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Zakynthos I

Stopover in Athen

Kalí nýchta Griechenland, um 23 Uhr landen wir in Athen, wir haben es geschafft. Und siehe da sogar unser Gepäck ist hier angekommen. Wer hätte das gedacht?! Also wir nicht. Wir werden von unserem Airbnb Gastgeber abgeholt und nach einer kurzen Nacht, morgens um halb 8 Uhr bereits wieder am Flughafen abgeladen. Vorher werden wir aber von einer grossen hässlichen Spinne im Bett überrascht. Da war man etliche Male im Dschungel und sieht keine Spinne aber kaum ist man in Europa krabbelt das Riesen Ding einmal quer übers Bett. Brr!

 

Beim Check In erhalten wir die Info das wir Zugang zur Sky Lounge haben und wir doch vor dem Abflug da vorbei schauen sollen. Natürlich, dort gibt es schliesslich lecker Frühstück. Von Kaffee und O-Saft, über Mini Sandwiches zu griechischem Joghurt mit Honig, hat es alles was man sich nur wünschen kann - lecker. Jetzt aber los, wir sind reif für die Insel und haben Lust auf Tzatzikiiiii.

Kalimèra Zakynthos

Der Flug, Auto abholen am Flughafen und unser Studio mit Blick aufs Meer beziehen klappt alles wunderbar. Die Vermieterin lässt uns sogar das Zimmer gleich selbst auswählen und beantwortet geduldig alle unsere Fragen. Fakt ist, wir sind praktisch alleine hier und mindestens 20 Tage zu früh auf der noch total verschlafenen Insel gestrandet. Im nahe gelegenen Dorf Argasi ist ausser dem kleinen Supermarkt noch alles geschlossen oder wird für die kommende Saison ab Mai renoviert. Nur in Zakynthos Stadt findet man ein paar geöffnete Restaurants und Shops, welche auch die Einheimischen besuchen. Zum Glück ist die Fahrt zur Hauptstadt der Insel nicht so weit, aber mit der grossen Auswahl an griechischen Tavernen wird es wohl nicht ganz so wie wir gehofft haben.

 

Tzatzikiiii

Wir laden also nur kurz unser Gepäck ab und cruisen danach nach Zakynthos Stadt. Am Hafen und an der Promenade sind doch eine Handvoll Restaurants geöffnet und wir haben Lust auf Essen. Wir bestellen eine runde Tzatziki und Käse Dip mit getoastetem Brot und dazu ein lecker Bierchen – es ist ein Gedicht. Griechenland wir sind da und bereit uns die Bäuche mit deinen Köstlichkeiten voll zu schlagen *mampf*.

 

Jetzt noch kurz etwas einkaufen, damit wir den nächsten Hunger zu Hause auf dem Balkon stillen können und auch ein leckeres Frühstück für den nächste Morgen haben. Im Supermarkt kaufen wir etwas Joghurt, Honig, Feta Käse, Tomaten und Gurken und natürlich Tzatziki. Die Preise sind im Vergleich zu unseren letzten bereisten Länder wieder gepfeffert. Für die paar Lebensmittel sind 15 Euro schon eine schöne Menge Geld. Wie wird das für uns wenn wir zum ersten Mal wieder in der Schweiz einkaufen gehen?!

 

Klimaanlage oder Heizung

Wer kann schon von sich behaupten in Griechenland mit der Klimaanlage sein Zimmer beheizt zu haben. Nun wir können es, tagsüber sind die Temperaturen bei knapp 20 Grad, doch in der Nacht wird es noch ziemlich kühl. Glücklicherweise hat unsere Klimaanlage auch eine Heizfunktion, welche wir gerne benutzt haben. In der Nacht ist es ausserdem Mucksmäuschen still, etwas was insbesondere Beni sehr vermisst hat. Die Ruhe, die Stille, einfach das Schlafen gehen ohne Ohrenstöpsel, ein Luxus welchen man sich erst bewusst wird wenn man ihn eben nicht mehr hat.

 

Nachdem wir von einem wunderschönen Sonnenaufgang aus den Federn geholt werden gibt es zum Frühstück eine Portion Honig mit Joghurt (ja richtig, es wäre umgekehrt aber Joli hat das wohl irgendwie falsch verstanden) auf unserem Balkon bevor wir uns an die Arbeit machen. Es hat sich wieder einiges an Texten und Fotos für euch angesammelt, welche wir verarbeiten wollen und zudem müssen wir unsere Inselerkundung planen.

 

Die Eroberer

Mit unserem Auto düsen wir ohne konkretes Ziel der Ostküste entlang – ja wir wollten planen aber wie das so ist in letzter Zeit hatten wir keine Lust dazu, also geht es einfach drauf los. So gross kann diese Insel ja auch nicht sein.

 

Wir durchqueren Zakynthos Stadt und kommen ab und zu an kleinen Siedlungen mit hübschen Steinhäusern vorbei oder durchqueren eine Geisterstadt. Die berühmten weissen Häuser mit den blauen Fensterläden und Dächern sucht man auf einer der Ionischen Inseln z. Bsp. Kefalonia, Lefkada oder Korfu aber vergebens. Die sind auf den kykladischen Inseln z. Bsp. Santorini oder Mykonos zu finden.

 

Vielerorts heisst uns dafür der Frühling mit viele bunten Blumen und grünen, saftigen Wiesen willkommen. Die Strände jedoch sind noch völlig verwaist und wirken chaotisch und ungepflegt. Kaum vorstellbar das hier und in den aktuellen Geisterstädten schon bald alles voller Touristen sein wird. 

 

Aber wir geniessen die Ruhe, denn schon wieder sind wir beide nicht richtig fit heute, aber vielleicht ist es nur der Jetlag, welcher uns die Energie raubt und uns furchtbar müde macht. Erschwerend ist auch, dass wir nicht einfach jederzeit einen Energieschub in Form eines lecker Bierchens oder Futter bestellen können, denn es hat ja alles zu. Es ist aber offensichtlich, dass man sich in der Hochsaison alle paar Meter irgendwie Verpflegen kann. Dafür sind die engen, kurvigen Strassen, dann wohl auch vollgestopft mit Autos.

 

Wir machen uns auf ins Landesinnere und überqueren die Berge und wunderschöne Täler mit kunterbunten Wiesen. Wahnsinn diese Blumenpracht, einfach wunderschön und auch die vollbehangenen Zitronen und Orangenbäume sind eine Augenweide.

 

Blau, blau, blau ist das Meer

Die Insel ist mit einer Länge von mehr als 30 Kilometern doch ziemlich gross. Eine der Hauptattraktionen ist der Navagio Strand mit dem Schiffwrack. Na dann nutzen wir die paar Sonnenstrahlen zwischen den dichten Wolken doch um dort vorbei zu schauen.

 

An einem unscheinbaren Parkplatz steht ein alter Grieche vor seinem Verkaufsstand und weist uns den Weg zur Aussichtsplattform. Vorher müssen wir aber unbedingt ein paar seiner griechischen Leckereien versuchen sonst lässt uns der Mann nicht einfach gehen, sein Charme ist fesselnd. Wir reissen uns aber dann trotzdem los mit dem Versprechen auf dem Rückweg nochmals seine Produkte anzuschauen.

 

Die Aussichtsplattform ist klein und definitiv nicht der beste Ort für eine gute Sicht auf den Navagio Strand. Man muss sich schon ziemlich weit vorlehnen und sieht, dann doch nicht alles. Zudem wollen wir uns den Andrang auf dem Minibalkon in der Hochsaison nicht vorstellen. Das muss die Hölle sein.

 

Von unserer Cornwall Reise wissen wir, dass ein paar Meter Fussmarsch der Klippe entlang einem einen ganz anderen wunderbaren Blick eröffnen kann und darum laufen wir los. Ein kurzer Spaziergang und schon offenbart sich uns ein fantastischer Ausblick. Die Blautöne, die das Wasser hier hat sind schlicht unfassbar, wie ein Gemälde. Das Blau ist wahnsinnig intensiv und es sieht aus als hätte jemand in einem blauen Farbeimer mit weisser Farbe rumgespielt. Verschiedene Töne fliessen ineinander und nahe dem Strand hat das Blau etwas milchiges. Und wenn sich dann noch die Sonne mit ein paar Strahlen sehen lässt ist die Farbexplosion nochmals viel intensiver. Kein Wunder gilt dieser Ort, neben der Akropolis in Athen, als meist fotografierter in ganz Griechenland.

 

Lange Zeit sind wir auch ganz alleine hier und geniessen dieses Wunder der Natur, die Ruhe und den Wind der uns um die Nase bläst. Da sind wir einmal um die ganze Welt und finden hier etwas das uns den Atem verschlägt und so nah von zu Hause ist. Erst auf dem Rückweg kommen uns ein paar andere Touristen entgegen und der Verkäufer hat sicher gerade ein paar neue Opfer gesucht um sie mit Honigmandeln zu füttern, weshalb wir ungesehen ins Auto schleichen und davon düsen können. 

 

Wir machen uns auf den Rückweg. Das Wetter wird zunehmend schlechter und wir haben Hunger. Eine klassische griechische Spezialität ist der Gyros, welcher ein wenig an den bei uns bekannteren Döner erinnert. In einem Imbiss Restaurant bestellen wir uns zwei Stück und wissen gar nicht richtig wo wir anfangen sollen um das Riesen Teil irgendwie zu Essen. Schmeckt sehr lecker und es gibt so viel, dass wir die Reste fürs morgige Frühstück einpacken lassen. 

 

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