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Da Nang

Nach 6 Nächten in unserem wunderbaren, ruhigen Homestay in Hoi An, ziehen wir für drei Nächte in das 30 Kilometer entfernte Da Nang. Da Nang ist die drittgrösste Stadt in Vietnam und liegt direkt am Meer. Von hier aus fliegen wir dann weiter nach Saigon in den Süden Vietnams.

 

Nach unserem Check In schlendern wir etwas der Küste entlang und geniessen das herrliche, warme Wetter bei einem - na was wohl? - lecker Bierchen. Danach ist schon Zeit für Abendessen und noch etwas chillen in unserer «Suite» - gratis Upgrade.

 

Auch am nächsten Tag machen wir nicht viel mehr. Der Tag startet mit Regen und einem eher hässlichen Frühstück im Hotel. Als es draussen wieder etwas freundlicher wird spazieren wir erneut der Küste entlang, dieses Mal auf die andere Seite. Die Küstenstrasse selbst hat nicht viel Charme, hier reiht sich Hotel an Hotel und Baustelle an Baustelle. Der Strand ist bis auf den üblichen überschaubaren Müll in Ordnung und das Meer auch, baden wollen wir trotzdem nicht. Wir sind ja eh nicht so Meeres Liebhaber und wenn sich direkt hinter dem Strand auch noch eine Hauptstrasse und etliche Hochhäuser befinden, ist es nochmals eine Stufe abturnender.

 

Am Nachmittag besuchen wir noch einen Chiropraktiker, welcher es ordentlich knacken lässt. Locker und mit federndem Schritt laufen wir dieses Mal dem Fluss entlang bis zur berühmten Drachenbrücke. Unterwegs sehen wir abartig viel Müll rumliegen und vereinzelt hat es immer wieder kleine Feuer, wo gerade jemand seinen Müll einfach verbrennt.

 

Als wir eine Strasse überqueren, laufen wir geradewegs auf eine kleine Feier zu. Ein Holztisch an einer Steinmauer, dazu ein paar Stühle, eine Box mit Mikrofon und Bier. Und das irgendwo auf dem Gehweg, weit weg von einer Bar oder einem Haus, witzig. Die Herren prosten uns zu und winken uns zu sich, aber wir lehnen dankend ab und sehen uns noch etwas die Gegend um die Drachenbrücke an, bevor wir nach Hause gehen – natürlich nicht ohne vorher beim Inder essen zu gehen.

 

BA NA Hills

Auf den Ba Na Hügeln befindet sich Sunworld, ein Park von welchem wir nicht genau wissen was uns erwartet. Wir wissen nur, dass sich dort eine goldene Brücke, welche auf riesigen Händen getragen wird befindet. Klingt geil und sieht auf den Bildern auch geil aus. Ein Grab Taxi bringt uns in einer halben Stunde an die Talstation und den Eingang des Parks. Den Preis für die Rückfahrt haben wir mit dem Fahrer bereits ausgehandelt, er wartet auf dem Parkplatz auf uns und wir haben so lange Zeit wie wir wollen. Der Eintritt kostet uns als Ausländer 60 Franken, ein stolzer Preis für Vietnam, die Einheimischen bezahlen nur etwa die Hälfte.

 

Der Park befindet sich auf einem der Hügel, auf welchen vier verschiedene Seilbahnlinien führen. In einer uns bestens vertrauten Gondelkabine (Made in Switzerland) geht es den Berg hoch. Die Bahn hielt eine Zeit lang als längste ununterbrochene Seilbahn den Weltrekord. Sie wurde aber mittlerweile von einer Seilbahn, ebenfalls in Vietnam überboten.

 

Die Gondel haben wir für uns alleine und die Fahrt dauert über 20 Minuten und führt uns hinweg über einen wunderschönen Urwald und einen hübschen Wasserfall. Das ist doch einmal ein Ausblick der Seinesgleichen sucht. Die Bergstation, in welche wir hinein fahren, sieht aus wie ein riesiges Schloss.

 

Sunworld

Wir steigen die Treppen hinauf und stehen auf einmal mitten in einem Vergnügungspark oder zumindest was ähnlichem. Schon beim Eingang hat die fröhliche Musik uns an den Europapark erinnert. Oben angekommen stellen wir fest es ist ein Mix aus Universal Studios und Europapark oder will zumindest diesen Anschein erwecken. Die Sunworld Kugel auf dem grossen Platz und rundherum die riesigen Häuser und Schlösser, welche an Europa erinnern. Wir sind total überrascht ab dem ersten positiven Eindruck.

 

Die Themen beschränken sich hier aber auf Frankreich, Bier und ein russisches Restaurant, doch es weiss uns zu gefallen. Die Anlage ist wirklich schön und gepflegt, überall findet man Blumen und liebvolle Details. Grinsend schlendern wir etwas umher und kommen an riesigen Bierhumpen und einem Bier Palast vorbei. Ein goldenes Fass, in welchem es für 10 Franken pro Person Bier und Buffet a Discrétion gibt, ein Paradies. Es gibt im ganzen Park verteilt verschiedene Restaurants, welche fast alle zum gleichen Preis ein Buffet anbieten. Für den kleinen Hunger holen wir uns ein paar vietnamesische Donuts und einen Döner Kebab oder so ähnlich, schmeckt jedenfalls lecker.

 

Etwas weiter sehen wir im Nebel die gewaltige Rodelbahn, welche auch zum Park gehört. Eine zweispurige, ziemlich lange Bahn. Für uns Schweizer nichts Neues, für die restlichen Besucher doch sichtbar etwas Ungeheuerliches. Die Rodelnden sind so langsam unterwegs die bleiben beinahe stehen dabei. Das erklärt dann auch die endlos lange Warteschlange, welche über eine Stunde Wartezeit lang ist.

 

Funpark

Richtig weitläufig ist der Park jedoch nicht, in weniger als 10 Minuten hat man diesen Teil ganz oben auf den Hügel durchquert. Der grösste Teil befindet sich jedoch verteilt auf 4 unterirdischen Ebenen unter dem Park. Mit einem Lift geht es runter. Hier gibt es viele kleine Spielhallen, einen Freifallturm, 4D & 5D Kino, ein Wachsmuseum und sonstige Shows. Beni lässt sich natürlich den Freifallturm nicht entgehen, ist zwar Stufe "Anfänger" macht aber trotzdem Spass. Danach testen wir zuerst das 5D interaktiv Kino. Hier sitzt man mit 3D Brille auf einem Pferdesattel und hält einen Revolver in der Hand. Während etwa 5 Minuten ballert man ziellos auf eine Leinwand während dem man auf einem Pferd durch den wilden Westen reitet. Na ja, okey wir sind zum Glück nur 5 Minuten angestanden… War mal was Neues auch wenn nicht ganz so spektakulär. Das 4D Kino ist dann eher eine Enttäuschung. Die Technik ist uralt, da sind wir vom Europa Park schon sehr verwöhnt.

 

Goldene Brücke

Nachdem wir uns im Funpark ausgetobt haben, nehmen wir eine der Seilbahnen, welche uns auf einen tiefer gelegenen Hügel bringt. Hier steht sie die goldene Brücke, welche auf Händen getragen wird. Leider ist es schon den ganzen Tag neblig und bewölkt, so dass wir in der Gondel sogar einen Moment lang nur noch weiss um uns herum sehen.

 

Eigentlich hätte man von der Brücke einen fantastischen Ausblick, heute sieht man leider überhaupt nichts. Egal, die Hauptattraktion ist die Brücke. Krumm wie eine Banane, dafür in glänzendem Gold wird sie von zwei riesigen Steinhänden getragen. Sieht in echt wieder einmal nicht ganz so geil aus wie auf den geschönten Bilder bei Tante Google. Sie ist sehr kurz, sehr voll und die Hände stehen unspektakulär auf einer Strasse die unten durch führt. Wir spazieren trotzdem einmal drüber und betrachten danach noch eingehend die vielen riesen Köpfe und Hände die überall herausragen.

 

Funicular

Dafür das es die Hauptattraktion vieler Tagestouren ist, ist die Brücke ziemlich unspektakulär und wir steuern danach gleich das Schweizer Funicular an, mit welchem es zu einer weiteren Seilbahn geht, die uns zurück auf den Berg bringt. Auch bei dichtem Nebel ist es landschaftlich schön, jedenfalls soweit das Auge sieht. Die Anlage ist wirklich kuhl aber nicht so richtig den Preis wert und wer nur kurze Zeit in Vietnam ist und nicht einen perfekt sonnigen Tag erwischt, der kann es getrost auslassen.

 

Wir sind jetzt schon 5 Stunden im Park und haben keine Lust mehr uns die Beine noch weiter in den Bauch zu stehen und rum zu laufen. Auch kulinarisch ist es nicht so ein Highlight, dass wir hier zu Abend essen wollen und zudem auch nicht gerade günstig. Also setzen wir uns Nachmittags um 4 in die Gondel, nachdem wir eine kleine Ewigkeit dafür anstehen mussten, und gondeln zurück ins Tal wo unser Taxifahrer bereits auf uns wartet. Die Highlights für uns sind definitiv die verschiedenen Gondelstrecken und das Funicular.

 

Zum Abendessen gibt es ausnahmsweise einmal kein Indisch sondern Vietnamesisch und wir sind nicht enttäuscht. Es ist lecker und die Portionen sind gigantisch!

 

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