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Kathmandu Valley

Kackmandu Wetter

Aufgehalten durch die noch vorhandenen Schneemassen im Annapurna Gebiet, haben wir spontan eine geführte drei Tages Tour durch das Kathmandu Valley gebucht. Aus verschiedenen Gründen haben wir uns für eine organisierte Tour entschieden. Das Valley ist nicht so überlaufen wie das Annapurna und Poon Hill Gebiet, entsprechend kann man nicht dauernd nach dem Weg fragen und auch Unterkünfte hat es weniger zur Auswahl. Dann sind da noch die hochgiftigen Schlangen und die schlecht markierten Wanderwege in diesem Gebiet. Zudem können wir bei einer geführten kurzen Tour noch einiges über Land und Leute lernen, dass uns auf dem längeren Trekking sicherlich nützlich sein wird. Die Temperaturen sind im Tal aktuell ebenfalls freundlich und es ist eine einfache Wanderung. Perfekt also um uns auf das grosse Trekking vorzubereiten.

 

Wir haben uns entschieden diesen Ausflug mit der Spende von Janosch Feller zu verwirklichen und etwas damit gemacht, dass er selber nicht unbedingt machen würde und wir waren am Schluss überzeugt, dass er wohl genauso gefühlt hätte wie wir, wäre er dabei gewesen – aber dazu später mehr. Ebenfalls haben wir auch die Spende von Claudia Habegger und den Rest der Spende von Dorette Hegetschweiler (Kathmandu City Tour) noch dazu genommen, damit auch das Essen nicht zu kurz kommt auf der Wanderung. Vielen Dank euch dreien.

Es geht los. Wir haben furchtbar schlecht geschlafen. Die halbe Nacht lang tobt ein Gewitter über der Stadt und die partyfreudigen Touristen haben nach den beiden Konzerten, die uns die Ohren zum Dröhnen gebracht haben auch noch ewig lange in den umliegenden Bars herum gelärmt. Ideale Ausgangslage um eine mehrtägige Wanderung zu starten.

 

Zum Glück ist der erste Teil eine halbstündige Autofahrt zum Startpunkt unserer Wanderung. Kurz ein paar Früchte einpacken, denn fürs Frühstück reicht die Zeit nicht mehr und dann ab zur Agentur. Am Treffpunkt lernen wir unseren Guide Govinda kennen, auf den ersten Blick ein freundlicher, eher zurückhaltender Typ.

 

Wir düsen im Sauseschritt durch Kathmandu, immer auf der Hut um auch ja keine der heiligen Kühe zu überfahren und kommen nach fast zwei Stunden (der Stau und die schlechten Strassen lassen grüssen) an unserem Ausgangspunkt in Sundarijal an wo die Sache nun ernst wird…

 

Oh my Buddha

Govinda organisiert unsere Nationalpark Pässe an einem Militär Häuschen und los geht es. Die Wanderung heute dauert 4 Stunden und geht von Anfang an steil bergauf. Wir haben beide unsere kleinen Rücksäcke gepackt um das nötigste wie warme Kleidung und WC Papier dabei zu haben. Relativ schnell merken wir das Govinda ziemlich fit ist und wir mit seinem Tempo kaum Schritt halten können. Nicht gut geschlafen, die letzten Tage etwas Magenprobleme und kein Frühstück - wir kommen nicht vom Fleck.

 

Besonders Joli fehlt jegliche Energie und sie wird deshalb umso länger wir die Treppen hochsteigen, umso langsamer. Schon nach 30 Minuten halten wir eine kleine Krisensitzung. Govinda ermahnt uns, dass wir bei diesem Tempo mindestens zwei Stunden länger haben werden.

 

Wir schleppen uns weiter die Treppen hoch und schnaufen und keuchen was das Zeug hält. Den Affen auf dem Baum neben uns streifen wir mit einem kurzen Blick und konzentrieren uns danach wieder auf die unzähligen Treppenstufen.

 

Nach einer Weile fragt Govinda Joli allen Ernstes «Are you hiking first time?». Leider fehlt ihr die Puste um gross zu erklären, dass wir auch schon in den Anden und auf über 4000 m.ü.M. gewandert sind und keine Ahnung haben, wieso wir hier kaum hoch kommen.

 

Beni kann sich ein Lachen nicht verkneifen und übernimmt Jolis Gepäck. Nun quälen wir uns beide den Berg hoch. Doch auch ohne Gepäck schleimt Joli die kleine Schnecke weiter vor sich hin und bleibt fast am Boden kleben (danke für die nette Beschreibung – Pah!). Soweit der Rest Atem es zulässt diskutieren wir bereits über eine Rückkehr oder eine mögliche Routenänderung und Govinda schlägt vor, dass wir die erste Nacht bereits in einem früheren Dorf auf halber Strecke machen. Wenn wir denn bis dorthin kommen…

 

Schnaufen, schnaufen, einfach schnaufen...

Nach fast zwei Stunden legen wir dann eine Mittagspause ein. Endlich etwas Essen, juhuuu! Wir können jetzt hier bleiben und die Wanderung um einen Tag verlängern oder wir gehen den Rest noch hoch – es fehlen dank unserem Tempo immer noch vier Stunden. Die ersten zwei Stunden waren die Hölle, aber der Kopf gibt nicht nach! Es kann doch nicht sein, dass wir unsere Ärsche hier nicht hochkriegen, schliesslich sind wir noch nicht einmal auf 2000 m.ü.M. – «Himmublütter!»

 

Gestärkt entschliessen wir uns den Weg weiter zu gehen und merken dann schnell, die Pause hat gut getan. Zudem ist es auch befriedigend zu sehen, dass ein Kollege von Govinda mit seiner Touristin noch langsamer ist als wir. Also weiter geht’s. Der Weg ist nicht mehr so steil und ab und zu auch ohne Treppenstufen und wir kommen nebst dem Laufen und Schnaufen sogar dazu uns etwas um zu sehen. Wobei es nicht so viel zu sehen gibt, da wir häufig im Wald sind oder dichte Wolken die Sicht verbergen.

 

Chisapani

Nach fast 6 Stunden, 14 Kilometern und etwas mehr als 800 Höhenmetern (*schäm*), erreichen wir endlich das heutiges Ziel, das kleine Dorf Chisapani. Der Weg war lang, steil und nicht sonderlich schön. Wir sahen ein paar kleine Siedlungen und ein paar Ziegen.

 

In Chisapani aber sticht einem gleich das extrem schräge Gebäude ins Auge, welches beim Erdbeben 2015 beinahe umgekippt wäre. Nun steht es in der Landschaft wie der schiefe Turm von Pisa, nur viel schiefer. Vom Rest der Umgebung sehen wir leider nichts, es ist neblig und die Sicht schlecht aber immerhin erhaschen wir ein paar letzte Sonnenstrahlen auf der «Terrasse» unseres «Hotels». Sonst gibt es nicht sehr viel zu sehen. Die meisten Häuser sind baufällig und stehen kaum noch und ausser unserer Unterkunft sehen wir nur noch eine weitere Unterkunft. Spontan würden wir das Dorf auch nicht als Dorf bezeichnen.

 

Wir beziehen unser sehr rudimentäres, muffiges Zimmerchen und gehen gleich mit heissem Wasser Duschen. Heisses Wasser ist schon mal viel mehr als wir erwartet haben herrlich und offensichtlich teilt sich unser Guide das Zimmer nicht mit uns (wie angekündigt) sondern mit dem anderen Guide. Danach setzten wir uns ins Restaurant und bestellen jede Menge Essen, auf welches wir leider noch fast 2 Stunden warten müssen, da alles frisch zubereitet wird und wir doch noch etwas früh dran sind mit Futtern.

 

Nach ein paar Runden Würfeln kommt die Erlösung in Form unseres Abendessens. Eine riesige Portion Nudeln mit Ei und Gemüse, sehr leckere Käse Momos und eine gigantische Portion Dal Bhat wo man auch immer noch nachfüllen lassen kann. Dal Bhat ist das nepalesische Nationalgericht. Es besteht aus einer grossen Schale mit Reis, Linsen, Gemüse und Kohl. Das Gericht erhält man überall, es gibt immer bis genug und kostet nicht viel. Es ist das Leibgericht der Sherpas und hat einen eigenen Slogan, von welchem sogar T-Shirts verkauft werden. Dal Bhat Power - 24 Hour. Mal schauen ob es für die Wanderung Morgen hilft.

 

Das Essen schmeckt auf jeden Fall hervorragend. Ob es wirklich so gut ist oder uns einfach so wahnsinnig lecker vorkommt nach diesem Tag ist schwer zu sagen aber wir futtern, schlabbern und schmatzen was das Zeug hält. Den restlichen Abend vertreiben wir uns zusammen mit Govinda beim Würfeln, bis wir um 8 Uhr dick eingepackt ins Bett gehen.

 

Es geht keine halbe Stunde als Joli ein knacken und knuspern wahrnimmt. Schon wieder eine Maus, das kann ja nicht wahr sein. Wir stopfen die Decke in die untere Bett Ecke, damit sie nicht hoch kommt und keine Minute später knuspert sie am Kopfende. Ääääääh! Wieso immer wir? Scheiss drauf (also natürlich nicht auf die Maus), Decke über den Kopf und schlafen!

 

Es ist So ein schöner Tag...

Die Nacht ist angenehm, es ist nicht annähernd so kalt wie vermutet und wir haben mehr oder weniger gut geschlafen, obwohl die Matratze doch etwas sehr hart war. Sogar Beni, welcher sich mitsamt Kleidern ins Bett gelegt hat, ist zufrieden. Aus unserem Zimmer können wir den Sonnenaufgang beobachten bevor wir Frühstücken und Joli wagt sich sogar an die kühle Morgen Luft um das Spektakel und die Berge zu sehen. Es ist klar und man sieht eine der wunderschönen Bergketten des Himalayas, wenn auch nicht den Mt. Everest. Der höchste Berg, den wir sehen ist immerhin über 7100 Meter hoch und obwohl sie weit weg sind wirken die Berge gigantisch.

 

Training ohne viel Spektakel

Es grenzt übrigens an ein Wunder, dass wir keinen Muskelkater haben. Eigentlich unmöglich und doch ist es so. Umso besser denn heute geht es weiter im Takt. Der Weg führt uns die ersten drei Stunden über eine staubige Schotterstrasse. Das Wetter ist wunderbar aber zu sehen gibt es leider nicht viel, es grenzt sogar an Langeweile. Einzig ganz am Anfang der Blick zurück auf Chisapani ist genial. Das schiefe Dorf und im Hintergrund die Berggiganten, sehen fantastisch aus.

 

Auch später am Tag sehen wir ab und zu die Berge, doch der ständige Dunst in der Luft vermiest uns die Weitsicht und auch die Bäume am staubigen Strassenrand tragen kräftig dazu bei.

 

Govinda ist ein richtiger Tiefstapler, wenn er zwei Stunden sagt dauert der Weg mindestens drei oder aus einer halben Stunde wird locker eine Stunde. Immerhin geht es im ersten Teil wirklich nur geradeaus. 5 Stunden sollen es heute sein. Als wir denken, dass wir gut in der Zeit liegen und schon mindestens die Hälfte haben kommen wir an die Abzweigung. Ab hier geht es abwärts und laut Schild immer noch 3 Stunden. Manno Mann und wir haben uns so beeilt auf dem ersten Teil und sind richtig schnell gewandert, dachten wir jedenfalls.

 

Egal, weiter geht’s. Wir führen nette Gespräche und machen in einem hübschen Restaurant eine Kaffeepause. Da dort gerade für eine grosse Gruppe Mittagessen gebrutzelt wird und es für uns nur Dal Bath gäbe lassen wir es beim Kaffee. Govinda begrüsst noch seine Schwester, die zufällig mit dieser Gruppe eine Tagung in diesem Restaurant hat und danach gehen wir weiter.

 

Einige staubige Kurven weiter unten finden wir dann ein «Dorf» wo wir etwas Essen. Das «Dorf» besteht aus einer Strasse und ca. 7 Häusern. Immerhin ist eines davon ein Restaurant und wir verdrücken ein paar Momos, die leider nicht ganz so lecker sind wie die gestern aber immerhin Energie für die restliche Strecke geben. Und die Wartezeit vertreiben wir uns mit Füsse hochlagern und Schuhe auslüften – hoffentlich bringen wir dann unsere aufgedunsenen Stöpsel wieder in die Schuhe rein…

 

Gestärkt nehmen wir die letzten 2 von total 5 Stunden Wandern in Angriff, schlussendlich sollten es dann 7 Stunden werden – also auf zu den letzten 4 Stunden. Der letzte Teil ist dann immerhin etwas interessanter, denn wir sehen gelegentlich ins Tal runter und kommen durch einige kleine Bergdörfer. Eigentlich gehen wir ja wandern um die schönen Landschaften zu geniessen aber dieses Trekking ist doch eher unspektakulär. Somit betrachten wir die Wanderung lediglich als Training für unser nächstes Trekking.

 

Die letzte Stunde, es wurden knapp zwei, geht es dann wieder steil bergauf. Schon von weitem sehen wir das grosse Hotel am Eingang des Dorfes Nagarkot – gefühlte Distanz: einmal zum Mond und zurück. Naja es ist nicht ganz so weit aber wie üblich sind wir länger unterwegs als von Govinda prophezeit. 

 

Nagarkot

In Dorf Nagarkot beziehen wir nach 21 Kilometer wandern gegen 4 Uhr Nachmittags unser Zimmer. Wir haben noch eine Ehrenschlaufe um das ganze Dorf gezogen bis wir das Hotel gefunden haben, aber hier sind wir nun. Ein ziemliches Upgrade im Vergleich zur letzten Nacht. Und das Beste ist die Aussicht von unserem Balkon.

 

Wir können uns die frühmorgendliche stündige Wanderung zum Aussichtspunkt sparen, die Sonne geht direkt vor unserem Balkon auf. Govinda sagt, er habe absichtlich dieses Hotel gebucht, damit wir nicht noch zum Sonnenunter- und Sonnenaufgang zum Aussichtspunkt laufen müssen. Wie nett, aber vielleicht doch nicht ganz uneigennützig, denn mit uns hätte er wohl um 05:00 loslaufen müssen um rechtzeitig dort zu sein. Uns solls recht sein und Beni sowieso, er ist ja so ein grosser Sonnenaufgang Fan und für den Untergang ist es eh zu bewölkt.

 

Essen! Wir müssen essen. Wir bestellen im hauseigenen Restaurant die halbe Karte. Vor lauter Hunger haben wir nicht einmal Fotos gemacht sondern uns gleich auf das Essen gestürzt. Ein indisches Curry mit frittiertem Hühnchen und Reis, Büffel Momos (wir dachten immer die schreiben Beef falsch – Buff statt Beef - aber es ist tatsächlich Büffel, da Kühe hier ja heilig sind) und ein Poulet Cordon Bleu mit Kartoffelstock und Gemüse. Der Wahnsinn. Dazu jede Menge Ingwer-Zitronen Tee mit Honig.

 

Nach dem Schlemmen und ein paar Runden Würfeln, fallen wir gegen 21 Uhr ziemlich kaputt ins Bett. Dabei fühlen wir Muskeln in den Beinen, von welchen wir noch nicht einmal wussten das die da sind. Auch bilden sich die ersten kleinen Blasen an den Zehen, welche noch behandelt werden müssen.

 

Wir sind übrigens wieder schneller gewesen als der andere Guide mit seiner Touristin. Von wegen Kleider machen Leute – Pah! Der guten Frau nützten auch die knallengen Sportleggins und das extra Wandertop nichts, ist sie auch heute 1.5 Stunden später angekommen als wir langsamen Berner (und vor uns gestartet am Morgen, dass muss noch erwähnt werden!!!).

 

Good Morning Benjoli

Es hatte einen Sonnenaufgang, sehr schön. Dann gibt es Frühstück und die letzten 4 Stunden wandern stehen an. (Text Beni). Wir wollen das Ganze aber doch etwas ausführlicher Berichten.

 

Kurz vor 06:00 klingelt der Wecker und reisst uns aus dem Tiefschlaf. Völlig verkatert (nein, nicht wegen lecker Bierchen) fallen wir fast aus dem Bett und versuchen uns eilig warm anzuziehen. Ist ja klar, dass Joli der Balkon im dritten Stock nicht ausreicht und wir noch auf die Dachterrasse hoch müssen. Es ist bitter kalt und überall um uns herum sehen wir andere Hotels mit vielen Leute auf den Dachterrassen. Nur wir sind alleine. So ein Tässchen heisser Tee wäre jetzt herrlich, aber immerhin ist das Wetter gut und wir sehen die Bergkette vor uns. Der Sonnenaufgang selber ist weniger hübsch als der von gestern aber der Blick auf die Bergkette ist sehr schön. Beni setzt sich in den Standby Modus und ist nur körperlich anwesend, während Joli wieder viel zu viele Fotos macht uns sich beim Aussortieren über sich selber ärgert. Sobald die Sonne über die Gipfel kommt wird es leider sofort so dunstig, dass man von den Bergen nichts mehr erkennen kann. Also ab zum Frühstück.

 

Heute haben wir einen ziemlich üblen Ganzkörperkater aber hier ist die Wanderung ja fertig und wir gehen noch nach Bhaktapur. Der Fahrer kommt sicher schon bald – niiiiicht!

 

Das mit der Kommunikation bei der Tour Buchung hat irgendwie nicht ganz so geklappt oder wir haben wohl einiges falsch verstanden. Bevor uns der Fahrer abholt, müssen wir nochmals 4 Stunden wandern und danach gehen wir nach wohl nach Bhaktapur. Na dann los!

 

Die erste Stunde schlendern wir ziemlich gemächlich daher. Der Weg führt steil bergab vorbei an vielen kleinen Siedlungen. Überall werden wir von den Menschen und vor allem Kindern freundlich begrüsst und manchmal auch dazu gedrängt etwas zu kaufen. Aber wir machen nicht den Fehler etwas zu kaufen, denn kaufst du bei einem wirst du die anderen sicher nicht mehr los bis alle etwas verkauft haben.

 

Heute bekommen wir dann auch mal etwas zu sehen von der Landschaft. Das Wetter ist herrlich, die Himalaya Bergkette ist gewaltig und lässt die Alpen ziemlich mickrig dastehen. Auch der Blick aus der Höhe über das Kathmandu Tal ist sehr schön. Und heute stimmt dann auch für einmal die Zeitangabe von Govinda, wir sind ziemlich genau nach vier Stunden am Ziel angekommen. 

 

Changunarayan

Phu, endlich im Dorf angekommen, jetzt noch hoch zum Tempel und dann Füsse hoch legen. Der Tempel ist eigentlich hübsch anzusehen, doch wir sind einfach übersättigt mit Kultur und historischen Gebäuden. Die Hindu Tempel sind voll mit Verzierungen und Figuren und man kann sich ewig umsehen und entdeckt immer wieder Neues. Auf dem Weg nach unten sehen wir uns noch die vielen bunten Souvenirs an, welche wir aber aus Platzgründen leider nicht kaufen können. Nebst handgeschnitzten Masken und Figuren gibt es wunderschöne Mandalas und Bilder und natürlich jede Menge Kleider und Mini Gottheiten zu kaufen.

 

Das Mittagessen bestehend aus Momos und einem nepalesischen Nudel Gericht begeistert uns viel mehr als der Tempel. Dabei laden wir Govinda auf eine Runde lecker Bierchen ein und stossen auf die geschaffte Wanderung an. Also für uns war es eine anstrengende dreitägige Wanderung, für Govinda wohl eher ein etwas längerer sehr langsamer Spaziergang. Er führt normalerweise Touren von bis zu drei Wochen an bis hin zum Mount Everest Basecamp.

 

Das Bier ist ziemlich stark und fährt so richtig schön ein – herrlich. Entsprechend stellen wir auch zu spät fest, dass der Fahrer jetzt einfach zurück nach Kathmandu gefahren ist und gar nicht nach Bhaktapur, was eigentlich auch noch Bestandteil der Tour gewesen wäre. Mist aber auch. Wir finden nicht wirklich heraus ob Govinda nicht wusste, dass wir dort noch hingehen sollten oder ob er es vergessen hat. Aber macht nichts. Dann gehen wir halt ein anderes Mal noch dorthin wir haben ja noch viel Zeit in Nepal.

 

Wieder in Kathmandu bestellen wir für morgen einen privaten Transport nach Pokhara, für die Dauer von etwa 6 Stunden. Wir haben mit dem Auto die goldene Mitte gewählt, auf den Bus für 8-10 Stunden haben wir keine Lust und den Flieger für 25 Minuten fanden wir dann doch etwas übertrieben obwohl wir uns das überlegt haben. Bei guten Wetter wäre es sicher eine schöne Möglichkeit gewesen. Jetzt sind wir mit dem ökologischen Plattfuss, den Finanzen und der Zeit irgendwo in der Mitte gelandet, dass passt tiptop. Wir freuen uns nun auf Pokhara, eine schöne, ruhige Stadt am See mit Blick auf die Berge – fast wie zu Hause. 

 

Vielen Dank Janosch Feller für die super Erfahrung, den Muskelkater und die schweisstreibenden Stunden und an Dorette Hegetschweiler und Claudia Habegger für das Essen unterwegs, das uns hervorragend geschmeckt und ganz bestimmt das Leben gerettet hat.

 

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