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Über Griechenland

Zahlen & Daten

Es ist wieder einmal an der Zeit das Konto zu konsultieren. Resultat: es hat nicht gelitten in Griechenland obwohl es doch um einiges teurer ist hier als in den letzten paar Ländern – uns hat es auf jeden Fall einige Male geschmerzt als wir etwas bezahlt haben.

Nichts desto trotz haben wir das Budget um 1.25% unterschritten.

 

Mit 33% hat der Transport am meisten zu Buche geschlagen. Da die Fähren noch nicht immer verfügbar waren, mussten wir häufig auf Inlandflüge zurück greifen und auch die Automiete ist zwar in der No-Season günstiger aber immer noch teurer als öffentliche Verkehrsmittel. Aber die Busse, sofern überhaupt vorhanden, fahren nur in der Hochsaison zwischen Juni und August, also blieb uns nichts anderes übrig.

 

Danach kommt wie so oft die Verpflegung aber bei griechischem Essen soll man nicht sparen, das wäre schade. Unterkunft und Sightseeing sind mit 11% und 10% nah beieinander und Diverses ist mit 4% kaum der Rede wert. Wir waren aber auch schon lange nicht mehr bei einem Chiropraktiker – wäre sicher auch interessant gewesen, sich von einem Hercules durchknacksen lassen.

 

Wir haben auch einige Kilometer zurück gelegt. 5'839 Kilometer im Flugzeug alleine um überhaupt nach Griechenland zu kommen. Das hat immerhin ganze 9 Stunden gedauert. Auch mit Inlandflügen haben wir einige Kilometer zurück gelegt immerhin 439 Kilometer in 2 Stunden – ja unser ökologischer Plattfuss lässt zu wünschen übrig unbestritten!

 

Mit dem Auto haben wir auch 2'101 Kilometer in 59 Fahrstunden zurück gelegt und die ein oder andere Fähre konnten wir ja zum Glück auch kapern. Immerhin läppische 82 Kilometer in 3 Stunden haben wir zurück gelegt.

 

Wir haben in 4 Wochen 5 Inseln besucht und hier haben wir auch die längste Zeit der ganzen Weltreise an einem Ort respektive in einer Unterkunft verbracht – 9 Nächte. Nur in Baños (Ecuador) und Cancún (Mexiko) waren wir länger allerdings nicht in einer sondern in mehreren Unterkünften. Das ist definitiv der Vorteil von so kleinen Inseln, man muss nicht immer weiterreisen sondern kann sich fast häuslich einrichten und trotzdem die Insel erkunden.

 

Aber die spannendste Statistik ist diese: wir haben in 30 Tagen Griechenland 6 Kilo griechischen Joghurt und 1.5 Kilo Honig geschlemmt – also eigentlich nur Joli… 

 

Kurioses

Ja auch die Griechen sind kurios. Oder zumindest einige der Tiere, welche die Insel bevölkern. Ganze Schafherden die einfach aus dem Nichts auftauchen, die ganze Strasse blockieren und dann einfach wieder verschwinden. Beni meinte immer: «Guck mal da läuft wieder Feta Käse auf der Strasse rum.» Oder die Kamikaze Schwalben, die in Wellen vor dem Auto her geflogen sind wie die Irren.

 

Aber auch in Punkto Kirchen fahren die Griechen wieder volle Geschütze auf. Es hat nicht nur unzählige Kirchen – alleine in Zakynthos Stadt haben wir 8 Kirchen gezählt, während wir im Hafen mit Blick auf die Stadt gegessen haben – sondern auch Mini Kirchen stehen überall am Strassenrand. Die Kirchen haben häufig einen externen freistehenden Glockenturm, was auch sehr spannend aussieht. Und Ostern ist hier ja auch um eine Woche verschoben – warum wissen die Götter – wenn überhaupt.

 

In Sachen Strassenschilder sind die Griechen ebenfalls Klasse. Viele Schilder sind sogar handgeschrieben oder aufgemalt. Auch kann man sich oft in einer Flut aus Schildern auf einem Fleck gar nicht zurechtfinden oder die Pfeile zeigen dann einfach in beide Richtungen. Auch sehr interessant.

 

Auch in Sachen Müll stehen die Inseln teilweise ihren asiatischen Pendants in nichts nach. Und das obwohl noch nicht einmal Saison ist – krass!

 

Das Wasser fanden wir zwar nicht kurios aber die Schönheit kam uns schon manchmal etwas überirdisch vor. Für uns war aber definitiv die Blumenpracht eine Kuriosität, denn wir kannten Griechenland bisher eher als trockene Gegend, da wir hauptsächlich in der Hochsaison, also im trockenen Sommer dort waren. Aber die Blumenpracht im Frühling ist ein Besuch wert auch wenn man unter den Tavernen nicht aus dem vollen Angebot auswählen kann.

 

Das Essen ist trotzdem definitiv ein weiteres Highlight. Auch bei wenig geöffneten Tavernen gibt es eine grosse Abwechslung und alles ist lecker und schmeckt gut. Zudem sind die Portionen in der Regel sehr gross und zum Kaffee gibt es meistens einen kleinen Keks. Übrigens ist der griechische Kaffee sehr zu empfehlen, auch wenn einem die Griechen manchmal etwas schräg angucken, wenn man als Tourist einen solchen bestellt, denn scheinbar komme das nicht oft vor. Und das Bier Mythos ist ebenfalls sehr zu empfehlen.

 

Übrigens haben in der No-Season nicht nur viele Tavernen, Souvenir Shops, Imbissbuden und Hotels geschlossen, sondern es fahren auch keine Busse, Fähren und Taxis sehen wir auch kaum. Aber unser Highlight ist der geschlossene Bankomat, der hat nur von April bis Oktober geöffnet. Wir haben zwar zum Zeitpunkt des Fotos bereits den 1. Mai aber so genau nimmt man es dann offenbar doch nicht.

 

Im Grossen und Ganzen sind wir von Griechenland einfach nur begeistert und das obwohl wir ja nicht zum ersten Mal hier sind. Die No-Season im Frühling ist einfach super um diese Inseln etwas besser kennen zu lernen.

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