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Koh Jum III

Ferien

Die restlichen Tage in Koh Jum verbringen wir wie ganz normale Feriengäste am Meer. Wir saufen lecker Bierchen in rauen Mengen, verzweifeln täglich ab dem fehlenden Eis, dass immer erst wieder am späten Nachmittag nachgeliefert wird, liegen am Strand, machen einen Burggraben um unsere Liegestühle vor der Flut zu schützen, gehen regelmässig zur Abkühlung ins Meer und spielen jede Menge Karten und Würfelspiele. Dazwischen essen wir mehrmals am Tag verschiedene Snacks und lassen es uns einfach gut gehen, wozu natürlich auch noch eine Massage direkt am Strand gehört. Die Bewegung ist auf ein Minimum gesunken und der Speck um die Hüfte wächst und wächst. Vor allem die Herren haben schon ein beachtliches Bierränzchen vorzuweisen. Für Benjoli ist das so alles andere als die perfekte Vorbereitung um das bevorstehende Nepal Abenteuer zu bestehen. Nun wir werden schon bald sehen wie fit wir wirklich sind und ob uns die Puste nicht zu früh ausgeht.

 

Benjoli ist aber noch einen Hauch aktiver als Myv, was sich an folgendem Beispiel klar zeigt. Während wir auf das Essen warten würfeln wir um die Wette als plötzlich ein rundes, komisches Etwas angespült wird. Alle ausser Beni gehen schauen um was es sich handelt – ein toter Kugelfisch. Beni ruft schon ganz ungeduldig wieso das Spiel nicht weiter geht, worauf Möni antwortet: «Immer muss etwas laufen, man kann nicht einfach einmal ein paar Minuten einem toten Fisch zuschauen!»

 

Ja, ein herrliches Leben, einzig getrübt von den ewigen Entscheidungen was man denn nun heute Essen soll, was vor allem Benjoli langsam zu schaffen macht – aber immerhin haben wir hier nur ein Restaurant zur Auswahl, das ist schon mal etwas.

 

Der letzte Ferientag bricht an. Nach dem Frühstück springen wir noch ein letztes Mal ins Meer, bevor wir los müssen. Direkt vor unserem Resort steigen wir in unser Boot, welches uns in einer Stunde an einen kleinen Hafen fährt. Von hier geht es mit dem Taxi direkt weiter an den Flughafen.

 

Wir fliegen von Krabi zurück an den Internationalen Flughafen von Bangkok. Nun müssen wir nach drei Wochen bereits wieder Abschied nehmen. Möni und Yvan fliegen zurück in die Schweiz, während Benjoli noch zwei Nächte in Bangkok bleiben und dann nach Nepal weiter fliegen.

 

Zuerst gehen wir aber noch in einem der zahlreichen Flughafen Restaurants etwas essen. Die Bilder in der Karte sehen lecker aus und die Portionen gross. Naja der Schein trügt. Es ist zwar lecker und die Teller sind riesig aber leider nur zur Hälfte voll. Was für ein Beschiss – Pah!

 

Vielen Dank Myv aka dir zwöi vo mir vier, wir hatten ein super Zeit zusammen und haben ordentlich Speck zugelegt. Gib mir die Flosse Margrith! Während ihr heimkehrt verspüren wir auch ein klein wenig das Bedürfnis uns gleich anzuschliessen. Aber wir freuen uns trotzdem auf Nepal.

Das Ende naht

Benjoli möchten euch mitteilen, dass wir ein erstes Mal konkret über das Ende unseres Abenteuers «Around the World» nachdenken. Wir sind nun seit 15 Monaten unterwegs, haben viele tolle Sachen erlebt, wunderbare Menschen getroffen und unglaubliche Landschaften und Sehenswürdigkeiten gesehen. Wir sahen auch viel Leid, Ignoranz und Müll um ein paar der negativen Dinge aufzuzählen. Wir bringen es mal auf den Punkt, wir sind langsam etwas Reisemüde geworden. Die Abenteuer häufen sich und sind nur noch schwer abzuspeichern.

 

Insbesondere das Reisen an sich wird für uns zunehmend anstrengender. Wir haben beide festgestellt, das wir uns lieber in den Bergen statt am Meer befinden. Deshalb stehen bei uns noch etwas längere Aufenthalte in Nepal, China und der Mongolei auf der Wunschliste, welche wir uns sicherlich noch erfüllen möchten. Wenn wir danach noch Lust und Energie haben ziehen wir weiter. Wenn nicht, werden wir unsere Rückkehr in die Schweiz planen. Die restliche Welt können wir auch zu einem späteren Zeitpunkt noch entdecken. Wir und hoffentlich auch ihr sind gespannt, was die Zukunft bringt.

 

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