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Bangkok II

Hello my Friends

Heute treffen Möni und Yvan in Bangkok ein. Wir haben ihren Flug im Internet verfolgt und wissen, dass ihre Reise über 24 Stunden gedauert hat. Die beiden sind zwei Stunden verspätet gestartet und einen fast zwei stündigen Umweg über China geflogen, da sich Pakistan und Indien gerade in die Haare geraten sind und deren Luftraum gesperrt wurde.

 

Etliche Flüge sind am Vortag ausgefallen aber sie hatten Glück. Lieber spät als nie in den Ferien ankommen. Wir warten aufgeregt auf ihre Ankunft in unserem Hotel.

 

Benjoli Travel hat sich extra fein herausgeputzt und steht als Begrüssungskomitee bereit. In unseren Bananen Outfits mit Wackel-Ohren-Panda-Mütze, welche auch unsere Willkommensgeschenke sind, nehmen wir die beiden in Empfang. Ein Gast ertrinkt fast im Pool wegen uns, weil er sich vor Lachen nicht einkriegt und auch das Personal kann sich ein Dauergrinsen nicht verkneifen. Dabei sind wir überzeugt, dass wir wie die klassischen Sex Touristen aussehen und in Vietnam laufen Haufenweise Touristen ernsthaft in diesen Kleidern rum.

 

Wat Arun

Die Beiden machen sich in unserem Zimmer etwas frisch bevor wir am frühen Nachmittag das Hotel verlassen. Der geplante Sightseeing Tag wird kurzerhand umgeplant da die Zeit niemals mehr für alles reicht. Wir zeigen ihnen unseren nahe gelegenen Markt, an welchem wir auch etwas kleines Essen.

 

Mit dem Taxiboot geht es weiter zum Tempel Wat Arun. Es ist wieder ein schweisstreibender Tag heute. Umso mehr macht insbesondere den Frauen die Kleidervorschrift zu schaffen. Weder Schultern, noch Beine oder zu viel Ausschnitt dürfen sichtbar sein, man will ja schliesslich weder Buddha noch sonst welche Götter auf lüsterne Gedanken bringen.

 

Achtung Sarkasmus: Benis Schultern scheinen den hohen Herren jedoch egal zu sein und somit bleibt auch sein Hemd in der Tasche. Auch sind die Beine der Herren wohl haarig genug, als dass man sie noch zusätzlich bedecken muss. Wir haben nach wie vor bei keiner Religion Verständnis für dieses Getue. Das man nicht überall nackt durch spazieren kann, können wir ja noch verstehen und die arme Kleiderindustrie kann schon so nicht mehr so viel Stoff an den Mann respektive die Frau bringen wie früher, aber dann noch extra strenge Vorschriften wegen jemandem der nicht einmal mehr lebt oder den es vielleicht gar nie gab ist ja wohl masslos übertrieben – Houli Guacamouli!

 

Achtung triefender Sarkasmus: Wobei Joli mittlerweile versteht, weshalb sie als kleines Kind nicht mit kurzen Hosen und Trägershirt in den Petersdom in Rom durfte – das war wohl zu ihrem eigenen Schutz, wenn man so bedenkt was man alles über die «Würdenträger» der Kirche liest… So nun aber wieder fertig mit der Blasphemie (wobei wir es eher Kritik nennen würden), wir hoffen ihr verzeiht uns die manchmal sehr offenen Worte zu eher heiklen Themen. Im Mittelalter wären wir dafür wohl gevierteilt worden.

 

Übrigens der Tempel ist wirklich sehr schön und mit vielen Details geschmückt (wer das Foto mit den Brüsten gemacht hat, ist bis heute unklar…), aber wirklich gross ist das Gelände nicht und wir stehen schon bald wieder am Wasser und warten auf das richtige Boot, dass einfach nicht kommen will. Dabei entdecken wir ein interessantes Verbotsschild. Wir wussten schon vor der Einreise, dass Thailand sehr strenge Gesetze hat und schnell einmal etwas mit einer Gefängnisstrafe endet. Aber Tauben füttern? Echt jetzt?!

 

Wir besuchen noch die Rambuttri Road und klappern die Restaurants ab. Massgebend ist der Bierindex – also der Preis für eine grosse Flasche lecker Bierchen. Er ist definitiv überall zu hoch aber doch an einigen Orten etwas tiefer als an anderen. Bei ordentlich lecker Bierchen plaudern wir über vergangene Zeiten und gehen danach ein erstes Thai Curry essen – Möni liebt Thai Curry.

 

Da Möni und Yvan uns schon jetzt immer aufziehen, weil wir überall zuerst die Bewertungen lesen, gehen wir nun ganz spontan in ein Restaurant, dass Curry anbietet. Das Essen ist nicht schlecht aber wir haben eine Auseinandersetzung mit dem super netten Kellner, der doch steif und fest und in einer Lautstärke behauptet Yvan habe ebenfalls Pad Thai mit Hühnchen und nicht mit Garnelen bestellt. Das wir zu viert sagen, es sei nicht wahr interessiert den Herrn nicht, worauf wir ganz stur den Teller ablehnen. Wenig später kommt derselbe Teller zurück – oben drauf liegen jetzt noch 3 Garnelen. Naja jetzt gibt es Hühnchen und Garnelen zum gleichen Preis auch gut. Die Ratte auf der Toilette begegnet uns zum Glück erst nach dem Essen und auch die Entdeckung, dass das Pipi, welches ins Pissoir rinnt unten gleich wieder rausläuft und einmal quer durch die Toilette fliesst sehen die Jungs erst nachher. Beni meint nur mit einem Schmunzeln: «Seht ihr, dass geschieht wenn man in ein Restaurant mit der Bewertung 3.2 von 5 Sternen geht…»

 

Zurück im Hotel reicht die Energie noch für einen kurzen Sprung in den Pool, die feierliche Übergabe der Stalden Schokolandecreme und für ein abendliches lecker Bierchen am Fluss bevor es ins Bett geht.

 

Wat Phra Königspalast

Heute holen wir nach wofür gestern die Zeit nicht mehr gereicht hat, dafür lassen wir Ayutthaya sausen. Mit einem Eiskaffee ausgerüstet warten wir auf die Fähre um den Fluss zu überqueren. Eine Frau verkauft haufenweise Brot und die Menschen die es kaufen essen es faszinierenderweise nicht zum Frühstück, sondern füttern damit die Fische und Tauben am Pier. Okay…

 

Wir machen uns auf dem Weg zum Königspalast. Benjoli Travel hat Möni und Yvan bereits im Zusammenhang mit der Packliste darauf aufmerksam gemacht, dass bei den Tempeln strenge Regeln betreffend der Bekleidung herrschen. Trotzdem haben die beiden keine langen Hosen dabei. Immer dasselbe mit diesen Touristen. 😉

 

Möni hat immerhin Leggins, welche aber auch verboten sind, da sie zu eng sind. Während Benjoli bereits anstehen und sich umkleiden, gehen die beiden um die nächste Ecke und kaufen sich ein paar Schlabber Hosen. Man kann sie mieten oder kaufen. Die Geschäfte machen hier wohl einen riesen Gewinn mit zu knapp gekleideten Touris. Kurz bevor die beiden zurück sind öffnen sich die Tore und Benjoli treten etwas beiseite um auf ihre Schützlinge zu warten. Dabei kommt ein Guide und meint zu Joli, dass der Schal den sie um die Schultern trägt nicht reicht. Es muss ein T-Shirt oder Pulli sein und der Rock bis an den Boden kommen.

 

Also wirklich, die haben wohl einen am Waffeleisen. Es ist nicht einmal ein Tempel sondern nur der Palast und der König ist sicherlich nicht einmal zu Hause… Haya Papaya! Gut – Joli zieht das Kleid kurzerhand runter und macht einen Jupe daraus und zieht sich oben über den BH einfach ein Hemd drüber und fertig. Man muss ja auf den Urlaubsfotos auch nicht gut aussehen *g*.

 

Bei schweisstreibender Hitze drängeln wir uns durch die Menschen um den Palast und die weiteren Gebäude zu begutachten. In etlichen Blogs haben wir gelesen, dass die Tempel und der Palast usw. in Bangkok gratis seien. Stimmt nicht. Die wollen ganz schön viel Kohle hier. Der König lässt sich den Besuch seines protzigen Anwesens wortwörtlich vergolden. Der Eintritt ist mit 16 Franken pro Person doch ein wenig hoch. Das Gebotene wäre sicher ohne hunderte weitere Menschen mit ihren Selfiesticks eindrücklicher als in diesem Gedränge.

 

Wobei man eingestehen muss, dass die Gebäude, wenn auch sehr kitschig, doch sehr schön und mit viel Liebe zum Detail gearbeitet sind. Es glitzert und funkelt wie verrückt an allen Ecken und wir können uns kaum satt sehen an den vielen Farben und Steinchen überall. Trotzdem, die vielen Menschen sind einfach anstrengend bei dieser Hitze und der Besuch verkommt ein wenig zum Pflichtprogramm - einmal durch und weiter. Husch husch!

 

Wat Pho

Einen kurzen Fussmarsch entfernt erreichen wir den liegenden Buddha, Eintrittspreis 7 Franken pro Person. Vorher gehen wir aber noch kurz über einen kleinen Markt in der Hoffnung dort etwas zu Essen zu finden. Es ist ein Fisch Markt, also leider nein und das Foto von Möni ist deswegen so unscharf weil sie wegen dem Geruch sofort nach Betreten des Marktes wieder die Flucht ergriffen hat.

 

Auch hier beim Buddha wird gedrängelt und die Ellenbogen werden ausgefahren. Der Buddha liegt nämlich in einem Haus mit riesigen Säulen, welche den Blick auf ihn meistens verdecken, irgendwie nicht so clever gebaut das Ganze. Beni findets auch nicht so toll das man hier, wie auch schon im Königspalast, die Schuhe ausziehen muss - Fusspilz und Warzen lassen grüssen, denn wer trägt schon Socken bei dieser Hitze (ausser ein paar ganz modische Touristen mit weissen Kniesocken in Sandalen…)?

 

Der Buddha ist nicht ganz so toll und er hat einen komischen Hintern (etwas gar flach) stellen wir fest, als wir seiner Rückseite entlang laufen, aber immerhin bringt Joli die drei Sightseeher dazu für s Foto so zu Lächeln, als obs sie Freude hätten.

 

Der Rest der Anlage kann sich dafür sehen lassen. Schöne kunterbunte Gebäude und Kuppeln oder wie all diese Dinger auch heissen mögen. Es hat sogar ein paar Mönche und die laufen doch tatsächlich mit unbedeckten Schultern rum, also so was. Da gönnt sich auch Möni zwischendurch eine Pause von ihrem Schal und schwingt ihn etwas in der Luft herum um wenigstens einen Hauch von einem Lüftchen zu erzeugen und sucht zudem jedes Flecklein Schatten auf, dass sie finden kann. Auch ein schwarzes Kätzchen flieht wohl vor der prallen Sonne und turnt seelenruhig auf dem goldenen Buddha herum.

 

Wir trinken Wasser und Schwitzen wie verrückt und der kleine Hunger treibt uns in ein nettes Restaurant ausserhalb der Anlage, in welchem wir je ein Curry und ein lecker Bierchen zu zweit teilen.

 

Chatuchak Market

Nach drei Versuchen finden wir einen Taxi Fahrer, welcher bereit ist mit dem obligatorischen Taximeter zu fahren und uns nicht einen Fixpreis aufzwingen will. Wir wollen zum riesigen, etwa 13 Kilometer entfernten Wochenendmarkt. Wir bezahlen etwa 5 Franken anstatt die verlangten über 10, welche die Fahrer den Touristen als Pauschale anbieten.

 

Der Markt ist ziemlich cool und einfach riesig. Hier ein System reinzubringen, damit man alles ansehen kann ist fast unmöglich ausser man hat den ganzen Tag Zeit. Kunterbunte Souvenirs, Kleider und eine ganze Ecke voller leckeren Essensstände.

 

Teilweise überdeckt und teilweise an der prallen Sonne, schlendern wir etwa zwei Stunden umher. Wir trinken, essen und shoppen was das Zeug hält. Vor allem unsere Shopping Queen Möni ist total im Element, wobei Joli bei den Futterständen ab der riesen Auswahl schon fast überfordert ist.

 

Roof top Bar

Da wir nicht im Geld schwimmen gehen wir nicht in eine der berühmten Sky Bars im neuen Stadtteil, sondern begnügen uns mit der Roof Top Bar bei uns um die Ecke – die hat auch immerhin 5 Stockwerke – nur leider keinen Platz mehr für uns. Mist aber auch. Wir reservieren gleich für Morgen Abend und gehen kurzerhand in das Restaurant am Fluss neben unserem Hotel. Dort schlemmen wir nochmal so richtig ein paar Currys und lassen auch diesen Tag gemütlich ausklingen.

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Nr. 4 vo Mir 4 (Montag, 15 April 2019 20:08)

    Nicht jeder ist es würdig eine Banane zu sein �

  • #2

    Benjoli aka mir zwöi vo mir vier (Samstag, 25 Mai 2019 09:42)

    Und manche sind geradezu dazu geboren... ;-)