an der unteren Bushaltestelle ankommen, sind wir uns einig den Hauptteil, die sogenannte Old Street die wir gesucht haben, unbewusst bereits durchquert zu haben. Zusammengefasst war es ein kurzer, regnerischer Ausflug. Die Old Street ist voller Snackbuden und Souvenir Shops und die Strasse ist mit vielen roten Girlanden geschmückt, welche ein tolles Bild abgeben. Die meisten Besucher reisen erst Nachmittags an um dann die Atmosphäre im Dunkeln zu bewundern. Wir ziehen es aber vor uns einigermassen frei bewegen zu können und sind daher nach zwei Stunden am frühen Nachmittag bereits auf dem Rückweg. Diesen Ausflug kann man machen, muss man aber nicht unbedingt, wobei die Aussicht bei schönem Wetter sicher genial ist. Ursprünglich wollten wir für zwei Nächte hier übernachten, das wäre aber im Nachhinein gesehen unnötiger Reisestress gewesen.

Zurück am Hauptbahnhof besorgen wir uns Zug Tickets für die bevorstehenden Fahrten in den Süden. Viele Züge sind nicht zuletzt aufgrund der Weihnachtstage schnell ausgebucht, was uns veranlasst die Route zu fixieren um garantierte Plätze zu haben, macht Sinn oder? Da der Regen den ganzen Tag nicht nachlässt kaufen wir uns unser Abendessen auf der Strasse und verbringen den Rest des Tages im Zimmer. 

 

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