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Kaohsiung I

Bei schönstem Wetter steigen wir in den Bus nach Kaohsiung, leider ohne den Nationalpark in Kenting besucht zu haben. Fast drei Stunden später sind wir in unserem letzten Basiscamp in Taiwan angekommen. Am Bahnhof plündern wir wie üblich die Touristen Info und suchen danach unser Hotel. Leider können wir erstmal nicht frühzeitig unser Zimmer beziehen.

Völlig unvorbereitet (entsetzte Aussage von Joli) müssen wir uns jetzt in die neue Stadt begeben und haben keinen Plan was wir machen wollen und auch unser kleines «wir können noch nicht einchecken» - Rücksäckli ist nicht gepackt, das bringt unseren ganzen Rhythmus durcheinander.

 

Wir spazieren erstmal durch den Park und gönnen uns einen gemütlichen Kaffee beim Meerjungpuss um die Ecke. Heute ist ja Weihnachten und deshalb sollten wir doch auch heute ein Festmahl zu uns nehmen. Zu Hause essen wir ja auch immer mindestens 3-5x ein grosses Weihnachtsfestmahl, also wieso hier nicht auch? Das vorgezogene Weihnachtsessen vor zwei Tagen war sogenannte Fusions Küche, europäische und asiatische Gerichte vereint, Teil II war Streetfood und heute gibt es ein reines taiwanesisches Festmahl.

 

Weihnachtsschlemmerei III

Einmal direkt durch die Küche gelaufen und schon sitzen wir mitten im Restaurant. Die Karte ist mit englischen Begriffen und Bildern ausgestattet und wir sind hungrig. Danke vielmals Renate Feller für unser drittes Weihnachtsessen. Wir hoffen du entschuldigst, dass wir keinen separaten Eintrag gemacht haben, aber da wir deine Spende auf mehrere verschiedene Weihnachtsessen aufgeteilt haben, hätte das ein riesen Chaos gegeben in unseren Berichten. Wir danken dir trotzdem nochmals ganz herzlich für das Weihnachtsgeschenk, was wir für uns logisch in Weihnachtsessen umgewandelt haben und wir stellen fest, dass die kleinen Freuden uns langsam kugelrund machen.

 

Mit einem Blick auf die Backstube neben der Küche und auf die grosse Karte, verputzen wir verschiedene taiwanesische Köstlichkeiten. Bei über 20 Grad darf natürlich auch ein leckeres Weihnachtsbierchen nicht fehlen. Als gratis Getränke im Restaurant gibt es Eistee mit einem ekligem Vanillegeschmack und Sojamilch, welche zu unserer Überraschung gar nicht mal so übel schmeckt. Zum Essen bestellen wir ein Teigbrötchen mit Rindfleischfüllung, Wontons mit Nudeln in einer Chilisosse (welche Joli skeptisch betrachtet, nach der letzten Erfahrung), Dumplings mit Krabbenfüllung und so eigenartige Teigwarendinger mit Sosse. Sehr lecker. Dabei beobachten wir die ganze Zeit die Köche bei der Arbeit.

 

So viel Essen macht durstig und Joli kauft sich einen Pfirsichtee im Laden neben an. Der Panda Milch Tee klingt zwar auch interessant aber irgendwie doch auch etwas beängstigend. Naja mit Durstlöschen klappts dann auch nicht so. Im Tee sind so viele von diesen glibbrigen Zucker und Pfirsich Gelkügelchen, die die Taiwanesen so lieben, dass Joli den Mund immer mit diesem schlabbrigen Zeug voll hat aber keinen Schluck Flüssigkeit aus dem Becher bekommt. Auch mit dem Strohhalm ganz am Boden des Bechers schleicht sich immer wieder so eine doofe Kugel rein und schiesst wie ein Geschoss in den Rachen – Hustenanfälle garantiert. Also geht es nur folgendermassen: einen grossen Schluck nehmen, die Flüssigkeit von den Kügelchen trennen, schlucken und die Kügelchen wie eine Maschinenpistole wieder ausspucken. Wer hätte gedacht das Trinken so schwierig sein kann?!?!

 

Auf dem Weg zurück ins Hotel holen wir uns bei einer Konditorei noch das Dessert – das darf an Weihnachten nicht fehlen. Es gibt ein Stück Schwarzwälder Torte für Beni und ein Cheesecake für Joli das tatsächlich voll nach Käse schmeckt, da hat sich einmal einer an «der Name ist Programm» gehalten. Mjam!

 

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