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Bangkok I

One Night in Bangkok

Nicht mit uns, wir bleiben hier gleich für 7 Nächte. Doch zuerst gehen wir noch zweimal in die Luft, dafür müssen wir bereits um 04:00 aus den Federn. Das Glück ist uns aber Hold und wir dürfen gleich auf beiden Flügen bei den überaus grosszügigen Sitzen direkt am Notausgang Platz nehmen, vielen Dank.

 

Beni ist der Meinung, der erste Eindruck muss gleich mal positiv sein, weshalb er Joli beim Check In stehts darauf hinweist, freundlich zu sein und lächelnd und sexy auf die Person am Check In Schalter zuzugehen. Wir werden zwar nie Wissen ob das etwas hilft, aber das Personal weiss es sicherlich zu schätzen.

 

Bei unserer Recherche zu Thailand ist übrigens bis zuletzt eine ungeklärte Frage zur Einreise offen geblieben. Auf Foren und Reiseblogs wird wiederholt von Fällen berichtet, in welchen bei der Einreise nach Thailand Bargeld im Wert von etwa 350.- vorzuweisen ist. Es gab Reisende, welchen man den Zutritt aufgrund dessen nicht erlaubt hat, damit will man wohl sicher stellen, das die Rucksack Touristen auch wieder verduften. Nun gut in unserem Fall bedeutet es, wir müssen mit 16 Millionen Dong im Portemonnaie anreisen. Wir haben aber vergessen noch Geld zu besorgen womit uns etwa 4 Millionen fehlen, aber es wird schon schiefgehen.

 

Eine Kleine Rüge

An diesem Punkt wollen wir eine Rüge an die Schweizer Eidgenossenschaft und an die Schweizer Botschaft in Thailand adressieren. Lieber Botschafter und Personal am Standort in Bangkok. Wir bezahlen euch mit unseren Steuern in der Schweiz den Lohn, da erwarten wir auch eine Antwort auf unsere Mail. Diese Antwort ist leider bis heute ausgeblieben. Applaus, Applaus für deine Leistung liebe Eidgenossenschaft, schön zu Wissen das man auf dich zählen kann.

 

Wenn es aber darum geht das wir eine Steuererklärung für das Jahr 2018 ausfüllen sollen obwohl wir seit 2017 abgemeldet sind, da bist du stark, da werden alle Hebel in Bewegung gesetzt damit dir auch ja nichts entgeht. Eine kleine Frage zum Schluss: Auf unseren Veranlagungsverfügungen steht ein fetter Betrag im Minus. Wann können wir mit der Zahlung rechnen? Unsere Kontodaten habt ihr ja.

 

Touristenpolizei

Wir haben uns wie immer ein wenig auf unsere Ankunft in einem neuen Land vorbereitet. Und wir sind auch gar nicht überrascht, als gleich der erste Taxifahrer versucht uns das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wir wissen das die Taxi Fahrer verpflichtet sind mit Taximeter zu fahren. Unser Fahrer erklärt uns jedoch das für die Fahrt in die Stadt ein Fixpreis von 800 Baht vorgesehen ist. Nun ja, wir sind ja nicht blöd und da der Mann den Taximeter nicht benutzen will steigen wir einfach wieder aus. Den fehlbaren Taxifahrer haben wir gleich bei der Touristen Polizei verpfiffen und dann einfach das nächste Taxi genommen und mit rund 400 Baht gerade mal die Hälfte bezahlt.

 

Erste Schritte

Nach einem langen Reisetag haben wir noch ein wenig Hunger, weshalb wir gleich nach dem Check In das Hotel wieder verlassen. Unser Hotel liegt auf der Flussseite gegenüber der Altstadt, welche wir bequem mit einer der zahlreichen Fähren am Pier erreichen können. Heute haben wir aber keine Lust mehr. Wir schlendern noch etwas herum und nur ein paar Schritte vom Hotel entfernt finden wir uns auf einem Markt wieder. Kleider und vor allem viele Streetfood Stände finden wir hier. Für Experimente sind wir heute aber schlicht zu müde, weshalb wir uns für ein eher teures Restaurant direkt am Fluss und direkt neben unserem Hotel entscheiden. Das Essen schmeckt lecker und die Atmosphäre ist sehr schön und gemütlich, uns gefällt es. Wir bleiben bis es dunkel wird um noch die schön beleuchteten Tempel von weitem zu bestaunen und fallen danach ziemlich kaputt ins Bett. 

 

Happy Birthday

My lövely Löve hat Geburtstag und wir machen einen Spaziergang durch Bangkok. Mit der Fähre überqueren wir den Fluss und spazieren ein wenig durch Bangkoks Strassen. Dabei kommen wir am Königspalast und anderen berühmten Wahrzeichen der Stadt vorbei. Den Besuch der Anlagen heben wir uns aber auf, um diese später mit Möni und Yvan zu besichtigen.

 

An einem kleinen Fluss in der Stadt beobachten wir viele Menschen, welche grade den Kanal von Schlamm und Müll befreien. Bis zum Bauch stehen die Menschen im Schlamm welcher Eimerweise aus dem Flussbett geholt wird. Wir beobachten sie eine Weile, holen uns im 7/11 einen kleinen Snack und machen uns auf zur Kaohsan Road. Unterwegs werden wir noch fast von einem Bäume giessenden Lastwagen begossen.

 

Wir schlendern durch die berühmte Kaohsan Road, welche bei Tag sehr öde und heruntergekommen wirkt und uns gar nicht gefällt. Danach passieren wir das Democracy Monument und werden irgendwann nochmals geplagt vom morgendlichen Hunger. Deshalb gibt es für uns ein kleines Frühstück / Mittagessen in einem Restaurant um die Ecke. In Bangkok ist es viel heisser als noch in Vietnam und der Schweiss läuft wieder in Strömen, während die Klimaanlagen hier dafür auf «freeze» eingestellt sind.

 

Nach unserer kleinen Stärkung laufen wir weiter zum Giant Swing und sind wenig beeindruckt von dem komischen roten Ding, weshalb wir beschliessen doch noch den ein oder anderen Tempel zu besuchen respektive zu suchen.

 

Wat Ratchanatda

Eher zufällig entdecken wir diesen Tempel, während wir die anderen beiden, welche wir eigentlich gesucht haben nicht finden. Macht auch nichts dieser hier ist auch ganz hübsch und vor allem menschenleer.

 

Golden mount

Jedoch bereits aus der Ferne haben wir mitten in der Stadt den Golden Mount gesehen. Nach einem längeren Fussmarsch hin und die Treppen hoch, haben wir einen tollen Rundumblick über Bangkok.

 

Es hat hunderte von Glocken, die von allen Menschen die vorbei gehen geläutet werden – sehr zu Benis Unmut. Es ist aber auch wirklich faszinierend wie nicht einer an den Glocken vorbei gehen kann ohne sie zu läuten – und zwar jede einzelne.

 

Um ganz nach oben zu kommen muss man den Tempel betreten. Normalerweise muss man zu diesem Zweck die Schuhe ausziehen. Hier hat es aber etliche Schilder die dir sagen, dass du die Schuhe bitte NICHT ausziehen sollst (auch in Englisch natürlich und nicht nur in Thai). Auch eine Lautsprecher Durchsage macht dich in Dauerschleife darauf aufmerksam deine Schuhe nicht auszuziehen. Trotzdem sehen wir Touristen, die die Schuhe ausziehen und direkt vor ein solches Schild stellen. Es schockiert uns, dass es so viele Analphabeten unter den Reisenden gibt aber das die dann auch noch alle taub sind und keine Bilder deuten können finden wir wirklich sehr tragisch. Diese armen Leute. Spass bei Seite, da sieht man einfach wieder einmal was für ein riesen Gewohnheitstier der Mensch doch ist und wie wenig er von seiner Umgebung eigentlich wirklich wahrnimmt.

 

Tuk Tuk

Es ist wahnsinnig heiss und wir haben genug gesehen für heute darum wollen wir zurück an den Pier und verhandeln mit einem TukTuk einen akzeptablen Preis. Woher wir wissen wollen, dass es ein akzeptabler Preis ist? Nun wir bezahlen nahezu gleich viel, sogar etwas weniger, wie uns ein Grab Taxi kosten würde. Da wir uns auch in Thailand schon am Flughafen eine SIM Karte besorgt haben, haben wir vor dem Verhandeln kurz den Preis nachgeschaut um nicht abgezockt zu werden. Natürlich war der Startpreis des Herrn mehr als doppelt so hoch. Wieso gibt es kaum ehrliche Taxifahrer auf dieser Welt?

 

Vom Pier nehmen wir das Boottaxi, welches für beide noch mal einen Franken kostet und uns über den Chao Phraya River fast bis in unser Hotel führt. Wir laufen über den Markt nach Hause und kaufen dem Geburtstagskind noch ein Mini Bananen-Schokoladencake, da wir nicht genau wissen was im Goldfisch Cake wirklich drin ist - so lautet zumindest die Übersetzung auf dem Handy der Verkäuferin. Bei einem leckeren Eiskaffee geniessen wir das Gebäck und gehen uns danach im Zimmer etwas abkühlen.

 

Skybar

Fürs Abendessen haben wir in einer Skybar einen Tisch reserviert. Es ist ein etwas teureres indisches Restaurant mit einer super Sicht über Bangkok, aber schliesslich hat man ja nur einmal in Jahr Geburtstag. Als wir dann ein Grab Taxi bestellen wollen (es heisst eigentlich nur Grab ohne Taxi aber irgendwie klingt es immer so makaber sich ein Grab zu bestellen, zumal man im Text die Betonung ja leider nicht hört…!), stellen wir fest das wir für die 7 Kilometer in den anderen Stadtteil fast eine Stunde brauchen bei der aktuellen Verkehrslage. Das ist uns dann doch zu blöd, zumal wir jetzt schon Hunger haben und nicht erst in ein paar Stunden. Wir stornieren die Reservierung, hüpfen aufs Boot und steigen in der Nähe der Kaohsan Road wieder aus. In der etwas schöneren und ruhigeren Schwestergasse Rambuttri Road gibt es auch einen guten Inder, der sogar noch in unserem Budget liegt, auch wenn die Aussicht nicht ganz so genial ist (Bild 3). Dafür können wir auf dem Rückweg denn Sonnenuntergang auf dem Boot geniessen.

 

Streetfodd & Goldfisch Cake

Tag drei in Bangkok und wir kämpfen mit der drückenden Hitze. Heiss war es auch schon in Phu Quoc, doch die Luftfeuchtigkeit hier macht uns ein wenig zu schaffen. Wir sind müde und schlapp und fühlen uns wie zwei matschige Bananen oder als hätten wir ein paar Bier zu viel gehabt obwohl wir nüchtern sind.

 

Der Hunger treibt uns dann doch vor die Tür und wir schauen uns auf dem naheliegenden Markt etwas genauer um. Es gibt so viele gute Sachen, die das Leben schöner machen. Wir kaufen ein paar frische Frühlingsrollen mit einer scharfen Kräuterpaste, frittiertes Hühnchen und Pancakes. Dazu gibt es Fruchtsäfte mit Honig. Wir setzten uns auf eine Bank und schlemmen genüsslich. Zwei Stunden und einige leckere Streetfood Erlebnisse später sind wir satt und setzen uns zum planen in unser Hotel Restaurant direkt am Fluss.

 

P.s. wir sind so neugierig, dass wir das Goldfisch Cake heute doch noch kaufen. Es schmeckt auch nach Banane (da alle Cakes auf dieser Basis sind) und hat so orange Dinger drin und oben drauf. Karotte oder Orange ist es nicht und auch sonst können wir den Geschmack nicht so richtig einordnen. Also wer weiss schon ob es nicht wirklich Goldfisch ist?!

 

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