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Maeklong & Amphawa Markt

Maeklong ZUg Markt

Heute geht es raus aus der Stadt, zu zwei Märkten. Über unser Hotel haben wir für den ganzen Tag ein Taxi gebucht, welches uns zum Maeklong Zug Markt und dem schwimmenden Amphawa Markt fahren wird. Das ist der grosse Vorteil wenn man zu viert unterwegs ist. Ein Taxi kostet dich sehr viel weniger als eine geführte Tour – für die Tour hätten wir lächerlicherweise pro Person gleich viel bezahlt wie wir nun zu viert für ein Taxi den ganzen Tag bezahlen.

 

Nach einer Stunde fahrt, erreichen wir kurz nach 10 Uhr den Bahnhof. Also das Bahnhöfchen, denn gerade riesig ist es ja nicht. Es hat schon unzählige Leute hier und nach der obligaten Pinkelpause starten wir die Erkundung des Marktes. Er ist einfach zu finden – immer den Geleisen nach – aber so voll, dass man kaum voran kommt. Wir schauen uns die Marktstände auf und neben den Geleisen an. Alle Waren werden hier täglich ausgebreitet und feil geboten, bis der Zug sich ankündigt. Dann wird in Windeseile alles beiseite geräumt um es einige Sekunden später wieder in die übliche Position zu bringen.

 

Wir haben noch etwas Zeit bevor es soweit ist und der Zug kommt und stürzen uns mitten ins Gewusel rein. Was uns mittlerweile nicht mehr auffällt, aber Möni und Yvan umso mehr zu schaffen macht, sind die teilweise strengen Gerüche und Düfte an solchen Märkten. Möni hält sich praktisch dauernd die Nase zu und wir müssen uns richtig konzentrieren zu erkennen was sie wohl riecht. 

 

Tuuuutuuuuut

An einer Smoothie Bar beziehen wir Stellung um den einfahrenden Zug bestmöglich zu sehen. Dieser wird über Lautsprecher kurz vorher angekündigt. Dann geht das hektische Treiben los. Die Waren werden ruckzuck von den Geleisen weg befördert, die Plastikplanen eingefahren und die Touristen von den Geleisen gezerrt.

 

Im Vergleich mit Hanoi, fährt der Zug zwar nur im Schritttempo an uns vorbei aber uns und den anderen Touristen bleiben nur wenige Zentimeter Platz. Würden alle die Zunge rausstrecken könnten wir gemeinsam glatt den Zug putzen, während er vorbei fährt *schmatz*. Und wären wir Langfinger könnten wir den Leuten im Zug ihre Handys und Kameras einfach so aus den Händen pflücken – naja sie uns auch um ehrlich zu sein.

 

Die Smoothie Bar hat es clever gemacht und Bänke in drei Reihen und verschiedenen Höhen hingestellt, so dass alle Gäste freie Sicht auf den Zug haben. Wir haben natürlich schon von Anfang an dafür gesorgt, dass wir an den richtigen Tisch sitzen um ganz vorne zu stehen. Kaum ist der Zug durch, wird innert Sekunden alles wieder aufgebaut und während man hinter den letzten Planen immer noch den Zug weitertuckern sieht, geht hier der Handel schon weiter.

 

Und nochmal weil's so schön war

In 20 Minuten fährt der Zug wieder aus dem Bahnhof raus und das Ganze geht von vorne los. Wir schlendern noch etwas durch den Markt, suchen uns ein gutes Plätzchen und betrachten das Spektakel noch ein weiteres Mal bevor wir unser Taxi suchen gehen um den schwimmenden Markt zu besuchen.

 

Amphawa Floating MArkt

Wir rufen unseren Taxi Fahrer an und düsen wie geplant weiter zum schwimmenden Markt von Amphawa. Nach 15 Minuten hält er an einem Parkplatz direkt an einem Fluss, an welchem auch haufenweise andere Taxis parkiert sind. Wir werden gleich in Empfang genommen und über Boote und Preise informiert, der Markt ist aber weit und breit nicht zu sehen. Das billigste Boot kostet für eine Stunde 95 Franken (Preise von 3000-6000 Bath!!!) was völlig überteuert ist, unser Privattaxi kostet uns den ganzen Tag nur 64 Franken. Dann kannst du das Boot noch mit zusätzlicher Schlangenshow oder Tigerstreicheln und sonstigem Gugus buchen, was wir sowieso nicht wollen. Zudem haben wir gelesen, dass man ein ganzes Boot für 16.- (500 Bath) privat mieten oder sich einer Gruppentour für 1.60 (50 Bath) pro Person anschliessen kann. Also was soll die Touristenabzocke hier?!

 

Wir erklären dem Bootvermieter und unserem Taxi Fahrer, das wir keine Lust auf Boot fahren haben und gerne zu Fuss über den Markt möchten. Der Bootvermieter behauptet ohne rot zu werden das es ein schwimmender Markt sei, da könne man nicht laufen. Sehen wir aus wie Vollidioten?! Wir wissen dank Recherchen im Internet ganz genau was man dort kann und was nicht und zu welchen Preisen. Beni hat auch keine Lust mit dem Mann zu diskutieren und nimmt sich unseren Taxi Fahrer zur Brust. Nach kurzer Diskussion und einem Blick bei Google Maps machen wir unserem Fahrer klar was wir von ihm wollen, keine überteuerte Bootsfahrt sondern direkt zum Markt gefahren zu werden. Dieser willigt dann auch ein uns dorthin zu bringen und meint nur das Hotel habe ihm gesagt wir wollen Boot fahren. Jaja was auch immer. Wer von wem wie viel Provision kassiert hätte, wenn wir darauf reingefallen wären interessiert uns gar nicht. Leute, lasst euch nicht verarschen! Wenn wir eines gelernt haben auf unserer Weltreise, dann: «Traue keinem ausser dir selbst und vielleicht ein bisschen Frau Google (allerdings auch nicht immer)!»

 

Fünf Minuten später sind wir angekommen und siehe da auf dem Markt kann man auf beiden Seiten vom Fluss auch zu Fuss gehen und es hat sogar Brücken um den Fluss zu überqueren und auf die andere Seite zu gelangen - welch ein Wunder, dass haben sie jetzt aber schnell hingekriegt. Was es allerdings nicht hat ist ein schwimmender Markt. Es hat nicht ein Boot auf dem Fluss, dass seine Ware anbietet, nur ungefähr 5 Böötchen sind mit ihren aufgespannten Sonnenschirmen am Ufer festgebunden und warten auf Kundschaft. Dabei soll dieser Markt doch am Nachmittag stattfinden (nicht wie die meisten anderen am frühen Morgen) und er ist auch nur am Wochenende. Es ist Nachmittag, es ist Wochenende und nix ist los auf dem Wasser. Naja warten wir noch etwas ab, vielleicht sind wir ja noch zu früh…

 

Wir verköstigen uns an einigen Ständen mit Leckereien und geniessen dazu lecker Bierchen. Die mit Käse und Knoblauch überbackenen Muscheln sind der Hammer und das Bier ist göttlich, denn es ist abartig heiss heute.

 

Platsch, Plaaatsch

Irgendwann kommen wir auch hier zu den Bootsvermietern, bei welchen wir uns nach den Preisen erkunden. Man kann zwei Touren machen: auf dem grossen Fluss für 1.5 Stunden mit Halt bei 5 Tempeln oder auf einem Nebenarm eine Rundfahrt inkl. dem (nicht vorhandenen) Floating Market, für 1 Stunde. Für knapp 16 Franken (500Bath) mieten wir uns gleich ein privates Boot um damit während einer Stunde durch den Fluss und den Markt zu tuckern, was für ein Preis Unterschied. Es hat zwar auch eine Gruppentour für 50 Bath pro Person die gerade startet aber darauf haben wir nun wirklich keine Lust.

 

Wir besorgen uns zuerst eine Runde lecker Bierchen und geniessen dann die lustige Fahrt mit dem Boot. Jeder hat für sich eine ganze Reihe und so richtig viel Platz – herrlich. Wir tuckern so gemütlich dahin, als Möni mit einem lauten Schrei plötzlich fast von Bord springt. Eine riesige Kakerlake sitz auf ihrem Bier und guckt sie an. Unser Fahrer klettert nach vorne, packt das holde Geschöpf und wirft es kurzerhand über Bord. «Kakerlake über Bord!» - sie hat es verdient, denn sie hat nicht nur Möni erschreckt sondern ihr auch noch auf die Bier Büchse geschissen. Was für eine Frechheit.

 

Es hat noch zwei andere Boote und unser Fahrer drückt ab und zu ordentlich aufs Gas. Ah ein Wettrennen also. Wir (alle Touris auf den drei Booten) stimmen mit ein. Mit lauten Gejohle überholen wir die anderen Boote und lassen uns wenig später wieder überholen um das Ganze nochmals von vorne zu beginnen.

 

Zurück auf dem Markt begegnen wir noch zwei riesigen Waranen, welche sich am Fluss etwas sonnen. Zuerst glauben wir gar nicht richtig was wir sehen, erst als ein zweiter aus dem Wasser krabbelt wissen wir auch was wir vorhin auf dem Boot wohl gesehen haben.

 

Wir versuchen noch ein paar uns unbekannte Fischspiesschen und kaufen frische Ananas bevor wir unseren Taxi Fahrer anrufen. Wir waren jetzt über 3 Stunden hier und haben nicht ein Boot gesehen, dass seine Waren auf einem Boot angepriesen hat. Naja, wir hatten trotzdem Spass. Die Fahrt zurück dauert aufgrund des Verkehrs fast zwei Stunden und lässt allen (naja ausser dem Fahrer) eine wenig Zeit zu dösen.

 

Yvan döst so sehr, dass er doch glatt sein Portemonnaie im Auto liegen lässt, was Möni zu einem grummeligen «ich hab’s dir ja gesagt Blick» verleitet – dass hat man davon wenn man sein Portemonnaie offen in einer nicht verschliessbaren Hosentasche rumträgt. Yvu hat es jedoch sofort bemerkt und nachdem der arme Fahrer eine Ehrenrunde um den Block gedreht hat, haben wir unsere sieben Sachen wieder beisammen.

 

Roof Top Bar

Eine Dusche später und frisch angezogen, besuchen wir die nahe gelegene Roof Top Bar, in welcher wir gestern ein hübsches Plätzchen mit Aussicht reserviert haben. Möni und Yvan haben sich besonders heraus geputzt und begeistern uns mit ihren neuen Bananen Kleidern. Applaus, Applaus. Die beiden Bananas posen was das Zeug hält, da wirken Benjoli beinahe etwas schüchtern auf dem Foto, denn wir fühlen uns irgendwie underdressed, zu unfruchtig für ein Foto.

 

Aber wir haben viel Spass und so lassen Benjoli zusammen mit zwei riesigen Bananen die Sonne mit einem herrlichen Blick über Bangkok untergehen und speisen dazu Spaghetti Carbonara und Hamburger mit (ca.8) Pommes. Es ist sehr lecker allerdings müssen wir nach den teuren Mini Portionen danach im Hotel noch die Mini Pancakes (eigentlich fürs Frühstück gekauft) und eine der Stalden Cremen verdrücken, denn sättigend war das Häppchen mit Aussicht nicht gerade. 

 

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