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Über Nepal

Zahlen & Daten

Wir waren leider nur 16 Tage in diesem faszinierenden Land, da wir einfach keine Energie mehr haben und auch das Wetter überhaupt nicht mitgespielt hat. Trotzdem haben wir die Zeit genossen und haben uns vom Zauber Nepal einhüllen lassen.

 

Wir sind immerhin 14% unter Budget geblieben, was nicht unbedingt eine riesige Leistung ist aber doch immerhin etwas.

31% davon haben für Transporte gebraucht und das obwohl wir nicht wirklich weit gekommen sind. Die Anreise haben wir im Flugzeug gemacht und sind dazu 2209 Kilometer und 4.5 Stunden geflogen. Auch im Taxi haben wir viel Zeit verbracht, da wir alle Transporte und auch Touren im Taxi zurück gelegt haben – Total 19 Stunden und 425 Kilometer. Wir haben keinen einzigen Bus betreten und auch kein Flugzeug bestiegen. Liegt wohl am verpufften Abenteurgeist und daran, dass die Flugzeuge alle auf der Blacklist stehen und auch die Busse nicht wirklich vertrauenerweckender aussehen.

 

An zweiter Stelle stehen mit je 19% Sightseeing und Diverses. Die geführte Wanderung kostete ganz klar mehr, als wenn wir alleine losgezogen wären. Aber ob wir den Weg jemals gefunden hätten? Wohl kaum. Selbst Govinda musste einige Male nachfragen ob wir noch richtig sind, denn angeschrieben war der Weg nur gerade Mal 2x. Obwohl wir so faul waren und total untrainiert haben wir doch immerhin 45 Kilometer in 18 Stunden zurückgelegt. Keine Paradeleistung zugegeben.

 

Beim Posten Diverses schlagen die Einkäufe fürs Trekking zu Buche. Naja, jetzt haben wir immerhin jede Menge Zeug, das wir nicht wirklich brauchen, aber wer weiss vielleicht sind wir irgendwann noch froh drum.

 

Das Essen kommt erst an dritter Stelle mit 17% dicht gefolgt von den Übernachtungen mit 14%. Bis auf den Transport ist also alles etwa gleichteuer und wären wir nicht so bequem hätte auch dieser uns nicht die Hälfte gekostet. Aber ein bisschen Luxus muss auch zwischendurch einmal sein, wenn man solange unterwegs ist.

 

Wirklich viele Sonnentage hatten wir nicht. Etwa so vier, welche aber zum Glück auf den Tagesausflug und die Wanderung gefallen sind. Schwein gehabt. Entsprechend haben wir auch nicht so viele Fotos gemacht. Nur gerade 1'242x haben wir etwas geknipst, was für Joli schon sehr wenig ist.

 

Eine interessante Zahl wäre die Anzahl der gesichteten Gebetsfahnen gewesen. Aber das war uns dann doch zu anstrengend, diese sind zwar sehr schön anzusehen aber einfach überall, eine Zählung daher unmöglich.

 

Kurioses

Die Zeit geht in Nepal etwas anders. Wo man sonst immer Stundenweise Zeitverschiebungen hat oder in wenigen Fällen halbe Stunden, kommt in Nepal noch eine Viertelstunde dazu. Sehr spannend. Wieso? Keine Ahnung.

 

Die linke Hand wird in Nepal als die schmutzige Hand angesehen. Man sollte also kein Geld oder schon gar kein Essen usw. mit der linken Hand übergeben, denn diese ist dazu da sich den Hintern zu wischen. Wir haben zwar darauf geachtet in der Öffentlichkeit alles mit rechts zu machen aber was auf dem Örtchen abgeht, da haben wir uns nicht angepasst – ginge dann doch irgendwie zu weit.

 

Es ist nicht angebracht die Stimme zu erheben oder herum zu schreien. Also wie auch in Japan, das Gesicht zu verlieren. Naja dagegen haben wir verstossen, als wir den SIM Kartenverkäufer zur Schnecke gemacht haben, aber er war auch selber schuld.

Händchenhalten in der Öffentlichkeit ist verpönt. Naja nicht ganz. Nur zwischen Männern und Frauen. Man sieht jedoch sehr häufig Frauen oder Männer unter sich, welche händchenhaltend oder sich umarmend in der Gegend herumspazieren, dies ist ein Zeichen der Freundschaft und Verbundenheit.

 

Noch nie wurden wir auf der Strasse so häufig angesprochen weil man uns Drogen verkaufen wollte. Echt jetzt? Gibt es wirklich so viele Touristen, die zum Drogenkonsum nach Nepal kommen?

Was die Nepalesen an Geräuschen rauslassen geht unter keine Kuhhaut. Da wird gerotzt und gespuckt und lautstark Schleim durch den Hals hochgezogen was das Zeug hält. Dieses Phänomen macht auch vor Frauen und Kindern nicht halt. Eklig und wahnsinnig nervtötend.

 

Apropos Kuh. Kühe sind hier heilig. Es gibt kein Beef sondern Buff (Büffel) zu Essen und wer eine Kuh auf der Strasse anfährt hat mit Gefängnisstrafen zu rechnen. Woher die Kühe mitten in der Stadt jeweils kommen ist uns nach wie vor ein Rätsel.

 

Es ist wahnsinnig staubig in Kathmandu. Wir haben noch keine so staubige Stadt gesehen.

 

Wo bei uns zwei Angestellte in einer Bäckerei oder hinter einem Tresen stehen sind es hier mindestens 5-7 Personen. In einer Bäckerei von 3 auf 3 Metern haben wir einen Kassier, einen Verkäufer und einen Türsteher ausgemacht. Für Kunden hatte es kaum noch Platz.

 

Stromkabel prägen auch hier das Stadtbild und das man Gullys zu teert finden wir auch etwas speziell. Naja immerhin hat man wieder 3-4 Leute beschäftigt wenn man diesen danach einmal öffnen muss.

 

Noch eine Kuriosität: das man vom Wandern Blasen bekommen kann ist ja bekannt. Das man diese auch unter den Nägeln haben kann war uns neu. Als Jolis Zeh nicht aufhörte zu schmerzen, hat sie kurz mal drauf gedrückt und eine klare Flüssigkeit kam raus. Nachdem alles rausgedrückt war hat der Nagel eine nette violett, blaue Farbe angenommen und ist dann auch irgendwann abgefallen. Also Fazit? Blasen kann man überall kriegen – wieder was gelernt.

 

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