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Über Vietnam

Zahlen & Daten

Wir konnten endlich wieder einmal etwas Geld sparen. Vietnam ist sehr günstig und wir haben mit unserem Budget sehr gut gelebt und immer noch gespart. Ganze 47% unter Budget waren wir.

 

Und endlich. Es ist definitiv geschafft. Benis Wunsch nach Bequemlichkeit, Sauberkeit und etwas höherem Standard schlägt höher zu Buche als Jolis Wunsch nach vielem, gutem Futter und Sightseeing. Unterkunft 34% und Transport 24% zu Verpflegung 25% und Sightseeing 11%

 

Wir waren 59 Tage in Vietnam, solange wie noch in keinem Land. Das Wetter war durchschnittlich gut oder schlecht je nachdem wie man es betrachten will. Im Norden hatten wir immer bewölkt, kalt und teilweise Regen, im Zentrum bewölkt und teilweise sonnig und im Süden war es dann so richtig sonnig und heiss.

 

Wir haben 2720 Kilometer im Flugzeug zurück gelegt (also rund 6 Stunden), ähnlich lange (5 Stunden) sind wir Taxi gefahren, allerdings nur 316 Kilometer. Auch im Zug haben wir 5.5 Stunden verbracht und 262 Kilometer zurückgelegt. In den netten überfüllten lokalen Bussen und auch im ein oder anderen etwas hübscheren Touristenbus haben wir 16.5 Stunden und 619 Kilometer abgespult. Wir sind sogar Fahrrad gefahren (5 Stunden und rund 33 Kilometer) und mit dem Roller haben wir auch die eine oder andere Strasse unsicher gemacht (16 Stunden und 403 Kilometer) trotz des Höllenverkehrs in diesem Land. Die einzelnen kleineren Bootsfahrten haben wir nicht festgehalten aber wir haben praktisch alle Transportmittel ausgeschöpft.

Kurioses

Alles wird kopiert. Wenn ein Name Erfolg hat benutzt man ihn entweder identisch oder ein bisschen abgeändert. Wobei die Ovaltine seit Taiwan überall present war. Aber rein optisch oder vom Namen her hast du das ein oder andere Mal das Gefühl etwas Bekanntes zu sehen. Und auch die Bilder der SBB werden zu Werbezwecken eingesetzt.

 

Auch waren wir das erste Mal irritiert, als wir eine Schüssel mit Salat ohne Sosse und nichts bekommen haben. Es handelt sich auch nicht um Salat (auch wenn das ein oder andere Blatt verdächtig nach Kopfsalat aussieht), sondern es sind frische Kräuter die man zusammen mit dem anderen Essen isst.

 

Aber auch der Eierkaffee (Eiweiss Schaum statt Milchschaum als Ersatz für Cappucchino) und die vielen Baguette Sandwiches waren omnipräsent genau wie die Kokosnuss und die Kondensmilch.

 

Es gibt sogar ein Eintagesbier in Hanoi. Das ist selbstgebraut und wird auch immer am gleichen Tag getrunken. Leider haben wir nie eines gefunden um es zu probieren. Dafür haben wir einiges an Homemade Schnaps und Wein getrunken.

 

Und apropos Essen. Wir sind positiv überrascht wie nett die vielen Strassenhunde hier sind. Keiner kläfft dich an oder versucht dich zu beissen, was in Südamerika ja an der Tagesordnung war. Entweder bekommen sie genügend zu fressen oder aber sie wissen, dass sie auf der Speisekarte der Vietnamesen stehen. Wir haben selbst einen Stand mit ganz vielen «gerupften» und wohl bereits vorgekochten Hunden gesehen und nicht schlecht gestaunt, als wir feststellten, dass es keine Spanferkel oder Ziegen (gibt es auch) sondern wirklich Hunde waren.

 

Auch betreffend dem Spruch «mit dem Essen spielt man nicht» wurden wir eines besseren belehrt. Und es hat sogar richtig Spass gemacht das Hühnerschädel drehen (Trinkspiel) und dabei vor jedem Glas «Mo, kai, ba, YO!» zu rufen (1, 2, 3, Trinken! – richtige Schreibweise ist nicht garantiert).

 

Die Duschen. Wenn es nur Ausnahmen wären diese Fehlkonstruktionen, aber da wir sie überall in Vietnam so angetroffen haben ist es wohl kaum Zufall oder? Zuerst das Lavabo, dann die Dusche und dahinter die Toilette. Der Ablauf ist selten dort wo er am meisten Sinn macht und das Badezimmer steht eigentlich immer unter Wasser. Stellt euch diese extrem Situationen für Beni vor.

 

Karaoke ist wohl Vietnams Volkssport Nummer 1. Immer, überall und in einer unglaublichen Lautstärke. Man schiebt die Boxen durch die Strassen während man singt, stellt sie im Garten oder vor dem Haus auf und sitzt dazu auf einem der kleinen Plastik Stühlchen in die wir gerade noch so als Kinder reingepasst haben oder geht in eine Karaokebar.

 

So viel Müll. Das haben wir noch selten erlebt. Wir haben schon festgestellt, das in der Nähe vom Meer oder generell Wasser das Müllproblem grösser ist. Wieso ist uns aber ein Rätsel – vielleicht weil man es einfach ins Wasser schmeisst so nach dem Motto «aus den Augen, aus dem Sinn»?

 

Hier haben wir es im Mekongdelta und auf der Insel Phu Quoc ganz krass erlebt. Alles scheint im Abfall zu versinken. Selbst kaputte Schiffe lässt man einfach im Wasser verrotten. Ganze Abfallsäcke schwimmen einem entgegen und die Menschen werfen achtlos einfach alles weg. Affen, Vögel, ja selbst Kühe wühlen im Müll nach Futter. Abartig. Dafür stehen als krasser Gegensatz unter den Tischen in einigen Restaurants Abfall Eimer. Einerseits praktisch, andererseits manchmal etwas unappetitlich.

 

Wir haben auch einige Transportmittel in Anspruch genommen aber am meisten sieht man definitiv die Roller in Vietnam, da diese einfach am günstigsten sind und bei Autos eine bis zu 150%ige Steuer erhoben wird. Wie riesige Horden Ameisen, schlängeln sie sich durch die Strassen und Gassen. Wahnsinn.

 

Vietnam hat übrigens wieder Rechtsverkehr aber mit der richtigen Spur respektive dem Gegenverkehr nimmt man es hier dann doch nicht so genau. Wenn der Kreisel zu gross ist und du die letzte Ausfahrt nehmen musst gehst du einfach schön am Rand entlang aber links durch den Kreisel statt rechts und sparst dir so die Umrundung.

 

Oder auch wenn die Strasse durch eine Fahrbahnabtrennung getrennt ist, du aber auf die andere Seite und in die andere Richtung musst, aber keine Lust hast bis zum nächsten U-Turn einen Umweg zu fahren, fährst du einfach mit viel Selbstvertrauen in den Gegenverkehrt bis du die Möglichkeit hast auf deine, richtige Strassenseite zu wechseln. Oft gesehen bei Fahrrädern (sogar selber gemacht – wir sind ja anpassungsfähig), meistens bei Rollern aber auch schon mal bei Autos der Fall…

 

Es ist übrigens unglaublich was man mit so einem Roller alles transportieren kann und man kann sogar einen 5 Plätzer daraus machen, wenn Neffe und Schwester oder so auch noch mit müssen. Wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hat glaubt man es kaum.

 

 

Für Touristen hat man übrigens, egal ob in der Stadt oder zu Lande, Elektro Golfkarts, mit welchen man sich herumfahren lassen kann.

 

Übrigens waren wir überrascht wie gut die Vietnamesen teilweise Englisch sprechen.

Ebenfalls aufgefallen ist uns, dass es hier wieder viel mehr Raucher gibt und viele Vietnamesen haben den gleichen Nachnamen. Wir haben uns erklären lassen weshalb.

Es gibt nur etwa 300 verschiedene Nachnamen in Vietnam. 40% heissen Nguyen was auf die letzte Kaiser Dynastie zurück zu führen ist. Als Zeichen der Wertschätzung wurde der Name an viele Familien verliehen.

 

Im Mekongdelta gibt es übrigens scheinbar nur zwei Jahreszeiten: heiss und heisser. Und bis vor ein paar Jahren gingen nur die Männer zur Schule, die Frauen lernten lediglich den Haushalt zu führen (bis zu 4 Generationen leben in einem Haus), damit sie gute Ehefrauen werden, so erzählte uns unser Guide auf der Mekongdelta Tour.

 

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