· 

Merry Christmas & Happy New Year

An dieser Stelle schalten wir einen kleinen Zwischenbericht. Wir wollen euch danken, schöne Festtage wünschen und auch ein paar Themen aufgreifen die nicht speziell auf ein Land zu zuordnen sind. Würden wir die Reihenfolge einhalten würden die Festtagswünsche euch wohl erst im Februar erreichen, denn aktuell sind wir rund 8 Wochen im Rückstand mit den Berichten. Sorry about that.

Wir wollen allen unseren Spendern (teilweise sogar Mehrfachspendern) nochmals herzlich für die Spenden unter "Kleine Freuden" danken. Ihr habt uns damit einige grosse Freuden gemacht.

Vielen herzlichen Dank an Brigitta und Markus Hegetschweiler, Renate Feller, Dorette Hegetschweiler, Martin und Ruth Zutter, Livia Mäder, José Placido Meseguer, René Mäder und Anita Amstutz, AnSaLu, Regula und Markus Hänni, Möni Zutter und Yvan Bylang.

Wir haben noch nicht alles in einen bestimmten Ausflug oder ein Essen investiert aber schon Pläne geschmiedet. Einige Spenden haben wir zwar bereits eingesetzt aber der Bericht wartet noch auf seine Aufschaltung. Und an anderen haben wir euch ja schon teilnehmen lassen.

 

Vielen Dank auch an Erika und Roli Abbühl, die unserem restlichen Hab und Gut in der Schweiz einen Unterschlupf zur Verfügung stellen.

 

Wir hoffen ihr verzeiht uns unseren Rückstand aber neben der Homepage und den Fotos haben wir auch immer viel um die Ohren mit Erlebnissen, Planen und auch immer wiedermal Pausen.

Auch ein grosses Dankeschön an die Menschen die uns auf unserer Reise willkommen geheissen haben, ein Stück begleiteten oder noch begleiten werden. Alle Bekanntschaften können wir nicht nennen aber einige Besondere wollen wir doch nicht auslassen.

Danke an Eric & Nathalia mit Milo, die uns in Santiago de Chile willkommen geheissen haben und zu sich nach Hause eingeladen haben. Wir hatten eine super Zeit mit euch.

 

Liebe Bolivien 4x4 Truppe, ohne euch wären die vielen Pleiten, Pech und Pannen nur halb so lustig gewesen. Thank you. Selina Kappeler hoffentlich war den Trip von weniger Pannen geprägt.

 

Lorenz Kunz, so geil, dass wir dich zufällig auf der Hostalliste entdeckt haben, hätten wir ein Treffen planen wollen, hätte es wohl niemals geklappt.

 

Und Danke Dario Schellenberg und Patricia Shams für den super Tipp - Refugio de los Volcanes.

 

Joel und Maria Deplanque euer Oktoberfest war das Beste, auf welchem wir je waren und die Crêpes unbeschreiblich. Danke für eure Gastfreundschaft.

 

Edwin Liang Yu thank you so much, dass du unsere neue Kamera entgegengenommen hast. Dank dir können wir wieder viele gute Fotos machen.

 

Galapagos Insel Hopper, danke es hat riesig Spass gemacht mit euch allen durch den Archipel zu cruisen und ein paar Tage im Paradies zu verbringen.

 

Roberto, Karina y Robertito gracias por todo. Eurer Airbnb war wie ein kleines Zuhause für uns. Wir haben uns pudelwohl gefühlt.

 

Nina Senti & Familie, Gina Gelati & Elliot Fox danke für das Mitfiebern während den WM Spielen – so hat es doppelt Spass gemacht und vielen Dank für das tolle Frühstück und den Souvenirtransport in die Schweiz.

Danke an Betty Zucchetti Espaguetti de Atún (Béatriz Tipantuña) und ihre Familie für das herzliche Willkommen in Pujili.

Danke Cristina Vallejo und Familie für die Einladung in euer Zuhause in Quito und San Pablo del Lago.

 

Und nochmals Danke an unsere Freundin Betty für die super Zeit die wir gemeinsam in Panama verbringen durften. Du hast Panama gerettet und warst der Sonnenschein in der Regensaison.

Muchas gracias an Jonas Riedo und Annabele Tenisch dass ihr unser Kuba Abenteuer gerettet und uns noch einen netten Abschluss beschert habt.

Merci viu mau AnSaLu für den Roundtrip in Kalifornien, eure grosszügige Spende und eure Gesellschaft im Land der unbegrenzten Spinnereien. Und merci für den Schweizer Food den ihr uns mitgebracht habt, wir haben jeden Bissen genossen.

Und last but not least: Juhuuuu Möni Zutter und Yvan Bylang. Wir freuen uns auf euch und Thailand - übt schon mal fleissig fürs Karaoke Singen.

 

Ok, zugegeben, dass sind jetzt doch mehr als ursprünglich geplant. Aber ihr alle seit ein Teil unserer Weltreise und wir sind froh darüber und erinnern uns gerne an die gemeinsame Zeit.

Ist Reisen wie Urlaub machen?

Wir wurden schon mehrmals gefragt ob wir noch Lust haben zu Reisen und ob wir uns eigentlich wie im Dauerurlaub fühlen. Ja wir haben noch Lust – mal mehr, mal weniger aber mit Urlaub im eigentlichen Sinne hat unser Abenteuer nichts zu tun. Im Gegenteil. Reisen ist sehr anstrengend. Zumindest nach den ersten 6 Wochen Dauersightseeing und sobald du etwas im Reisealltag angekommen bist – ja auch hier gibt es einen Alltag – zugegeben er ist schon geiler als der Arbeitsalltag aber es gibt ihn auch hier.

Wenn wir Urlaub machen, buchen wir in der Regel alles voraus. Start- und Enddatum sind klar. Destination auch. Der Transport ist geregelt und meistens sind auch alle Unterkünfte schon gebucht oder zumindest ist klar in welchem Ort man übernachtet. Und für ein paar Wochen im Jahr ist es auch super sich jeden Tag 2-3x ein Restaurant auszusuchen, die Speisekarte rauf unter runter zu studieren und zu überlegen was man essen will.

Reisen ist anders. Seit fast einem Jahr, 12 Monaten, 52 Wochen resp. 358 Tagen sind wir on the Road und entscheiden alle paar Tage wo wir als nächstes hingehen.

 

Es stellen sich Fragen wie: Wohin gehen wir? Wie kommen wir dorthin? Wo schlafen wir? Wo und was Essen wir? Was machen wir an diesem Ort? Was gibt es dort und was wollen wir sehen? Müssen wir etwas beachten? Ist es sicher dort? Was kostet wie viel und wo ist es allenfalls günstiger? Und, und, und…

 

Wir Essen selten zwei Mal am selben Ort. Schlafen nur ca. 1-5 Nächte im gleichen Bett. Packen unsere Rucksäcke mittlerweile im Schlaf ein und aus. Oder wir packen sie gar nicht mehr ganz aus wenn wir unter 4 Nächten an einem Ort sind und nicht gerade Wäsche waschen müssen. Das alles braucht unbewusst viel Energie.

 

Wir kommen zum Beispiel Abends nach einem langen Tag nicht einfach nach Hause und können uns aufs Sofa fallen lassen. Ein langer Reisetag, mit Umsteigen und Gepäck schleppen liegt hinter uns. Wir sind müde und hungrig. Aber jetzt kommt erst noch das Einchecken, Formalitäten erledigen, bezahlen, Zimmer beziehen – ist es sauber? Oder finden wir noch Spuren vom Vormieter im Bett oder Badezimmer?

 

Und auch wenn die Zimmer schon bezogen sind, kommt immer noch die Frage: Wo gehen wir essen? Was gehen wir essen? Damit wir nicht lange suchen müssen, nehmen wir jeweils Tripadvisor oder Google zu Hilfe aber wir haben sehr oft das Pech, dass das erwählte Restaurant gerade geschlossen hat, an eine andere Adresse umgezogen ist oder nicht mehr existiert. Oder wir finden es gar nie. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie oft uns das passiert ist – wir können es selber kaum glauben.

 

Im Restaurant angekommen, dann die Qual der Wahl: Was bestellen wir? Am Anfang ist das super. Wir haben alles Mögliche ausprobiert und in den ersten Wochen der Reise auch ziemlich zugelegt. Irgendwann ist es anstrengend, jeden Tag vor so vielen Möglichkeiten zu stehen. Mittlerweile lassen wir auch mal 1-2 Mahlzeiten von 3 ausfallen, einfach weil wir keine Lust haben schon wieder etwas zu suchen – so werden wir wenigstens die angefutterten Pfunde der ersten Wochen wieder los.

 

Betreffend der Auswahl macht es uns Asien geradezu einfach – da wir die Karte sowieso nicht lesen können und die meisten kein gutes Englisch sprechen, zeigen wir einfach auf ein Bild oder sagen Pork oder Chicken und dann kommt irgendwas daher – sofern wir ein Restaurant finden – denn hier sieht irgendwie alles gleich aus und von weitem ist für uns nicht ersichtlich ob von den nächsten 50 Schildern, eines zu einem Restaurant gehört oder es doch nur ein Elektroladen ist.

Länderübergreifendes Reisen setzt noch einen drauf: Brauchen wir für das nächste Land ein Visum? Ein Ausreiseticket? Wenn ja - wo gehen wir nach diesem Land hin? Keine Ahnung! Uff! Seit wir nicht mehr nur auf dem Landweg unterwegs sind wie in Südamerika brauchen wir bei der Einreise mit dem Flugzeug auch immer ein Aus-/ Weiterreise Ticket oder müssen ein Visum beantragen oder sogar beides! Was echt mühsam ist, denn es bedeutet das wir noch weiter voraus planen müssen, was sehr aufwändig ist, eigentlich nicht zu unserem spontanen Reisestyl gehört und in der Regel sowieso nicht klappt. Deshalb sind wir jetzt wohl auch in Taiwan und wissen gar nicht so richtig was wir hier wollen – aber wir brauchten ein Ausreiseticket aus Japan.

 

Aus diesem Grund brauchen wir auch zwischendurch Urlaub vom Reisen. Einfach einmal eine Woche fix an einem Ort, wo es möglichst langweilig ist und nichts zu sehen gibt und wir selber kochen können. Nach den 8 Wochen Dauerprogramm in den USA und Japan zum Beispiel meinte Beni vor Kurzem: «Hey ich hatte seit über 60 Tagen kein Wochenende mehr – keinen einzigen Tag frei.» Klingt blöd ist aber so. Wir waren jeden Tag von früh bis spät unterwegs und haben keine Pause gemacht. Wir haben Mittlerweile festgestellt, dass man das ca. 6 Wochen am Stück machen kann und dann eine Pause braucht, weil man irgendwann auch nicht mehr aufnahmefähig ist.

 

Ihr seht also wir werden jeden Tag vor unzählige Entscheidungen gestellt, die zu Hause entfallen oder so alltäglich sind, dass man sie gar nicht mehr wahrnimmt. Und wer uns kennt, weiss dass weder Beni noch Joli die Könige im Entscheidungen treffen sind. Somit ist eine der häufigsten Aussage unserer Reise: «Ich weiss nicht! Entscheide du!»

 

Wir hoffen das beantwortet eure Frage, ob Reisen wie Urlaub machen ist. Nein. Es ist anstrengend, manchmal nervig aber es ist definitiv geil und wir würden es immer wieder tun und es jedem empfehlen, der einmal einen etwas anderen Alltag erleben will.

 

Joli sagt immer: «Wir machen hier eine intensive Weiterbildung und Faulenzen nicht etwa. Das Leben ist unsere Schule und die Erde unser Klassenzimmer. Auch wenn wir dafür kein Diplom erhalten, lernen wir doch mehr über die Welt und uns als wir es sonst irgendwo könnten.»

 

In diesem Sinne wünschen wir euch wunderschöne Festtage, schöne Weihnachten und geniesst die Zeit mit eurer Familie und Freunden. Rutsch gut ins neue Jahr und wir hoffen euch auch im 2019 noch zu unseren Lesern zählen zu dürfen denn: «Mir göh no lang nid hei, mir hei no 15 Stei…»

 

Statistiken und Beiträge zu den kleinen Freuden findet ihr unter dem Link: Tags: Kleine Freunden, Zahlen Daten Kurioses

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Martin (Montag, 24 Dezember 2018 16:31)

    schön danke und gute reise
    lg pamaru