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Chiang Rai

Morgens um halb 6 bei Burger King

Um 04:00 müssen wir aufstehen und fertig packen. Dafür haben wir bereits um 05:30 eingecheckt, sind durch die Sicherheitskontrolle und haben nun Zeit für ein lecker Frühstück. Was bietet sich denn da so an? Hmm…??? Burger King ist doch irgendwie gar keine schlechte Idee. Nach einem lecker Frühstücksburger mit Pommes setzen wir uns ins Flugzeug und ab geht’s nach Chiang Rai.

 

Die Taxi Fahrer in Thailand werden ihrem Ruf mehr als gerecht, da wird jeder mögliche Trick angewendet um den Touristen möglichst viel Geld aus den Taschen zu ziehen. Am Flughafen wollte man uns zwei Taxis aufzwingen, da wir so viel Gepäck haben und so viele Leute sind. Die Tatsache das wir heute Morgen früh in Bangkok mit Sack und Pack in einem Taxi an den Flughafen gefahren sind interessiert hier niemanden und es heisst nur: «Wir sind hier nicht in Bangkok. Ihr braucht zwei Taxis!». «Jo leckts uns doch am Oasch!» - verärgert nutzen wir unser Internet und bestellen uns ein Grab Taxi provokativ direkt vor den Taxi Stand. Da steigen wir dann man glaubt es kaum, zu viert und mit Gepäck in ein Auto, Wahnsinn.

 

Wat Rong Khun – weisser Tempel

Zimmer bezogen, Gepäck abgeladen sind wir bereits vor dem Mittag ready für Sightseeing. Wir bestellen ein Grab Taxi, wo uns der Fahrer auch gleich einmal bescheissen will. «Ah ihr seid zu viert? Dann kostet es mehr, als die App angibt.» «Bullshit! Wäre die Anzahl relevant müsste man es in der App wohl angeben!» Nach kurzer Diskussion haben wir ihm erklärt das wir nicht in bar bezahlen und schon gar nicht mehr als die App anzeigt und uns einfach ein neues Grab bestellen. Und siehe da – es geht ja doch - Dumpfbacke.

 

Der weisse Tempel entschädigt für den Ärger. Er ist nicht riesig aber spektakulär präsentiert sich das schneeweisse Gebäude vor dem strahlend blauen Himmel. Es ist eigentlich gar kein Tempel sondern ein Kunstwerk aber uns ist das herzlich egal, er sieht auf jeden Fall genial aus. Schneeweiss und mit unzähligen Verzierungen und Details. Er ist zudem mit vielen Händen und Totenköpfen verziert, aber wieso wissen wir auch nicht so genau. Da es ziemlich viele Besucher hat, kann man nur One-Way durch gehen und entsprechend nehmen sich alle sehr viel Zeit. Die Sonne funkelt in den kleinen Glasmosaiken und das Weiss blendet einem so richtig.

 

Da wir ja auch wollen, dass ihr bei uns das ein oder andere Mal etwas lernt haben wir noch etwas recherchiert. Weiss ist in Thailand normalerweise die Farbe der Trauer. Bei diesem Tempel jedoch soll die weisse Farbe die Reinheit Buddhas darstellen und die Brücke den Übergang vom Zyklus der Wiedergeburt zum Raum Buddhas. Die Hände und Totenköpfe symbolisieren einen Ausschnitt aus der Höllendarstellung. Der Bau ist ein Opfer an Buddha, an welchem Chalermchai (thailändischer Architekt) seit 1996 arbeitet. Anscheinend stehen heute erst 20% der Anlage, welche voraussichtlich erst 2070 fertig sein soll.

 

Sobald man den Hauptteil verlassen hat, sieht man erst, dass die Anlage doch noch viel grösser ist und einem mit noch mehr Weiss und auch viel Gold erwartet. Sogar die Toilette ist komplett in Gold gehalten – zumindest aussen und glitzert und funkelt mit der Sonne um die Wette. Von so viel Blingbling werden wir hungrig und machen uns auf den Weg etwas essbares zu suchen. In einem kleinen Restaurant in einer Seitenstrasse werden wir fündig. Es ist nicht gerade ein Gaumenschmaus aber für die paar Franken kann man wohl nichts sagen.

 

Nach dem Mittagessen suchen wir vergeblich ein Taxi, dass bereits ist mit dem obligatorischen Taximeter zu fahren. Diese Typen sind so mühsam wirklich. Also handeln wir mit dem Fahrer eines offenen Pick-Ups (eigentlich ein Sammeltaxi) einen Preis aus um das schwarze Haus und den blauen Tempel auch noch zu besuchen, bevor wir danach zurück zum Hotel wollen.

 

Baan Dam - schwarzes Haus

Nach einer halben Stunde bei luftiger Fahrt erreichen wir das schwarze Haus, das Wohnhaus und Werkstatt des berühmten verstorbenen Künstlers Tahwan Duchanee war (auch noch nie gehört? Wir auch nicht!).

 

Die ganze Anlage beherbergt seine Häuser, Kunstwerke und Monumente, die sich mit dem Thema Tod, Tieren und Dämonen befassen und hauptsächlich in schwarz gehalten sind. Auf einige Blogs haben wir gelesen, dass das schwarze Haus, das Pendant zum weissen Tempel sei – naja bis auf die Farben schwarz und weiss sehen wir da nicht wirklich wo hier das passenden Gegenstück sein soll aber jedem die eigene Interpretation.

 

Auf jeden Fall gibt es einiges Kurioses zu sehen und Joli gefallen die Herren mit den mächtigen Begattungsorganen am besten und auch die Toiletten Beschriftung lässt sich sehen.

 

Wat Rong Seur Ten – blauer Tempel

Kurz vor dem Stadteingang stoppen wir zum letzten Mal. Auch dieser Tempel, komplett in Blau und Gold gehalten macht ganz schön was her. Als netter Kontrast für Fotos werden blau geschmückte Eisbecher verkauft und auch die Wandmalereien im inneren des Tempels sind der Hammer.

 

Heute haben wir wirklich die volle Ladung sehr schöner Tempel zu sehen bekommen, Wahnsinn! Der Königspalast und die Tempel in Bangkok sind dagegen schon fast langweilig und auch Japan muss sich an dieser Stelle erstmal hinten anstellen.

 

Nachtmarkt

Uff was für ein Tag. Bei einem Bierchen und ein paar Schmuseminuten mit dem Hündchen des Hauses erholen wir uns etwas bevor es schon wieder weiter geht. Den Tag beenden wir heute auf dem Nachtmarkt. Da wir aber wie immer zu früh dran sind, gehen wir noch etwas einkaufen und danach teilen wir uns eine Pizza und ein paar lecker Bierchen, bevor wir uns auf den Markt stürzen.

 

Anders als oft in Taiwan gibt es hier nebst essbarem auch noch jede Menge andere Dinge zu kaufen und so kommen auch die Shopping Mädels nicht zu kurz und wühlen sich durch die vielen Stände. Erstmals sehen wir hier auch die frittierte Maden uns sonstige Insekten, welche wir aber (noch) nicht versuchen. Dafür kaufen wir uns in der Futterecke des Marktes die ein oder andere Leckerei, bevor es dann nach einigen Diskussionen, welches denn nun der richtige Weg sei, nach Hause geht.

 

Eure Hoheiten

Auch wenn die edlen Gemächer des ach so güldenen Hotels um einiges besser aussehen als sie sind, können wir es doch nicht lassen nach dem Frühstück noch ein kleines königliches Fotoshooting einzubauen. Während die Herren schnell mal genug haben und sich verziehen, haben Möni und Joli sich wohl eine ganze Weile ausgetobt, denn die beiden Herren sitzen wie bestellt und nicht abgeholt auf dem Bett, als die Damen die Gemächer wieder betreten.

 

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